Autor: Klaus-Dieter Thoben

Hybride Entscheidungsunterstützung in der Produktentstehung

Hybride Entscheidungsunterstützung in der Produktentstehung

Mit Data Science und Künstlicher Intelligenz die Leistungsfähigkeit erhöhen
Iris Gräßler ORCID Icon, Jens Pottebaum ORCID Icon, Peter Nyhuis ORCID Icon, Rainer Stark ORCID Icon, Klaus-Dieter Thoben ORCID Icon, Petra Wiederkehr ORCID Icon
Technische Systeme sind durch eine zunehmende Interdisziplinarität, Komplexität und eine immer stärkere Vernetzung gekennzeichnet. Produkt und Produktionssystem erfordern eine disziplinübergreifende Mehrzieloptimierung. Durch den Anspruch auf Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit steigt die Komplexität nochmals. Die Leistungsfähigkeit bislang etablierter Verfahren der Ingenieurwissenschaften stößt an ihre Grenzen – die sich wiederum nur durch die systematische Einbeziehung von Daten überwinden lassen. Das ist Ziel einer „Hybriden Entscheidungsunterstützung“: Data Science und Künstliche Intelligenz sollen zur Ergänzung der menschlichen Fähigkeiten in Verbindung mit bisherigen Heuristiken, Methoden, Modellbildung und Simulation genutzt werden können, um die Leistungsfähigkeit der Produktentstehung zu erhöhen.
Industry 4.0 Science | 41. Jahrgang | 2025 | Ausgabe 1 | Seite 18-25 | DOI 10.30844/I4SD.25.1.18
Die Rolle der Produktqualität in energieeffizienten Produktionsprozessen

Die Rolle der Produktqualität in energieeffizienten Produktionsprozessen

Ein Vorgehen zur Steigerung der Energieeffizienz mittels maschineller Lernmethoden am Beispiel der Prozessindustrie
Maria Teresa Alvela Nieto, Hoang Viet Hai Luong, Hannes Gelbhardt, Klaus-Dieter Thoben ORCID Icon
Durch die aktuell gestiegenen Energiekosten, sowie der zusätzlich von der Bundesregierung gesetzten Herausforderung, bis zum Jahr 2045 CO2-neutral zu werden, gewinnt die Energieeffizienz in nahezu allen Branchen des produzierenden Gewerbes immer mehr an Bedeutung. Mit Technologien aus dem Bereich des maschinellen Lernens (ML) können innovative Lösungen entwickelt werden, die eine energieeffizientere Produktherstellung ermöglichen, wodurch ML-gestützte Prozessführung einen entscheidenden Beitrag zur Steigerung der Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens leisten kann. Entscheidend sind hierbei die prozess- und rohstoffabhängigen Parameter, die maßgeblich für die Qualität des zu produzierenden Produktes verantwortlich sind. Gegenstand dieses Beitrags ist ein Vorgehen zur Analyse der komplexen Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Einflussparametern zur Steigerung der Energieeffizienz im produzierenden Gewerbe.
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 2 | Seite 20-24
Gestaltung kreislauffähiger Geschäftsmodelle

Gestaltung kreislauffähiger Geschäftsmodelle

Jonas Brinker ORCID Icon, Jan Heinrich Beinke, Oliver Thomas, Ingo Westphal, Klaus-Dieter Thoben ORCID Icon, Barbara Gleede
Für Verbraucher, Unternehmen und politische Entscheidungsträger gewinnt das Thema Ressourceneffizienz zunehmend an Bedeutung. Dies hat unter- schiedliche Gründe: Die unklare Versorgungssicherheit mit Rohstoffen führt zu höheren Materialpreisen. Neue Vorgaben für die Produktion, bspw. im Kontext der UN-Nachhaltigkeitsziele, sowie Erwartungsdruck seitens der Verbraucher erfordern die nachhaltigere Produktion von Gütern. Damit wird Nachhaltigkeit nicht nur zu einer notwendigen Voraussetzung für Unterneh- men, sondern zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor. Die damit verbundenen Konzepte und Ansätze wirken langfristig nur, wenn sie sich am Markt durch- setzen können, und werden erst damit zu „echten“ Innovationen [1]. Dafür bedarf es geeigneter Geschäftsmodelle, die für die Beteiligten vorteilhaft sind und sie zur Umsetzung und Nutzung motivieren.
Industrie 4.0 Management | 38. Jahrgang | 2022 | Ausgabe 6 | Seite 9-13 | DOI 10.30844/IM_22-6_9-13
Mehrdimensionales Reifegradmodell für Digitale Zwillinge

