Trends

Anforderungsanalyse für Prädiktive Analytik im SCM

Anforderungsanalyse für Prädiktive Analytik im SCM

Entscheidungshilfe für Forschung und Praxis
Iris Hausladen ORCID Icon, ABM Ali Hasanat
Prädiktive Analytik eröffnet zahlreiche Möglichkeiten zur Verbesserung der Entscheidungsfindung in vielfältigen Bereichen, wie z. B. dem Supply Chain Management (SCM). Die vollständige Ausschöpfung des Potenzials ist jedoch an eine optimale Vorabidentifikation der entsprechenden Anforderungen gebunden. Der vorliegende Beitrag beschreibt ein strukturiertes Konzept, das durch das komplexe und interdisziplinäre Unterfangen der Bedarfsanalyse für Prädiktive Analytik im SCM leitet. Aufgrund des generischen Charakters des entwickelten Ansatzes kann dieser für nahezu jeden Anwendungsfall in der Praxis eingesetzt werden und bietet die Möglichkeit bei Bedarf erweitert bzw. angepasst zu werden.
Industry 4.0 Science | 41. Jahrgang | 2025 | Ausgabe 4 | Seite 86-92
Digitale Zwillinge in Produktion und Logistik erleben

Digitale Zwillinge in Produktion und Logistik erleben

Die fischertechnik® Lernfabrik 4.0 als Entwicklungsplattform für mögliche Ausbaustufen
Deike Gliem ORCID Icon, Sigrid Wenzel ORCID Icon, Jan Schickram, Tareq Albeesh
Die fischertechnik® Lernfabrik 4.0 hat sich als geeignete Experimentierumgebung zur Erprobung Digitaler Zwillinge erwiesen. Abhängig vom angestrebten Reifegrad reichen die Funktionen eines Digitalen Zwillings von der reinen Zustandsüberwachung über Prognosen bis hin zur operativen Steuerung von Produktions- und Logistiksystemen. Zur systematischen Einordnung dieser Funktionen wird in diesem Beitrag ein Reifegradmodell vorgestellt, das als Orientierungsrahmen für den Aufbau eines Digitalen Zwillings dient. Darauf aufbauend werden ausgewählte Anwendungsfälle in einer Test- und Entwicklungsumgebung umgesetzt, die auf einer Systemarchitektur mit mehrstufiger Schichtlogik basiert. Anhand erster Umsetzungen werden Einsatzzwecke, relevante Methoden sowie typische Herausforderungen und Potenziale für den Transfer in reale Fabrikumgebungen aufgezeigt.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 2 | Seite 30-37 | DOI 10.30844/I4SD.26.2.30
I4S 1/2026: Angewandte KI-Ethik am Arbeitsplatz

I4S 1/2026: Angewandte KI-Ethik am Arbeitsplatz

Eine gemeinsame Verantwortung – von der Radiologie und Sprachtherapie bis zur Montage
KI-Ethik am Arbeitsplatz liegt nicht allein in der Verantwortung von Unternehmen, sondern erfordert das bewusste Handeln von Individuen – ob Entwicklerin oder Nutzer, Führungskraft oder Mitarbeiter. Zentrale Themen drehen sich um ethische KI-Kompetenzen sowie Fragen von Governance und Arbeitnehmervertretung. Wie wird sich die Arbeitswelt von Radiologie und Sprachtherapie bis zu Montage und Qualitätskontrolle verändern?
Einsatz von kollaborationsfähigen Robotern in Produktionsumgebungen

Einsatz von kollaborationsfähigen Robotern in Produktionsumgebungen

Mitarbeiterqualifikation und Akzeptanz für die Mensch-Maschine-Interaktion
Tobias Wienzek, Mathias Cuypers ORCID Icon
Die Einführung neuer Technologien stellt insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) eine große Herausforderung dar. Gleichzeitig müssen sich KMU dieser Herausforderung stellen, um technologisch und wirtschaftlich Schritt halten zu können. Hierbei stellt die Akzeptanz der Beschäftigten eine wichtige Größe dar, wenn Technologieeinführung und dauerhafte Nutzung erfolgreich sein sollen. Zentralen Einfluss auf die Schaffung von Akzeptanz gegenüber diesen neuen Technologien hat der Einführungsprozess. Anhand der Implementierung kollaborationsfähiger Robotik wird dieser Einführungsprozess beispielhaft aufgearbeitet, um die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Akzeptanz der Beschäftigten und die Bedeutung von Trainingsmaßnahmen herauszuarbeiten. Der Beitrag macht deutlich, wie der Einführungsprozess und die Qualifikation der Beschäftigten dabei nahtlos ineinandergreifen und sich gegenseitig beeinflussen.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 2 | Seite 14-21 | DOI 10.30844/I4SD.26.2.14
I4S 2/2026: Lernfabriken

