Trends

Kollegin KI?

Kollegin KI?

Kompetenzanforderungen und -vermittlung bei KI-Nutzung in der Industrie
Swetlana Franken ORCID Icon
Künstliche Intelligenz verändert Aufgaben, Rollen und Kompetenzen in (Industrie‑)Unternehmen grundlegend. Sie agiert zunehmend als Kollegin, die Entscheidungen vorbereitet, Prozesse unterstützt und mit Menschen interagiert. Der Beitrag beleuchtet zentrale Kompetenzanforderungen für die KI-Nutzung in der Industrie, stellt ein integriertes Kompetenzmodell vor und zeigt praxisnahe Strategien zur Kompetenzvermittlung auf. Ziel ist es, Unternehmen und Beschäftigte auf eine menschengerechte, kompetenzorientierte Implementierung von KI vorzubereiten, die technologische Effizienz mit menschlicher Kreativität und Urteilskraft verbindet.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 2 | Seite 78-86
I4S 4/2026: Dynamiken digital vernetzter Wertschöpfungssysteme (DynaVer)

I4S 4/2026: Dynamiken digital vernetzter Wertschöpfungssysteme (DynaVer)

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile – digitale Ökosysteme gemeinsam erforschen
Digitale Plattformen und Datenräume verändern die industrielle Wertschöpfung und schaffen neue Möglichkeiten für unternehmensübergreifende Zusammenarbeit. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an Datensouveränität, Sicherheit und Governance. Diese Ausgabe von Industry 4.0 Science gibt Einblicke in das Forschungsprogramm DynaVer, in dem 15 interdisziplinäre Projekte die Dynamiken digital vernetzter Wertschöpfungssysteme untersuchen.
KI-gestützte Bauzustandsprüfung von Großstrukturen

KI-gestützte Bauzustandsprüfung von Großstrukturen

Ein neuer Ansatz für die Bauzustandskontrolle
Jan Sender ORCID Icon, Konrad Jagusch ORCID Icon, Michael Geist ORCID Icon, David Jericho ORCID Icon, Christian Scharr ORCID Icon
Die Überprüfung des Baufortschritts, wie sie die Unikatfertigung großer Strukturen erfordert, ist aufgrund der hohen Komplexität und Individualität sehr zeit- und personalintensiv. Ziel dieses Beitrags ist die Entwicklung eines sensorbasierten Ansatzes zur Erfassung und Auswertung mehrerer Prüfmerkmale. Der Einsatz lernbasierter Modelle zur Detektion von Objekten und Ableitung relevanter Informationen bildet die Basis für die Verknüpfung von Zustand und Ablaufplan. Dies ermöglicht eine signifikante Effizienzsteigerung bei der Bauzustandskontrolle und eine fundierte Fortschrittsbewertung.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 78-84 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.9
Inklusive Arbeitssystemgestaltung

Inklusive Arbeitssystemgestaltung

Perspektiven für Automatisierung, Standardisierung und Kontextadaptivität
Sebastian Schlund ORCID Icon
Die Gestaltung inklusiver Arbeitssysteme gewinnt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der zunehmenden digitalen Durchdringung von Wertschöpfungsprozessen an Bedeutung. Während klassische ergonomische Ansätze primär auf der Perzentillogik basieren und damit nur einen Teil der Nutzerpopulation adressieren, eröffnet die Integration digitaler Technologien neue Möglichkeiten zur dynamischen und individuellen Anpassung von Arbeitssystemen. Der vorliegende Beitrag stellt einen konzeptionellen Handlungsrahmen für inklusive Arbeitssystemgestaltung vor, der die Dimensionen Standardisierung, Automatisierung und Kontextadaptivität integriert. Methodisch basiert der Beitrag auf einer konzeptionellen Analyse bestehender Ansätze aus Ergonomie und Human-Centered Design. Der Beitrag leistet einen theoretischen Beitrag zur Systematisierung inklusiver Arbeitssystemgestaltung und formuliert Gestaltungsbereiche für Forschung und industrielle Praxis.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 70-76 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.8
I4S 5/2026: Arbeitsorganisation und Kompetenzsicherung durch KI