Mehrdimensionales Reifegradmodell für Digitale Zwillinge

Methode zur systematischen Klassifikation und Bewertung
Michael Lütjen ORCID Icon, Eike Broda, Jan-Frederik Uhlenkamp, Jasper Wilhelm, Michael Freitag ORCID Icon, Klaus-Dieter Thoben ORCID Icon
Digitale Zwillinge sind ein wichtiger Bestandteil des Industrie 4.0-Gedankens. Sie spiegeln physische Güter in der digitalen Welt wider und erweitern diese mit zusätzlichen Fähigkeiten und Funktionen zur Analyse, Prognose und Entscheidungsfindung. Aufgrund der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten von Digitalen Zwillingen sind auch ihr Design und ihre Implementierung sehr vielfältig. Diese Publikation leistet einen Beitrag zur Klassifikation und Bewertung von Digitalen Zwillingen mittels eines mehrdimensionalen Reifegradmodells. Die präsentierte Methode „DT-Assess“ ermöglicht eine anwendungsspezifische Bewertung von Digitalen Zwillingen. Die Entwicklung der Methode folgte der Vorgehensweise zur Entwicklung von Reifegradmodellen für das IT-Management. Das entwickelte Reifegradmodell besteht aus sieben Kategorien mit insgesamt 31 zu bewertenden Merkmalen. Die systematische Evaluation in fünf Anwendungsszenarien erlaubt erstmalig eine Einordnung der jeweiligen „Digitale ...
Industrie 4.0 Management | 38. Jahrgang | 2022 | Ausgabe 5 | Seite 7-11
Virtual Reality (VR)-basiertes Training in der Industrie

Virtual Reality (VR)-basiertes Training in der Industrie

Aktuelle Herausforderungen für den Einsatz virtueller Technologien
Benjamin Knoke, Moritz Quandt, Michael Freitag ORCID Icon, Klaus-Dieter Thoben ORCID Icon
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Untersuchung aktueller technischer Herausforderungen im Kontext industrieller Virtual Reality (VR)-basierter Trainingsanwendungen. Der aktuelle Stand der Technik industrieller VR-Anwendungen wird analysiert und ein strukturierter Überblick über die bestehenden technischen Herausforderungen gegeben. Die identifizierten Herausforderungen werden anhand eines industriellen Schulungsszenarios für den sicheren Umgang mit elektrischen Bauteilen diskutiert.
Industrie 4.0 Management | 38. Jahrgang | 2022 | Ausgabe 2 | Seite 45-48
Anforderungen an den Einsatz von Digitalisierung und KI

Anforderungen an den Einsatz von Digitalisierung und KI

Anwendungen zur Steigerung der Energieeffizienz
Dennis Bode, Henry Ekwaro-Osire, Klaus-Dieter Thoben ORCID Icon
Energieeffizienz gewinnt eine immer stärkere Bedeutung in allen Branchen des produzierenden Gewerbes. Mit Technologien aus den Bereichen Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) können innovative Lösungen für eine energieeffizientere Herstellung beispielsweise durch eine KI-gestützte Prozessführung einen entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit und zur Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens leisten. Die Anforderungen an den Einsatz und die reibungslose Integration von KI in Unternehmensprozesse sind komplex und vielfältig. Verschiedene Beteiligte müssen bei der Erfassung der Anforderungen integriert und unterschiedliche Technologieaspekte und Geschäftsfelder beachtet werden. Gegenstand dieses Beitrags ist ein Vorgehen zur Erfassung dieser Anforderungen bei der Durchführung innovativer Digitalisierungs- und KI-Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz im produzierenden Gewerbe.
Industrie 4.0 Management | 38. Jahrgang | 2022 | Ausgabe 1 | Seite 17-22 | DOI 10.30844/I40M_22-1_17-22
Ansatz zur Zustandsbeschreibung technischer Bauteile

