Logistik

Reifegradbestimmung: der Weg zur Supply Chain 4.0

Reifegradbestimmung: der Weg zur Supply Chain 4.0

Guido Siestrup, David Zeeb
Fortschritte bei Cyber-Physischen Systemen und Industrie 4.0-Lösungen führen zu Veränderungen in Industrie und Handel und lassen einen tiefgreifenden Wandel der Unternehmensprozesse und -strukturen erwarten. Dies betrifft insbesondere auch das Supply Chain Management (SCM) inklusive der unternehmensinternen Logistik. Zur Bestimmung der Reife von SCM-Systemen existieren bereits entsprechende Reifegradmodelle, die hier als Basis dienen. Dieser Beitrag stellt eine Modellerweiterung vor, die zum Ziel hat, den Status quo einer Supply Chain hinsichtlich einer Industrie 4.0-Kompatibilität zu erfassen und eine zielgerichtete Weiterentwicklung der SCM-Systeme zu unterstützen. Insbesondere werden Voraussetzungen aufgezeigt, die an eine digitale Transformation der Supply Chain gestellt werden und Handlungsfelder diskutiert.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 3 | Seite 59-62
EPCIS-basierter Austausch von Sensordaten

EPCIS-basierter Austausch von Sensordaten

Erhöhung der Agilität und Robustheit von Supply Chains durch die Vernetzung der Produktions- und Logistikprozesse
Dirk Werthmann, Susanne Schukraft, Michael Teucke, Marius Veigt, Michael Freitag ORCID Icon, Matthias Hülsmann, Jakub Piotrowski, Matthes Winkler, Roman Winter
Eine hohe Produkt- und Prozessqualität stellt in komplexen Wertschöpfungsnetzwerken einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor dar. Das Qualitätsmanagement erfolgt dabei in der Regel standortbezogen, wobei ein unternehmensübergreifender Austausch von Daten und Informationen zur Qualitätssicherung bislang nur sehr begrenzt stattfindet. Die unternehmensübergreifende Nutzung von Qualitätsdaten wird vor allem dadurch behindert, dass die Informationstechnologie (IT)-Infrastruktur zur Erzeugung, zum Austausch und zur Auswertung der Daten fehlt. Um diese Herausforderungen zu überwinden, beschreibt dieser Beitrag Handlungsfelder, die eine unternehmensübergreifende Nutzung von Qualitätsdaten zur Entwicklung digitaler Services ermöglichen und damit zur Gestaltung robuster und agiler Supply Chains beitragen.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 2 | Seite 20-24
Internationale Standards zum Schutz der Lieferketten

Internationale Standards zum Schutz der Lieferketten

Pragmatische Lösungen statt komplexer Regelwerke
Alexander Skorna, Annika Gropp
Deutschland nimmt mittlerweile bei Ladungsdiebstählen europaweit den Spitzenplatz ein. Der Schaden hierzulande beläuft sich einschlägigen Schätzungen zufolge auf etwa 1,5 Milliarden Euro jährlich. Privatwirtschaft und Internationale Organisationen propagierten in den letzten Jahren zahlreiche Standards und Normen, die teils strikte Maßnahmen zum Schutz von Lieferketten vorschreiben. Dabei lässt sich die Sicherheit in der Lieferkette bereits mit wenigen Grundsätzen deutlich erhöhen. Vor dem Hintergrund der zahlreichen bereits bestehenden Initiativen wurde untersucht, ob und wie diese einen Beitrag zur Supply Chain Security von Unternehmen leisten können. Ziel war es, Handlungsempfehlungen besonders für kleine und mittelständische Unternehmen ohne eigene Sicherheits-Routinen zu erstellen, die als Leitfaden und Hilfestellung zur Einrichtung eines pragmatischen Managementsystems für die Supply Chain Security dienen können.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 2 | Seite 15-19
Logistik 4.0 – Logistikprozesse im Wandel