I4S 2/2026: Lernfabriken

Motoren der Forschung – Lernumgebungen für die Industrie 4.0
Lernfabriken haben sich in den letzten Jahren zu zentralen Experimentierumgebungen im Kontext der vierten industriellen Revolution entwickelt. Neben ihrer Rolle als Ausbildungsstätten für Fachkräfte fungieren sie auch als Reallabore für die Wissenschaft. Diese Ausgabe von Industry 4.0 Science untersucht Lernfabriken als Einführungsorte neuer Ansätze und Technologien – ob digitale Assistenten, Cobots, Serious Gaming oder Digitale Zwillinge.
Individualisierte Organe aus dem Weltall

Individualisierte Organe aus dem Weltall

Wie die Schwerelosigkeit Menschenleben verändern könnte
Der Weltraum bietet enorme Chancen für die Produktion. Denn die Mikrogravitation im erdnahen Orbit verändert die Randbedingungen für biologische Prozesse grundlegend. Im Zusammenspiel mit Stammzelltechnologie und 3D-Bioprinting öffnen sich neue technologische Chancen für die Transplantationsmedizin. Doch wenn Europa im Bereich Space Biotech und Produktion im All nicht nur Nutzer, sondern gestaltender Akteur sein möchte, sind gezielte Maßnahmen erforderlich.

Events

SAMS Nordic 2026 – Optimize Your Software Spend!
Start 11.06.2026 - Ende 12.06.2026

SAMS Nordic 2026 – Optimize Your Software Spend!

Nordic's top event for SAM, ITAM & cloud cost control.
SAMS Nordic is the leading Software Asset Management conference in the Nordics. It focuses on license management, audit readiness, SaaS and cloud cost control, and automation in SAM. Gain practical insights into how enterprises manage software efficiently, ensure compliance, and increase transparency across complex IT environments.
IT Procurement & Sourcing Summit Nordic – Master IT Sourcing!
Start 11.06.2026 - Ende 12.06.2026

IT Procurement & Sourcing Summit Nordic – Master IT Sourcing!

Leading IT procurement & vendor management strategies.
The IT Procurement & Sourcing Summit Nordic is a leading conference for strategic IT procurement in the Nordic region. It focuses on modern sourcing strategies, vendor and contract management, negotiation models, cost optimization, and managing cloud and SaaS providers. Gain practical insights and exchange with senior procurement and IT leaders.
BPM Summit Europe – Future of Process Automation!
Start 22.06.2026 - Ende 23.06.2026

BPM Summit Europe – Future of Process Automation!

Redefining BPM with AI & automation technologies.
The BPM Summit Europe is a leading conference for Business Process Management, process automation, and operational excellence. It focuses on end-to-end process optimization, process mining, low-code/no-code platforms, AI-driven automation, and governance at scale. Gain practical insights into how organizations transform processes to drive measurable business impact.
OpeX Reloaded Europe 2026
Start 22.06.2026 - Ende 23.06.2026

OpeX Reloaded Europe 2026

Accelerate Performance – Maximize ROI – Deliver Excellence
OPEX Reloaded Europe is a leading conference for operational excellence and performance-driven transformation. It focuses on continuous improvement, execution excellence, leadership, and scaling operational capabilities across complex organizations. Gain practical insights into how companies turn OPEX principles into measurable, sustainable business results.

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Open-Source Implementierung des Industrial Metaverse

Open-Source Implementierung des Industrial Metaverse

Anwendungsbericht und Best-Practice
Henning Strauß ORCID Icon, Tim Johannsen
Die digitale Transformation von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im produzierenden Gewerbe wird bei der Umsetzung von Industrial Metaverse-Lösungen durch Vendor Lock-in, hohe Cloud-Kosten und hohe Anforderungen an die Datensouveränität erschwert. Obwohl das Industrial Metaverse als Schlüsselkonzept der Industrie 5.0 zunehmend an Bedeutung gewinnt, sind KMU bei der Nutzung proprietärer Lösungen häufig benachteiligt. Der Beitrag zeigt, wie Industrial Metaverse-Anwendungen durch die Kombination bewährter Kommunikationsstandards mit offenen Webtechnologien realisiert und somit Hemmnisse reduziert werden können. Dadurch werden immersive Anwendungen für Schulung, Wartung und Monitoring auch in KMU umsetzbar. Anhand eines Open-Source-basierten Prototyps als Best-Practice-Implementierung wird verdeutlicht, wie das Industrial Metaverse technologisch und wirtschaftlich für KMU zugänglich gemacht werden kann.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 68-73
Flächenbewertung für flexible Intralogistik im Brownfield

