Publication Ethics / Veröffentlichungsethik

Forschungsintegrität und Transparenz

Von allen Autoren wird erwartet, dass sie ihre Forschungsergebnisse genau, klar und objektiv darstellen. Manuskripte müssen die durchgeführten Arbeiten so detailliert beschreiben, dass andere Forscher die Ergebnisse reproduzieren und validieren können. Dazu gehört eine klare Erläuterung der Datenquellen, Methoden, Algorithmen und Systemarchitekturen, insbesondere wenn Simulationen, KI-Modelle oder industrielle Systeme zum Einsatz kommen.

Die Autoren sollten sicherstellen, dass die Daten korrekt dargestellt werden und die gezogenen Schlussfolgerungen durch Belege gestützt werden. Gegebenenfalls sollten die Autoren bereit sein, ihre zugrunde liegenden Daten aufzubewahren und weiterzugeben, um die redaktionelle Überprüfung zu unterstützen oder Anforderungen an offene Daten zu erfüllen. Die falsche Darstellung von Ergebnissen, Fälschungen oder die absichtliche Auslassung wichtiger Informationen gelten als unethisch und werden nicht toleriert.

Originalität, Plagiate und Zitierethik

Eingereichte Manuskripte müssen originär sein und dürfen nicht bereits an anderer Stelle veröffentlicht oder bei einer anderen Zeitschrift zur Veröffentlichung eingereicht worden sein. Die Autoren sind dafür verantwortlich, dass alle Inhalte, einschließlich Text, Abbildungen und Daten, entweder originär sind oder ordnungsgemäß zitiert werden. Bei Verwendung bereits veröffentlichter Materialien müssen die entsprechenden Genehmigungen eingeholt werden.

Plagiate in jeglicher Form, einschließlich ungedeckter Paraphrasierungen oder der Verwendung von Ergebnissen anderer Forscher, sind inakzeptabel und führen zur Ablehnung. Selbstzitate sollten sparsam und nur dann verwendet werden, wenn sie für die Arbeit direkt relevant sind. Zitate sollten ausgewogen, genau und relevant sein und den breiteren wissenschaftlichen Kontext widerspiegeln. Die Manipulation von Zitaten, einschließlich der übermäßigen Zitierung der eigenen Arbeit oder der abgestimmten Zitierung zwischen Gruppen, untergräbt die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit und ist nicht zulässig.

Urheberschaft und gemeinschaftliche Verantwortung

Die Urheberschaft sollte wesentliche wissenschaftliche Beiträge widerspiegeln. Nur diejenigen, die einen wesentlichen Beitrag zur Konzeption, Gestaltung, Durchführung oder Interpretation der Studie geleistet haben, sollten als Autoren aufgeführt werden. Personen, die zu bestimmten Aspekten beigetragen haben, wie z. B. technische Unterstützung oder redaktionelle Unterstützung, sollten erwähnt, aber nicht als Autoren aufgeführt werden.

Der korrespondierende Autor ist dafür verantwortlich, dass alle Mitautoren die endgültige Fassung geprüft und genehmigt haben, auch wenn die Zeitschrift keine formelle schriftliche Genehmigung jedes Mitwirkenden verlangt. Änderungen der Urheberschaft nach der Einreichung werden nicht empfohlen und nur in Ausnahmefällen mit Zustimmung aller Autoren und nach redaktioneller Genehmigung berücksichtigt.

Ethik in der Forschung mit Daten von Menschen, Tieren und aus der Industrie

Die Autoren müssen sicherstellen, dass ihre Forschung allen relevanten rechtlichen, institutionellen und ethischen Richtlinien entspricht. Bei Studien mit menschlichen Probanden – wie Usability-Tests, Studien am industriellen Arbeitsplatz oder Verhaltensanalysen – müssen die Autoren eine Erklärung über die ethische Genehmigung und die Bestätigung der Einwilligung nach Aufklärung beifügen.

Bei Forschungen mit Tieren müssen internationale Standards wie die ARRIVE-Richtlinien oder regionale Äquivalente eingehalten werden. Bei Forschungen mit Industriedaten muss die Vertraulichkeit der Daten und eine angemessene Anonymisierung gewährleistet sein, und es muss eine Genehmigung der relevanten Interessengruppen vorliegen.