Logistik 4.0 - Logistikprozesse im Wandel

Technologischer Wandel in Logistiksystemen und deren Einfluss auf die Arbeitswelt in der operativen Logistik
Natalia Straub, Sandra Kaczmarek, Tobias Hegmanns, Stephanie Niehues
Aktuell wird vielerorts die Einführung digitaler Technologien als Antwort auf wichtige Anforderungen des Wettbewerbs vorangetrieben. Das Arbeitsumfeld der Beschäftigten in der operativen Logistik wird sich dadurch massiv wandeln. Der Beitrag liefert einen Überblick über den möglichen Einsatz von zukunftsweisenden Technologien in verschiedenen Logistikprozessen sowie die dadurch veränderten Teilaufgaben und Kompetenzanforderungen für die operativen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Arbeitswelt 4.0.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 2 | Seite 47-51
Konsolidierung von Emissionsindikatoren

Konsolidierung von Emissionsindikatoren

Ermittlung der THG-Effizienz von diversifizierten Logistikdienstleistern
Wolf Lampe
Komplexe Lieferketten funktionieren im engen Zusammenspiel von Logistik und Produktion. Daraus erwachsen besondere Anforderungen, wenn die Qualifikation eines diversifizierten Logistikdienstleisters zur Senkung von Energieverbräuchen und Treibhausgas (THG) bzw. CO2-Emissionen betrachtet werden soll: Seine Leistungspalette erschwert die Ermittlung eines einheitlichen Indikators zur spezifischen CO2-Emission, der für alle erbrachten Logistikleistungen eine befriedigend hohe Korrelation zwischen Treibhausgasemission und Ausprägung der betrieblichen Prozesse aufweist.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 1 | Seite 7-10
Integrierte Planung von Routenzugsystemen

Integrierte Planung von Routenzugsystemen

Entwicklung einer Methodik zur integrierten Planung von Routenzugsystemen unter ganzheitlichen Aspekten
Christopher Keuntje, Michael Kelterborn, Willibald A. Günthner
Der mit der Entwicklung zur Industrie 4.0 verbundene Trend zur Dezentralisierung und Individualisierung der Produktion führt zu veränderten Anforderungen an die Logistik [1]. Um mit dem Ziel einer möglichst geringen Bestandshaltung die flexible Bereitstellung kleiner Losgrößen zu ermöglichen, werden in immer mehr Unternehmen Routenzüge - die damit als logistischer Enabler der Industrie 4.0 angesehen werden können - zur Produktionsversorgung eingesetzt. Für Routenzugtechnik und -prozess haben sich trotz steigendem Verbreitungsgrad bisher keine Standards etabliert und auch die Planung von Routenzugsystemen erfolgt oftmals „intuitiv“ ohne den Einsatz einer routenzugspezifischen Planungsmethodik [2]. Im Rahmen des Forschungsprojekts IntegRoute wurde daher das Vorgehen in Routenzugprojekten analysiert und eine Methodik für die Planung von Routenzugsystemen entwickelt. Diese Methodik unterstützt eine integrierte Planung von Technik, Prozess und Steuerung eines ...
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 5 | Seite 32-36
Tiefkühlversand im Online-Lebensmittelhandel