Flächenbewertung für flexible Intralogistik im Brownfield

Innovative Entscheidungsunterstützung in der Praxis
Jolanda Schierbaum, Carsten Feldmann, Lars Renhof
Flächenplanung in der Intralogistik ist aufgrund des dynamischen Umfelds keine einmalige Aufgabe, sondern ein wiederkehrender Entscheidungsprozess mit vielen Restriktionen bestehender Infrastruktur. Dabei werden Entscheidungen oft auf Basis unsicherer Daten getroffen, so dass das Risiko von Fehlentscheidungen und ineffizienten Flächennutzungen hoch ist. Dieser Beitrag stellt ein praxisorientiertes Vorgehensmodell für die Flächenbewertung im Brownfield vor: Es erhöht die Standardisierung und Konsistenz der Flächenbewertung und fördert Best Practices bei allen Beteiligten. Systematische Entscheidungen unterstützen eine optimierte Planung und Zuweisung von Ressourcen, so dass Risiken und kostspielige Fehler während der Implementierung vermieden werden. Die Demonstration des Vorgehensmodells erfolgt anhand einer Fallstudie bei einem Nutzfahrzeughersteller.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 124-133
Serious Games als Trainingsinstrument

Serious Games als Trainingsinstrument

Spielmechanische Gestaltung zur Förderung Resilienz
Annika Lange ORCID Icon, Thomas Knothe ORCID Icon
Unvorhergesehene Ereignisse fordern produzierende Unternehmen zunehmend heraus. Resilienz zur Bewältigung von Krisen wird dabei zur Schlüsselkompetenz. Durch Serious Games (SG) kann Resilienz Aufbau transparenter werden. Der folgende Beitrag leitet spezifische Anforderungen an SG aus den einzelnen Resilienzphasen ab und zeigt, wie diese spielmechanisch umgesetzt werden können, um so Resilienz effektiv zu trainieren.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 2 | Seite 98-104
MAKI – Ein digitaler Assistent für praxisbasiertes Lernen

MAKI – Ein digitaler Assistent für praxisbasiertes Lernen

Warum jede Fabrik eine Lernfabrik ist
Olaf Resch ORCID Icon
Digitale Assistenten ermöglichen es, akademische Lehre in jeder Fabrik durchzuführen. Dazu müssen die Interessen aller Stakeholder beachtet werden. Die Fabrik will ihre Mitarbeiter schnell produktiv einsetzen, die Lernende wollen ein positives Lernerlebnis erfahren und die akademische Seite will ihre abstrakten Konzepte sinnvoll illustrieren. Das gelingt nur bei einem durchdachten pädagogischen Konzept und einer funktionierenden Technik.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 2 | Seite 70-77
Durchführung von Experimenten in hybriden Lernfabriken

Durchführung von Experimenten in hybriden Lernfabriken

Das Beispiel des InTraLab Potsdam
Die industrielle Produktion durchläuft durch Digitalisierung, Automatisierung und cyberphysische Systeme einen raschen Wandel, der neue Kompetenzanforderungen an die Beschäftigten stellt. Lernfabriken bieten Erfahrungsräume zur Entwicklung dieser Kompetenzen. Dieser Artikel stellt das Industrial Transformation Lab (InTraLab) als hybride Lernfabrik vor, die physische Demonstratoren und digitale Simulationen kombiniert.
Lernfabriken für die Zukunft der Fertigung in Brasilien

Lernfabriken für die Zukunft der Fertigung in Brasilien

Förderung der Industrie durch Technologie und Kompetenzentwicklung
Fertigungsunternehmen in Entwicklungsländern stehen vor der Herausforderung, Produktivitätslücken zu schließen und gleichzeitig Industrie-4.0-Technologien einzuführen. Lernfabriken sind ein hilfreicher Ansatz, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Ein Beispiel hierfür ist die Lernfabrik „Fábrica do Futuro“ in São Paulo, Brasilien, die Studierende einbindet, die Kompetenzentwicklung fördert und mit der Industrie in der angewandten Forschung zusammenarbeitet.