I4S 5/2026: Arbeitsorganisation und Kompetenzsicherung durch KI

Wie wir industrielle Arbeits- und Organisationsprozesse mit KI resilienter machen
Künstliche Intelligenz verändert die Wissensarbeit. Diagnostik, Entscheidung und Optimierung werden zunehmend durch das Zusammenspiel von Mensch und KI geprägt. Damit wird KI-Kompetenz zum Wettbewerbsfaktor, wobei die fachliche Expertise als Grundlage industrieller Leistungsfähigkeit nicht verloren gehen darf. Diese Ausgabe beleuchtet die Potenziale von KI in der Produktion sowie Anforderungen an Kompetenzen des KI-basierten Wissensmanagements.
Dezentrale Koordination von AMR

Dezentrale Koordination von AMR

Ein Regelwerk für autonome mobile Roboter
Manuel Savadogo, Malte Stonis ORCID Icon, Peter Nyhuis ORCID Icon, Jürgen Hupp
Die zunehmende Automatisierung der Intralogistik erfordert flexible und resiliente Steuerungskonzepte für Autonome Mobile Roboter (AMR). Während zentrale Koordinationsansätze eine stringente Steuerung ermöglichen, stoßen sie hinsichtlich Skalierbarkeit und Robustheit schnell an Grenzen. In diesem Beitrag wird daher ein Regelwerk zur dezentralen Koordination von AMR im Rahmen des Projekts ORPHEUS vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt auf der Überführung bekannter dezentraler Entscheidungsprinzipien in eine für industrielle Materialflussszenarien konsistente Regelstruktur, die sowohl die operative Auftragsvergabe als auch sicherheitsrelevante Konfliktfälle adressiert. ORPHEUS leistet damit insbesondere einen Beitrag zur methodischen Strukturierung, Parametrierbarkeit und praktischen Übertragbarkeit dezentraler Koordinationslogiken.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 96-105

Events

Wie die VBG SAP und Immobilienmanagement verbindet
Start 10.11.2026 - Ende 10.11.2026

Wie die VBG SAP und Immobilienmanagement verbindet

Praxiswebinar: Mehr Transparenz für Immobilien-, Betriebs- und Finanzdaten
Wie lassen sich SAP, Immobilienmanagement und Finanzprozesse intelligent verbinden? Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG), einer der größten Träger der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland mit mehr als 1,7 Millionen Mitgliedsunternehmen, zeigt im Praxiswebinar, wie sie ihr Immobilien- und Facility Management modernisiert und in ihre SAP-Landschaft integriert.
Muss Ihr ERP bei jeder Änderung auf die Baustelle?
Start 19.11.2026 - Ende 19.11.2026

Muss Ihr ERP bei jeder Änderung auf die Baustelle?

Webinar | Wie ein digitaler Bauplan ERP-Wissen dauerhaft wandlungsfähig macht
Webinar 19.11.2026 um 14 Uhr: ERP-Systeme enthalten oft jahrzehntelang gewachsenes Wissen, doch größere Änderungen machen sie schnell zur Baustelle. Im Webinar ordnet Prof. Dr. Norbert Gronau ein, was wandlungsfähige ERP-Systeme heute auszeichnet. Tibor Michelisz zeigt, wie ein digitales Anwendungsmodell zum Bauplan dafür wird: Bewährtes bleibt erhalten, Änderungen werden einfacher und KI gezielt und kontrolliert integrierbar.
SPS – Smart Production Solutions 2026
Start 24.11.2026 - Ende 26.11.2026

SPS – Smart Production Solutions 2026

Intelligente Automatisierung beginnt hier – mit Industrial AI im Fokus.
Die SPS ist der Hotspot für smarte und digitale Automatisierung. Hier erleben Besucher neueste Technologien, praxisnahe Lösungen und visionäre Innovationen hautnah – ein inspirierender Blick in die Zukunft. Drei Tage voller Innovation und Austausch – mit einem klaren Fokus auf Industrial AI als Schlüssel zur Steigerung der Produktivität und Effizienz. Seien Sie dabei, wenn die Branche zusammenkommt und industrielle Automatisierung erlebbar wird!
Uniconta Kick-off für ERP-Vertriebspartner
Start 24.11.2026 - Ende 24.11.2026

