Prozessmanagement

Modellierung und Analyse technologischer Ketten

Modellierung und Analyse technologischer Ketten

Ein neuer Ansatz zur effektiven Generierung von Technologiewissen
Knut Großmann, Hajo Wiemer, Michaela Helbig
Komplexer werdende Technologien in allen industriellen Bereichen erfordern zunehmend eine ganzheitliche Betrachtung der gesamten technologischen Prozessketten, die bisher meist als bereits erprobte und freigegebene technologische Abläufe abgebildet werden. Der Weg bis zu einem lauffähigen technologischen Prozess - von der Voruntersuchung bis zur Serie - wird nicht unterstützt. Dabei entsteht gerade in den technologisch orientierten F&E-Bereichen das Knowhow, was für eine reproduzierbare qualitätsgerechte Produktherstellung erforderlich ist. In diesem Beitrag werden methodische Ansätze für die technologisch orientierte Modellierung und Analyse von Prozessketten erläutert, mit denen operatives Technologiewissen effektiv generiert werden kann.
Industrie Management | 28. Jahrgang | 2012 | Ausgabe 4 | Seite 38-42
Strategische Planung von Prozessvarianten mittels Prozess-Roadmapping

Strategische Planung von Prozessvarianten mittels Prozess-Roadmapping

Christian Mieke
In Unternehmen setzt sich die Erkenntnis durch, dass eine originäre Fokussierung auf Produktinnovationen nicht hinreichend für langfristigen ökonomischen Erfolg sein wird. Prozesse und die dazugehörigen Prozesstechnologien versprechen oftmals nachhaltigere Wettbewerbsvorteile [1]. Deshalb fordern betriebliche Planer vermehrt handhabbare Instrumente für ein methodisch geleitetes Prozessinnovationsmanagement. Sie sollen die systematische, weit vorausschauende Planung von Prozessen und auch die methodische Ableitung und Bewertung von Prozessvarianten unterstützen. Das im Folgenden vorgestellte Instrument des Prozess-Roadmapping bildet ein Werkzeug für die strategische Planung von Prozessen in Unternehmen.
Industrie Management | 28. Jahrgang | 2012 | Ausgabe 4 | Seite 47-50
Struktur vs. Kreativität in Wikis

Struktur vs. Kreativität in Wikis

Wissensarbeit im Spannungsfeld von Kreativität und Prozessgrenzen durch strukturierte Wikis ermöglichen
Stefan Voigt
Strukturierte Wikis kombinieren die Vorteile der Web 2.0-Welt - Flexibilität, Nutzung der kollektiven Intelligenz, Selbstorganisation und Partizipation - mit der prozessorientierten Wissensarbeit. Dabei können diese Wikis Prozessstrukturen abbilden und komplexe Prozesse unterstützen. Mit Wikis als integrative Plattformen lässt sich also die Wissensarbeit in wissensintensiven, komplexen Prozessen unterstützen. Dabei müssen nicht korsettartige, enge Prozessgrenzen eingehalten werden, sondern es können kreative Spielräume, die die Technologie von „Hause aus“ mitbringt, Nutzen stiftend eingebracht werden. Dieser Beitrag zeigt die Unterschiede zwischen traditionellen und strukturierten Wikis am Beispiel des ICKEwiki auf.
Industrie Management | 28. Jahrgang | 2012 | Ausgabe 3 | Seite 70-74
Ortungsgestützte Steuerung von Qualitätssicherungsprozessen