Aktuelles Heft

OPEN ACCESS

Entwicklung von Virtual Reality im Bildungsbereich

Entwicklung von Virtual Reality im Bildungsbereich

Effizienz, inhaltliche Relevanz und Skalierbarkeit
Stella Kanatouri ORCID Icon, Oliver Sosna ORCID Icon, Alexander Kulik, Sina C. Truckenbrodt ORCID Icon, Friederike Klan ORCID Icon, Christian Erfurth ORCID Icon
Während Virtual Reality das praxisorientierte Lernen erleichtern kann, steht ihre Entwicklung vor Hindernissen: hohe Kosten, hoher Zeitaufwand oder die Herausforderungen hinsichtlich ihrer Skalierbarkeit. Dieser Artikel stellt zwei Fallstudien vor, die Strategien zur Überwindung solcher Hindernisse bei der Ausbildung der nächsten Generation von Fachkräften im Bereich Umwelttechnologien veranschaulichen. Durch die Untersuchung von Ansätzen zur Rationalisierung der Entwicklung sowie zur Steigerung der Relevanz und Skalierbarkeit von Inhalten werden Erkenntnisse für die zukünftige Praxis gewonnen. Abschließend wird eine Zukunftsvision entworfen, in der Bildungseinrichtungen flexibel und kosteneffizient Virtual-Reality-Prototypen in Lernkontexten entwickeln können, um die Übereinstimmung mit den Lehrplanzielen und den Bedürfnissen der Lernenden sicherzustellen.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 26-34 | DOI 10.30844/I4SD.26.3.3
Immersive Digitale Zwillinge des Menschen in Industrie 4.0

Immersive Digitale Zwillinge des Menschen in Industrie 4.0

Integration physischer und kognitiver Zustände für die adaptive Produktion
Tajbeed A. Chowdhury ORCID Icon, Eric Wagner ORCID Icon, Paul Motzki ORCID Icon, Martina Lehser ORCID Icon
Der rasante Fortschritt immersiver Technologien eröffnet neue Möglichkeiten für die Mensch-Maschine-Interaktion in der Industrie. Dieser Beitrag stellt eine immersive Plattform für menschliche Digitale Zwillinge vor, die physische und kognitive Zustände in einem integrierten Modell vereint. Durch die Kombination multimodaler Sensorik, menschlicher Biomechanik, Künstlicher Intelligenz und Simulation verbessert das System Sicherheit, Ergonomie und Produktivität in der menschenzentrierten Produktion. Der Beitrag argumentiert, warum menschliche Digitale Zwillinge zu einem zentralen Baustein adaptiver Produktionssysteme werden könnten, diskutiert bestehende Grenzen der Modellierung des Menschen und skizziert industrielle Anwendungspotenziale in den Bereichen Sicherheit, Nachhaltigkeit, Ergonomie und Produktivität.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 6-13 | DOI 10.30844/I4SD.26.3.1
Industrielle Anwendung immersiver Technologien

Industrielle Anwendung immersiver Technologien

XR-Lösungen für Schulung, Einweisung, Konstruktionsprüfung und Montageplanung
Andreas Straube ORCID Icon, Faikar Zakky Haidar ORCID Icon, Matheus Lenzi dos Santos ORCID Icon, Kussai AI Jairoud ORCID Icon, Eduardo Koscianski ORCID Icon
In den letzten Jahren haben die sinkenden Kosten und die verbesserte Benutzerfreundlichkeit von immersiver Hardware und Software Extended Reality (XR) für industrielle Anwendungen zunehmend attraktiv gemacht. Standalone-Systeme mit Inside-Out-Tracking und kamerabasiertem Pass-Through ermöglichen zugängliche Mixed-Reality-Lösungen (MR). Gleichzeitig ermöglichen neue No-Code-Softwareplattformen Ingenieuren die Erstellung von XR-Umgebungen ohne Programmierkenntnisse, was die Verbreitung in Produktionsumgebungen fördert. Dieser Beitrag untersucht wichtige industrielle Anwendungsbereiche immersiver Technologien anhand ausgewählter, kommerziell verfügbarer XR-Softwarelösungen für Produkt- und Prozessschulungen, räumliche Anleitungen und Leitfäden, kollaborative Konstruktionsprüfungen sowie Montage- und Produktionsplanung.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 38-47 | DOI 10.30844/I4SD.26.3.4
Digitale Zwillinge zur Emissionsreduktion