Uniconta Kick-off für ERP-Vertriebspartner

Neue Geschäftschancen mit Cloud-ERP und dem Partnerprogramm First & Forward
Der ERP-Markt verändert sich – und eröffnet Systemhäusern neue Chancen. Beim Uniconta Kick-off in München erfahren potenzielle Vertriebspartner, wie sie mit einer modernen Cloud-ERP-Lösung ihr Portfolio erweitern, neue Kundengruppen erschließen und langfristig wiederkehrende Erlöse aufbauen können. Gleichzeitig startet das neue Partnerprogramm „First & Forward“.

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Industrie 4.0 – Fortschritt und Digitalisierung in der Schwebe

Industrie 4.0 – Fortschritt und Digitalisierung in der Schwebe

Status der nachhaltigen Transformation und Digitalisierung in der Produktionstechnik
Christian Donhauser ORCID Icon, Daniel Riepl
Digitalisierungsprojekte helfen dem Anwender, komplexe Prozesse einfacher und effizienter darzustellen. Allerdings gibt es viele Hemmnisse, welche die Umsetzung deutlich erschweren. Zurückhaltung bei der Umsetzung ist spürbar. Dies trifft unter anderem Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die durch das Warten oder Vermeiden ins ökonomische Abseits geraten können. Diese Beobachtungen lassen sich auf eine übergeordnete wissenschaftliche Leitfrage zurückführen: Welche Barrieren und systemischen Herausforderungen erschweren eine nachhaltige Transformation im Rahmen von Industrie 4.0, insbesondere unter Berücksichtigung menschlicher Arbeit in der Produktionstechnik? Welche Fragen stellen sich die betroffenen Akteure? Das wesentliche Ziel dieser langfristig ausgelegten Forschungsarbeit ist es, diese Fragen dezidiert und im Detail zu konkretisieren, um daraus ein konzeptionelles Fundament zu entwickeln, das Forschung, Lehre und technologische Entwicklung integriert und die Potenziale ...
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 56-60
KI-gestützte Beölungsstrategien beim Gewindeformen

KI-gestützte Beölungsstrategien beim Gewindeformen

Adaptive Sprühstrahlsteuerung zur Erhöhung von Prozesssicherheit und Werkzeugstandzeit
Reinhard Schmied, Marco Susic, Christian Donhauser ORCID Icon
Das Gewindeformen erfordert eine präzise Schmierstoffapplikation, da hohe Flächenpressungen und lokale Temperaturspitzen die Werkzeugbelastung erheblich beeinflussen. Aktuelle Sprüh- und Minimalmengenschmierungssysteme (MMS) weisen trotz etablierter Technik häufig Streuverluste, unzureichende Benetzung und instabile Tropfendynamik auf. Diese wissenschaftliche Betrachtung beinhaltet und untersucht einen integrativen Ansatz zur adaptiven Präzisionsbeölung beim Gewindeformen, der auf Computational Fluid Dynamics (CFD)-basierter Strömungsanalyse, experimenteller Validierung und Künstliche Intelligenz (KI)-gestützten Optimierungsverfahren basiert. Im Fokus stehen Tropfengröße, Strahlgeometrie, Düsenposition und Umgebungsströmung sowie deren Einfluss auf die Benetzungsintensität. Erste simulationsgestützteVoruntersuchungen zeigen das Potenzial einer datenbasierten Optimierung zur Reduktion von Benetzungsdefiziten und zur Auslegung künftiger Regelstrategien für eine ...
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 76-83
Manuelle Abläufe in der Automobilproduktion optimieren