Tiefkühlversand im Online-Lebensmittelhandel

Untersuchung der Umweltverträglichkeit mittels Ökobilanzierung
Michael Lütjen ORCID Icon, Markus Trapp, Oliver Jelsch
Der Online-Lebensmittelhandel sieht sich gerade in Deutschland großen Herausforderungen gegenüber, um die anspruchsvolle Kundschaft nachhaltig zu binden. Neben Artikeln des täglichen Gebrauchs gilt es, wahlweise auch frische, gekühlte oder tiefgekühlte Lebensmittel schnell und sicher zum Kunden zu bringen. Dabei erfreuen sich Tiefkühlprodukte schon seit Jahren eines stetigen Wachstums. Im Hinblick auf das Versandgeschäft eignen sich Tiefkühlprodukte besonders gut, da sie im Vergleich zu frischen Lebensmitteln industriell gehandhabt und relativ lange gelagert werden können. Zudem sorgen verbesserte Herstellungs- und Gefrierverfahren für eine zunehmend größere Produktqualität, die mittlerweile auch höheren Ansprüchen gerecht wird. Der sichere Versand von Tiefkühlprodukten erfordert neben der Erfüllung hygienischer Standards im Besonderen die Einhaltung der Kühlkette. Neben dem stationären Handel werden Tiefkühlprodukte schon seit Jahrzehnten mittels spezieller ...
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 5 | Seite 43-48
fml – Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik

fml - Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik

Technische Universität München
Marcus Röschinger
Ein wichtiges Handlungsfeld im Themengebiet Industrie 4.0 ist die Logistik, wobei die konkreten Aufgabenstellungen so vielfältig wie die Logistik selbst sind. So stehen einerseits unternehmensübergreifende Prozesse im Fokus. Diese müssen durch den Einsatz neuer Technologien automatisiert und digitalisiert werden, was schließlich eine engere Vernetzung der Supply Chain ermöglicht. Andererseits gilt es, intralogistische Abläufe zu analysieren und neue Konzepte für effizientere Prozesse zu erarbeiten. Beispiele hierfür stellen dezentrale Steuerungskonzepte für wandlungsfähige Materialflusssysteme sowie die Umsetzung eines Internets der Dinge für selbststeuernde Materialflüsse dar. Von sehr hoher Bedeutung ist zudem die Unterstützung der Mitarbeiter in der Logistik. Hierzu ist der Einsatz innovativer und digitaler Technologien zu prüfen und geeignete Systeme sind zu entwickeln.
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 4 | Seite 64-65
Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme

Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme

Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut
Stefan Kaspar
Das Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme (TZ PULS) am Standort Dingolfing der Hochschule Landshut fokussiert die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen der Region durch Wissens- und Technologietransfer. Dabei stellt das TZ PULS insbesondere mit der 900 m² großen Muster- und Lernfabrik, 300 m² Projektfläche sowie einer modernen Produktionslogistikausstattung die bestmöglichste Infrastruktur zur Verfügung, um als zentraler Veranstaltungs-, Forschungs-, und Demonstrationsort für den Dialog mit den Unternehmen der Region zu dienen. Den thematischen Kern der Forschungsaktivitäten bildet die „Intelligente Produktionslogistik“, d. h. der innovative Einsatz von Lösungen der Industrie 4.0 in der Produktionslogistik zur Erschließung weiterer Effizienzpotenziale. Das TZ PULS profitiert von der intensiven Verknüpfung zwischen Wissenschaft und Industrie - und stellt selbst einen wesentlichen Teil dieser Verknüpfung dar: Ein ...
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 4 | Seite 52-53
Belastungen des Muskel-Skelett-Systems in der Logistik

Belastungen des Muskel-Skelett-Systems in der Logistik

Expertenbefragungen zu Arbeitsplätzen in der operativen Intralogistik
Myriam Koch, Willibald A. Günthner
Muskel-Skelett-Erkrankungen sind für rund ein Viertel der Arbeitsunfähigkeits-tage in Deutschland verantwortlich. Um zu identifizieren, welche Belastungsarten in der operativen Intralogistik zu einem erhöhten Risiko der Entstehung und der Verschlimmerung von arbeitsbedingten Muskel-Skelett-Erkrankungen führen und bei welchen Arbeitsplatztypen dieses Risiko vermehrt auftritt, wurden 30 Personen aus unterschiedlichen Unternehmen befragt. Relevant sind demnach das Heben, das Tragen, das Ziehen, Schieben, das dauerhafte Stehen sowie das erzwungene Sitzen.
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 3 | Seite 66-69
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