Digitale Zwillinge zur Emissionsreduktion

Ex-ante Fallstudie an einem Pumpenprüfstand in der industriellen Produktion
Felix Bischoff, Ingela Tietze ORCID Icon, Peter Hertweck, Nina van Hasz
Digitale Zwillinge werden häufig als vielversprechender Hebel zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen (THG-Emissionen) in der industriellen Produktion diskutiert, belastbare empirische Nachweise zu ihrem tatsächlichen Nutzen unter Praxisbedingungen fehlen jedoch weitgehend. In dieser Fallstudie werden die Emissionseinsparpotenziale eines Digitalen Zwillings als konzeptionell beschriebenes Zielsystems am Beispiel eines Prüfstands für Hydraulikpumpen ex-ante quantifiziert. Hierzu werden die THG-Emissionen des ursprünglichen Prüfplans für das Jahr 2025 auf Basis real gemessener Energieverbräuche der geprüften Pumpen und zeitlich aufgelöster Emissionsintensitäten des Strombezugs ermittelt. Anschließend erfolgt eine regelbasierte Umplanung, bei der energieintensive Prüfprozesse in emissionsärmere Zeitintervalle verlagert werden. Die Umplanung berücksichtigt dabei betriebliche Praxisrestriktionen. Prozesse und Anlagen werden nicht verändert. Das Einsparpotenzial wird ...
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 16-24 | DOI 10.30844/I4SD.26.3.2
Serious Gaming und die Energiewende

Serious Gaming und die Energiewende

Kollaborativ Wissen erzeugen und interaktiv komplexe Zusammenhänge begreifen
Janine Gondolf ORCID Icon, Gert Mehlmann, Jörn Hartung, Bernd Schweinshaut, Anne Bauer
Die Vermittlung der Komplexität und Vielschichtigkeit der Energiewende an ein breites Publikum ist eine Herausforderung. Dieser Beitrag zeigt auf, wie interaktive Serious Games auf einem Multitouch-Tisch dazu beitragen können, Zusammenhänge erfahrbar und begreifbar zu machen. Spiele und Tisch wurden in verschiedenen Gesprächskontexten eingesetzt. Diese werden hier in drei Fallvignetten dargestellt, die auf teilnehmender Beobachtung der unterschiedlichen Einsätze, situierter und gemeinsamer Reflexion basieren. Die Vignetten zeigen, wie Interaktion epistemische Prozesse anstoßen, Perspektivwechsel ermöglichen und kollektives Denken fördern kann, das für gesamtgesellschaftliche Zukunftsgestaltung notwendig ist.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 2 | Seite 62-69 | DOI 10.30844/I4SD.26.2.62
Wandel in einer Lernfabrik für die zerspanende Fertigung

Wandel in einer Lernfabrik für die zerspanende Fertigung

Ein Lernmodul zur Kompetenzförderung für eine nachhaltigkeitsorientierte Transformation
Oskay Ozen ORCID Icon, Victoria Breidling ORCID Icon, Stefan Seyfried ORCID Icon, Matthias Weigold ORCID Icon
Nachhaltigkeitsfördernde Transformationsprozesse sind in allen Sektoren notwendig, wenn wir innerhalb der planetarischen Grenzen bleiben wollen. Dies gilt auch für den Industriesektor als bedeutender Emittent von Treibhausgasen. Mitarbeiter benötigen neue Kompetenzen, um diese komplexe Aufgabe der industriellen Transformation zu bewältigen. Diese reichen von der CO2-Äquivalenzbilanzierung bis zur Entwicklung und Bewertung von Transformationsszenarien einschließlich technischer Maßnahmen. Das hier entwickelte Lernmodul greift diese Kompetenzanforderungen auf und zeigt am Beispiel der ETA-Fabrik, wie ein kompetenzorientiertes Lernmodul für die industrielle Transformation aufgebaut sein kann. Es umfasst im Wesentlichen vier Phasen: Datenerhebung und CO2-Äquivalenzbilanzierung, Ursachenanalyse, Maßnahmenentwicklung und Maßnahmenbewertung.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 2 | Seite 38-47 | DOI 10.30844/I4SD.26.2.38
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