Mögliche Gefahren, sei es chemischer, mechanischer oder digitaler Art (z. B. Auswirkungen auf die Cybersicherheit), müssen im Manuskript klar offengelegt werden. Bei klinischen oder menschenzentrierten Studien müssen die Autoren die Einhaltung ethischer Standards wie der Declaration of Helsinki bestätigen.

Verantwortungsvoller Umgang mit Technologie, generativer KI und Bildintegrität

Da die Forschung im Bereich Industrie 4.0 häufig digitale Tools einbezieht, müssen Autoren jede Verwendung generativer KI-Technologien bei der Erstellung von Texten, Abbildungen oder anderen Inhalten offenlegen. Obwohl solche Tools den Schreibprozess unterstützen können, kann KI nicht als Autor genannt werden. Alle von KI generierten Inhalte müssen von einem menschlichen Autor sorgfältig geprüft und verifiziert werden.

Autoren dürfen Abbildungen oder Bilder nicht so manipulieren, dass Daten oder Ergebnisse falsch dargestellt werden. Grundlegende Anpassungen zur Verbesserung der Klarheit – wie Kontrast oder Helligkeit – sind nur zulässig, wenn sie die ursprünglichen Informationen nicht verschleiern. Die Einreichung von originalen, unveränderten Bildern kann als ergänzendes Material oder während des Peer-Review-Verfahrens erforderlich sein.

Digitale Darstellungen, wie Visualisierungen von intelligenten Fabriken, digitalen Zwillingen oder vernetzten Systemen, müssen genau und wahrheitsgemäß sein. Irreführende Änderungen oder gefälschte Darstellungen werden als wissenschaftliches Fehlverhalten behandelt.

Veröffentlichungsverhalten, Interessenkonflikte und Verpflichtungen nach der Veröffentlichung

Autoren müssen Doppelveröffentlichungen und redundante Veröffentlichungen vermeiden. Manuskripte, die im Wesentlichen ähnliche Inhalte beschreiben, sollten nicht bei mehr als einer Zeitschrift eingereicht werden. Die sekundäre Veröffentlichung von Inhalten, wie z. B. übersetzte Artikel oder erweiterte Versionen von Konferenzbeiträgen, ist nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Redaktion und unter ordnungsgemäßer Angabe der Originalquelle zulässig.

Alle Autoren sind verpflichtet, alle finanziellen, institutionellen oder persönlichen Beziehungen offenzulegen, die ihre Arbeit beeinflussen könnten. Dazu gehören unter anderem Beschäftigungsverhältnisse, Beratungsaufträge, Aktienbesitz, Honorare, Patentbesitz oder Forschungsstipendien. Die Rolle von Sponsoren im Forschungsprozess muss ebenfalls transparent offengelegt werden. Wenn die Sponsoren nicht beteiligt waren, ist dies ebenfalls anzugeben.

Sollten nach der Veröffentlichung Fehler oder Ungenauigkeiten festgestellt werden, ist der Autor verpflichtet, die Redaktion unverzüglich zu benachrichtigen und bei der Veröffentlichung einer Korrektur oder Rücknahme mitzuwirken. Redakteure und Gutachter sind ebenfalls zur Vertraulichkeit während des gesamten Begutachtungsprozesses verpflichtet und dürfen unveröffentlichtes Material nicht zu persönlichen oder beruflichen Zwecken verwenden.

Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten

Wir verpflichten uns zur Einhaltung höchster Standards der wissenschaftlichen Integrität. Unser Redaktionsteam ergreift aktive Maßnahmen, um Fehlverhalten wie Plagiate, Manipulation von Zitaten und Fälschung von Daten zu verhindern und zu ahnden. Sollten glaubwürdige Vorwürfe in Bezug auf eine veröffentlichte Arbeit erhoben werden, befolgen wir die Richtlinien des COPE (Committee on Publication Ethics) oder gleichwertige Rahmenwerke, um eine angemessene Lösung zu gewährleisten.

Korrekturen nach der Veröffentlichung

Autoren können nach der Veröffentlichung einen Korrekturantrag stellen. Vorschläge werden von der Redaktion geprüft und können abgelehnt werden, wenn sie als geringfügig angesehen werden. Korrekturen können nur für ePapers, Artikel-PDFs und die Online-Version eines Artikels vorgenommen werden. Industry 4.0 Science veröffentlicht streng genommen keine Beiträge, die nicht von mindestens einem Mitglied des Autorenteams offiziell genehmigt wurden.