Manuelle Abläufe in der Automobilproduktion optimieren

Bausteinbasierter Ansatz zur effizienten Erstellung von Arbeitssystemsimulationen
Barbara Brockmann, Tobias Jurk, Beate Stoffels, Jochen Deuse ORCID Icon
Im produzierenden Gewerbe gewinnt die Integration digitaler Menschmodelle im Produktentstehungs- und Herstellungsprozess zunehmend an Bedeutung. Besonders in der Montage, die durch einen hohen Anteil manueller Tätigkeiten geprägt ist, ermöglichen Bewegungssimulationen eine realitätsnahe Abbildung menschlicher Arbeit und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur bewegungsökonomischen Bewertung, Prozessabsicherung und Effizienzsteigerung. Der breiten Anwendung in der Produktionsplanung stehen jedoch verschiedene Herausforderungen wie der hohe Initialaufwand zur Erstellung der Humansimulation als auch volatile Planungsbedingungen gegenüber. Dieser Beitrag stellt einen praxisorientierten Lösungsansatz aus der Automobilmontage vor, der eine aufwandsreduzierte Erstellung von Simulationen sowie deren frühzeitige und durchgängige Nutzung im Planungsprozess ermöglicht.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 48-55
Analyse der Anwendungspotenziale chinesischer Wissensplattformen

Analyse der Anwendungspotenziale chinesischer Wissensplattformen

Bedeutung digitaler Plattformen für Wissenstransfer in Forschung und Bildung
Yunhao Su, Martin Braun ORCID Icon
Wissen ist eine treibende Kraft der Innovation. Um Wissensbestände zu transferieren, werden vermehrt digitale Wissensplattformen eingesetzt. Die VR China nimmt eine weltweit führende Position im Feld der Digitalisierung ein. Im chinesischen Wissenstransfer- und Innovationssystem kommt digitalen Wissensplattformen eine zentrale Rolle zu. Diese Studie strukturiert theoretische Konzepte des Wissenstransfers und ergänzt diese durch empirische Befunde zur (Weiter-) Entwicklung einschlägiger Wissensplattformen. Untersucht wird der Einfluss spezifischer Gestaltungsmerkmale des Wissenstransfers auf die wahrgenommene Funktionalität und Qualität von digitalen Wissensplattformen. In einer Literaturrecherche werden sieben verdichtete Erfolgskriterien des Wissenstransfers ermittelt. Ferner werden neun führende chinesische Wissensplattformen hinsichtlich ihrer Transferlogik und Funktionsumfänge kategorisiert. Im Rahmen einer Online-Befragung beurteilten Probanden die plattformspezifischen ...
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 84-93
SmartBending: Inline-Messtechnik zur Prozesskorrektur

SmartBending: Inline-Messtechnik zur Prozesskorrektur

Inline-Prozessoptimierung zur Fehlerkorrektur beim Schwenkbiegen
Christian Donhauser ORCID Icon, Reinhard Schmied, Marco Susic
Schwenkbiegen ist ein etabliertes Umformverfahren, bei dem Materialverlust vermieden und Ressourcen effizient genutzt werden. Der Prozess erfordert jedoch aufwändige Optimierungen, die bisher stark vom Fachwissen der Bediener abhängen. Dies führt zu hohem Zeit- und Materialaufwand, da Optimierungsschritte iterativ erfolgen. Angesichts des Fachkräftemangels ist eine technologische Aufrüstung der Anlagen im Sinne von Industrie 4.0 notwendig. Im Rahmen eines Projekts wurden mittels intelligenter Sensorik kritische Einflussfaktoren erfasst, die Korrelationen zwischen Produktfehlern und Anlagenverformungen aufzeigen. Darauf basierend wurde eine Methodik entwickelt, die die Grundlage für eine Inline-Kompensation schafft, bei der die Anlage eigenständig Prozessparameter anpasst, um Produktfehler zu korrigieren und perspektivisch eine fehlerfreie Fertigung ab dem ersten Bauteil zu ermöglichen.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 134-141
Technologie und Architektur Digitaler Zwillinge