Ortungsgestützte Steuerung von Qualitätssicherungsprozessen

Verbesserungspotenziale durch mehr Transparenz in der Automobilindustrie
Bernd Scholz-Reiter ORCID Icon, Dirk Werthmann, Dennis Lappe, Niklas Otterstedt
Qualitätssicherungsprozesse in der Automobilindustrie können zusätzliche Bearbeitungszeiten zur Folge haben, die stark schwanken können und im Vorfeld nur schwer zu planen sind. In den dafür verantwortlichen Nacharbeitsbereichen der Automobilhersteller erfolgt die Erfassung der Fahrzeugstandorte oftmals manuell. Dies führt dazu, dass die verfügbaren Informationen für eine effiziente Steuerung der Qualitätssicherungsprozesse häufig nicht ausreichend genau sind. Eine Möglichkeit die erforderlichen Informationen automatisch zu erzeugen, ist der Einsatz eines Radio Frequenz Identifikation (RFID) basierten Ortungssystems zur Fahrzeugverfolgung in den Nacharbeitsbereichen. In diesem Beitrag werden hierzu mögliche Potenziale RFID-basierter Ortungssysteme vorgestellt und Beispiele für die technische Umsetzung aufgezeigt.
Industrie Management | 28. Jahrgang | 2012 | Ausgabe 1 | Seite 22-26
Produktdatenversorgung

Produktdatenversorgung

Ein Prozess ohne Prozesseigner
Julian Schallow, Jürgen Sauser, Jochen Deuse ORCID Icon, Hermann Ferstl, Christian Lauks
Im Bereich des Produktionsbetriebs hat mit Einführung und Adaption des Toyota Produktionssystems in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Organisation insbesondere im Bereich der Serien- und Großserienfertigung bspw. im Automobilbau eine entscheidende Entwicklung genommen. Besonders deutlich wird diese Veränderung für die Funktion der Materialversorgung. Waren vor den einschneidenden, organisatorischen Veränderungen die Mitarbeiter in Fertigung und Montage überwiegend selbst für die Versorgung mit Material zuständig, übernimmt heute in den meisten Fällen die Logistik diese Funktion, was zu einer erheblich stärkeren Fokussierung der Fertigungs- und Montagemitarbeiter und -mitarbeiterinnen auf ihre Kerntätigkeiten führt. Die anfängliche Skepsis gegenüber der organisatorischen Veränderung im Bereich der Materialversorgung ist heutzutage der Gewissheit gewichen, ohne die Etablierung einer leistungsfähigen Logistik, speziell auch der internen Logistik, die ...
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 5 | Seite 31-36
Wissensmanagement für kleine und mittlere Unternehmen

Wissensmanagement für kleine und mittlere Unternehmen

Ein geschäftsprozessorientierter Ansatz
Stefan Wiesner, Marcus Seifert, Klaus-Dieter Thoben ORCID Icon
Die Verarbeitung kundenindividueller Auftragsspezifikationen, das Handling variantenreicher Produktpaletten sowie die Bedienung eines weltweiten Markts erfordern die Optimierung wissensintensiver betrieblicher Abläufe. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) verfügen häufig über exzellente individuelle Fachkompetenzen. Ein systematisches Management des hiermit verbundenen Wissens findet hingegen kaum statt. Bestehende Lösungen zum Wissensmanagement für KMU sind funktional zu eingeschränkt, um im großen Maße zum Einsatz zu kommen. Dieser Beitrag beschreibt einen Ansatz zur Unterstützung wissensintensiver betrieblicher Abläufe, welcher sich an den Geschäftsprozessen von KMU orientiert. Durch Implementierung dieses Ansatzes kann gezielt zu einer Prozessoptimierung beigetragen werden.
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 4 | Seite 31-34
Selbststeuernder Produktaufbauzyklus

Selbststeuernder Produktaufbauzyklus

Einsatz von Selbststeuerung zur Erschließung von Flexibilitätspotenzialen in Fertigung und Montage
Oliver Jeken, Katja Windt
Unvorhersehbare Prozessstörungen, kurzfristige Lieferterminänderungen durch Kunden und Lieferanten sowie eine hohe Marktdynamik erfordern ein schnelles und situationsgemäßes Reagieren der Produktionssteuerung, um die bestmögliche Erreichung logistischer Zielgrößen zu gewährleisten. Eine Chance zur Erhöhung der Reaktionsfähigkeit liegt in der Nutzung von im System vorhandenen, aber bisher nicht genutzten Flexibilitätspotenzialen. Der Beitrag stellt einen Ansatz vor, wie diese zunächst eröffnet und in einem weiteren Schritt in Abhängigkeit der jeweiligen Situation durch den Einsatz von Selbststeuerungsmethoden erschlossen werden können.
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 3 | Seite 49-52
Vorgehensmodell zur Weiterentwicklung eines Wearable Computing Systems

Vorgehensmodell zur Weiterentwicklung eines Wearable Computing Systems

Bernd Scholz-Reiter ORCID Icon, Dennis Lappe, Dirk Werthmann, Carmen Ruthenbeck
Wearable Computing Systeme ermöglichen es, dem Werker Informationen zur Unterstützung seiner operativen Tätigkeiten zur Verfügung zu stellen. Des Weiteren können durch Wearable Computing Systeme aktuelle Daten automatisch an weitere IT-Systeme übermittelt werden. Die echtzeitnahe Informationsverfügbarkeit ist für den Werker insbesondere bei der Veränderung von Planungs- und Steuerungsdaten relevant. Damit Wearable Computing Systeme erfolgreich in der Praxis eingesetzt werden können, ist es neben der Verbesserung der technischen Komponenten erforderlich, die zentrale Planung und Steuerung mit den dezentralen Komponenten als sogenanntes hybrides Steuerungssystem weiterzuentwickeln. Aus diesem Grund werden die zentralen Planungs- und Steuerungsstrukturen unter Einbeziehung von echtzeitnahen Informationen mit einem Wearable Computing System kombiniert. Der vorliegende Beitrag beschreibt dabei ein Vorgehensmodell, bestehend aus der Weiterentwicklung eines Wearable Computing ...
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 1 | Seite 17-20
Qualitätssensitive Aufwandsbestimmung in der replikativen Optikfertigung

Qualitätssensitive Aufwandsbestimmung in der replikativen Optikfertigung

Analyse komplexer Prozessketten
Robert Schmitt ORCID Icon, Peter Michael Becker
Viele Wege führen nach Rom. Um ein komplexes Endprodukt zu fertigen, existieren in der Regel mehrere Möglichkeiten, so auch in der replikativen Optikherstellung. Eine replikative Prozesskette zur Herstellung optischer Linsen besteht prinzipiell immer aus drei bis vier Prozessschritten. Jedoch existieren für die einzelnen Schritte eine Vielzahl verschiedener Fertigungsverfahren, Materialien und Beschichtungen. Eine Handlungsempfehlung für oder gegen eine bestimmte Prozesskettenanordnung ist ohne ein geeignetes Modell zur Aufwandsbestimmung bei gleichzeitiger Berücksichtigung entscheidender Qualitätsmerkmale nicht möglich. Die Erarbeitung eines solchen Modells, das allgemein gültig ist für komplexe Prozessketten, ist Gegenstand dieses Beitrags.
Industrie Management | 26. Jahrgang | 2010 | Ausgabe 6 | Seite 25-28
CKD auf Basis von Produktionsprinzipien

CKD auf Basis von Produktionsprinzipien

Integrierte Prozesse kontinuierlich verbessern
Uwe Dombrowski, Sebastian Weckenborg, Thomas Rennemann
Am Standort Salzgitter der MAN Nutzfahrzeuge AG werden Fahrzeugbausätze sowohl für LKW als auch für Buschassis in einen weltweiten Produktionsverbund versendet. Dabei werden die kundenbezogenen Aufträge in Form von Einzelteilen und vormontierten Baugruppen als sogenannte CKD-Bausätze (Completely Knocked Down) verpackt und den Kunden bereitgestellt. Im Empfängerland werden die Fahrzeugbausätze mit der Unterstützung von MAN Nutzfahrzeuge montiert und zum Einsatz oder weiteren Verkauf bereitgestellt. Die Chancen der CKD-Fertigung liegen insbesondere in der Erschließung neuer Absatzmärkte und der Steigerung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit. Das traditionell in der Logistik organisatorisch angehängte CKD-Geschäft ist seit 2009 integraler Bestandteil der Produktion der MAN Nutzfahrzeuge AG. Hierdurch können die „Lean-Prinzipien“, welche in den hiesigen Produktionslinien flächig umgesetzt wurden, leichter übertragen werden. U.a. kann hierdurch schnell auf die hohen ...
Industrie Management | 26. Jahrgang | 2010 | Ausgabe 4 | Seite 36-40
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