Technologie und Architektur Digitaler Zwillinge

Eine Synthese aus Konzept und Praxis
Arka Mukherjee ORCID Icon, Shibaji Chandra ORCID Icon
Digitale Zwillinge sind eine Schlüsseltechnologie der vierten industriellen Revolution, die physische Systeme mit ihren digitalen Entsprechungen verbindet, um intelligente, datengesteuerte Umgebungen zu schaffen. Dieser konzeptionell-praxisorientierte Beitrag untersucht, wie die Etablierung eines modernen Architektur-Frameworks für Digitale Zwillinge moderne Tech-Stacks wie IoT, Data Fabric, KI/ML, nahtlose Integration und Sicherheit auf Unternehmensniveau nutzt. Der Beitrag stützt sich auf Literatur führender Akteure in diesem Bereich. Er bietet eine vergleichende Studie verschiedener Anbieter, die den Lösungsstack in der vorgeschlagenen Architektur implementieren.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 114-122

Aktuelles Heft

OPEN ACCESS

Tacit Talk

Tacit Talk

Ein sprachbasiertes hybrides KI-System zur Erfassung von implizitem Instandhaltungswissen
Vincent Philipp Brandhoff ORCID Icon, Philipp Besinger, Joscha Zaremba ORCID Icon, Daniel Valtiner ORCID Icon, Michael Necemer ORCID Icon, Safa Omri ORCID Icon, Jens Neuhüttler ORCID Icon, Fazel Ansari ORCID Icon, Katharina Hölzle ORCID Icon
Das für die industrielle Instandhaltung erforderliche implizite Wissen ist durch den demografischen Wandel und die zunehmende Komplexität technischer Systeme zunehmend gefährdet. Dieser Beitrag stellt Tacit-TALK vor, ein sprachbasiertes System, das implizites Wissen mithilfe KI-gestützter Gespräche externalisiert. Gesprochene Eingaben werden transkribiert, mithilfe von Large Language Models (LLMs) analysiert und in einem Wissensgraphen gespeichert, der neue Erkenntnisse mit bereits vorhandenen Organisationsdaten verknüpft. Der Beitrag basiert auf einer Design-Science-Research-Methodik, der auf der soziotechnischen Theorie aufbaut und für die Instandhaltung in der Halbleiterindustrie instanziiert wurde. Daraus werden Gestaltungsprinzipien für die KI-gestützte Erfassung impliziten Wissens abgeleitet, die auf einer wertorientierten Einbindung von Stakeholdern beruhen. Zudem wird eine Referenzarchitektur vorgestellt, die Large Language Models mit Wissensgraphen kombiniert, und es ...
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 82-90 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.16
Interoperable Datenzugänge in der Karosserie-Serienfertigung

Interoperable Datenzugänge in der Karosserie-Serienfertigung

Deterministische Integration strukturierter Sollparameter in die taktgebundene Produktion
Tim Richter ORCID Icon, Robert Weidner ORCID Icon
KI kann Produktionsprozesse längst analysieren, doch warum gelingt es kaum, ihre Erkenntnisse ohne Umwege zurück in die Produktion zu bringen? In der automobilen Karosserie-Serienfertigung fehlt es hierfür weniger an Daten als an ganzheitlichen Integrationskonzepten in Richtung der Maschinen. Der Beitrag zeigt, warum bidirektional kommunikationsfähige Informationssysteme hierfür entscheidend sind und welche Gestaltungsprinzipien erforderlich sind, um KI-Ergebnisse künftig wirksam in den Produktionsablauf zu integrieren.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 34-42 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.4
Audioimmersives Lernen in der beruflichen Weiterbildung

Audioimmersives Lernen in der beruflichen Weiterbildung

Von linearer Audiowiedergabe zu KI-gestützten und dialogischen Lernbegleitern
Tim Beichter, Vanessa Hartmann, Katharina Hölzle ORCID Icon, Manuel Kaiser
Künstliche Intelligenz rückt vermehrt in den Fokus der beruflichen Weiterbildung zur Personalisierung der individuellen Lernreisen. Gleichzeitig sind Audioformate ein wünschenswertes Format der Lernenden, das zunehmendes Interesse erhält. Ein Konzept eines KI-gestützten Audioformates, sowie Potenziale des Zusammenspiels von künstlicher Intelligenz und Audio bleiben jedoch bislang unberücksichtigt und erfordern daher eine konzeptionelle Betrachtung über die möglichen Gestaltungsmöglichkeiten.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 102-108 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.12
Generative KI im betrieblichen Wissensmanagement

Generative KI im betrieblichen Wissensmanagement

KI-Kompetenz als Augmentierungsvoraussetzung
Uta Wilkens ORCID Icon, Valentin Langholf ORCID Icon, Niklas Obermann ORCID Icon
Generative Künstliche Intelligenz (GenAI) bietet neue Möglichkeiten für das betriebliche Wissensmanagement, insbesondere wenn es um Lernprozesse an der Schnittstelle zwischen explizitem, betriebsspezifischem und implizitem Wissen geht. Ihr Einsatz ist daher für Anwendungsfelder wie die industrielle Wartung von besonderem Interesse. Der Beitrag zeigt, gestützt auf eine Fallstudie im Maschinenbau, dass die augmentierende Wirkung des GenAI-Einsatzes für die Optimierung von Prozessen und die Entwicklung von Mitarbeitenden KI-Kompetenz erfordert und ein Nutzerverhalten voraussetzt, bei dem diese Kompetenz mit der fachlichen Expertise der Beschäftigten verzahnt wird.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 118-126 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.14
KI-gestützte Erkennung von Wissenstransfersituationen

KI-gestützte Erkennung von Wissenstransfersituationen

Ein adaptives Multi-Agenten-System für die agile Produktentwicklung im Ingenieurwesen
Georg David Ritterbusch ORCID Icon, Ravil Goetzke, Norbert Gronau ORCID Icon
Obwohl eine grundsätzliche Verbesserbarkeit von Wissenstransferprozessen in Arbeitsorganisationen bereits experimentell nachgewiesen werden konnte, fehlt bislang ein automatisierter Ansatz zur systematischen Erkennung von Mustern in komplexen, kontextabhängigen sowie domänenspezifischen Wissenstransfersituationen. In diesem konzeptionellen Beitrag werden daher Wissenstransfersituationen am realen Beispiel der Produktentwicklung im Ingenieurwesen untersucht und charakterisiert. Darüber hinaus wird ein Konzept für ein adaptives KI-basiertes Echtzeit-Multi-Agenten-System vorgestellt, das wiederkehrende Muster in Wissenstransfersituationen datenbasiert erkennt und kontextsensitive Interventionen zur Verbesserung des Wissenstransfers ermöglicht. Abschließend wird ein Ausblick auf KI-basierte Lernmechanismen (Reinforcement Learning) gegeben, mit denen Interventionen langfristig auf Grundlage ihrer Wirkung angepasst werden können.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 110-116 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.13
Vertikale Fabriken systematisch planen

Vertikale Fabriken systematisch planen

Entwicklung von Fabriktypen als Basis für eine intelligente Planungsunterstützung
Nikolaus Kremslehner ORCID Icon, Sebastian Schlund ORCID Icon, Wilfried Sihn
Vertikale Fabriken reduzieren den Flächenverbrauch und erschließen die Vorteile urbaner Produktion, ihre mehrgeschossige Struktur erhöht jedoch die Planungskomplexität erheblich. Um diese zu reduzieren, stellt dieser Beitrag eine Typologie vor, die bewährte Lösungsansätze für wiederkehrende Herausforderungen in Planung und Betrieb vertikaler Fabriken vereint. Relevante Merkmale wurden anhand realer Fallbeispiele untersucht und in einem morphologischen Rahmenwerk strukturiert. Dieses wurde zu Fabriktypen konsolidiert, die Orientierung für die Konzeptplanung bieten und als Grundlage für eine intelligente Planungsunterstützung dienen.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 68-76 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.6
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