Ansatz zur Zustandsbeschreibung technischer Bauteile

Prognose der Restnutzungsdauer basierend auf zeitdiskret erfassten Bauteilzuständen mithilfe mobiler Sensorik
Lukas Egbert ORCID Icon, Anton Zitnikov ORCID Icon, Thorsten Tietjen, Klaus-Dieter Thoben ORCID Icon
Dieser Beitrag beschreibt eine Herangehensweise für eine Predictive Maintenance-Lösung, bei der die Bauteilabnutzung technischer Systeme mithilfe eines Sensorik-Toolkits erfasst und mittels eines Prognosetools überwacht wird. Die Sensorik als auch das Prognosetool müssen flexibel ausgelegt sein, damit sie zielführend an unterschiedlichen technischen Systemen einsetzbar sind. Die Zustandsbestimmung der Bauteile erfolgt dabei nicht kontinuierlich, sondern basierend auf zeitdiskreten Messungen. Anhand der aufgenommenen Daten wird über ein Prognosemodell die wahrscheinliche Restnutzungsdauer der Bauteile prognostiziert. Für die Erstellung der Prognose dient ein Machine Learning Tool, welches mit historischen Abnutzungsverläufen trainiert wird. Die Trainingsdaten werden durch statistische Versuche erfasst, in denen die Einflussgrößen und charakteristische Verläufe verschiedener Abnutzungsarten identifiziert werden. Als Grundlage für diesen Beitrag dienen Untersuchungen an einem ...
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 2 | Seite 35-38 | DOI 10.30844/I40M_21-2_S35-38
Semantische Interoperabilität von Produktnutzungsinformationen

Semantische Interoperabilität von Produktnutzungsinformationen

Kundengetriebene Entwicklung von Product-Service-Systems
Karl Hribernik, Patrick Klein, Klaus-Dieter Thoben ORCID Icon
Produktnutzungsinformationen geben Aufschluss über den tatsächlichen Gebrauch eines individuellen Produkts. Sie werden in der Nutzungsphase des Produktlebenszyklus generiert, die Nutzung, Wartung und Service umfasst. Bislang war eine Sammlung dieser Informationen weitestgehend auf wartungs- und servicebezogene Quellen beschränkt. Heute aber erlaubt die Digitalisierung von Produkten einen direkten Einblick in das tatsächliche Nutzungsverhalten von Kunden. Zudem lassen sich Beiträge von Kunden in sozialen Medien und ähnlichen Internetquellen hinsichtlich ihrer produktbezogenen Anforderungen, Wünsche und Probleme auswerten. Diese Informationen lassen sich systematisch in die Entwicklung neuer bzw. die Verbesserung existierender Produkte oder produktbegleitender Dienstleistungen einbringen. Allerdings setzt ein effizienter Einsatz von Produktnutzungsinformationen ihre semantische Interoperabilität mit den Prozessen und unterstützenden IT-Systemen voraus. Dieser Beitrag ...
Industrie 4.0 Management | 34. Jahrgang | 2018 | Ausgabe 4 | Seite 48-52
Offene IoT-Ökosysteme

Offene IoT-Ökosysteme

Der nächste Evolutionsschritt zu einer nahtlos vernetzten Welt intelligenter Produkte
Klaus-Dieter Thoben ORCID Icon, Karl Hribernik, Robert Hellbach, Kary Främling
Eine Zukunft, in der alles auf Basis von Informations- und Kommunikationstechnologien miteinander verbunden ist, verspricht das Internet der Dinge. Dass dabei ein einzelnes globales System die Grundlage für die nahtlose Kommunikation zwischen Dingen ist, scheint aus heutiger Sicht, auf Basis von vielfältigen heterogenen Sub-Systemen und anwendungsspezifischen Lösungen, unmöglich. Man steht damit einer Landschaft aus einer Vielzahl an isolierten „Intranets der Dinge“ gegenüber, welche sich nicht mühelos miteinander verbinden lassen [1]. Dieses Problem lässt sich in vielen Bereichen und Branchen identifizieren (Smart Cities, Smart Factory etc.), in denen intelligente Produkte miteinander interagieren sollen. Ein wesentlicher Ansatz zur Problemlösung ist die Erhöhung der Interoperabilität auf verschiedenen Ebenen der Hard- und Software. Der folgende Beitrag beschreibt einen Lösungsansatz, um Plattform- und Domänen-übergreifende Interoperabilität zwischen Systemen ...
Industrie 4.0 Management | 34. Jahrgang | 2018 | Ausgabe 3 | Seite 17-20
Integrierte Modellbildung zur Beschreibung, Simulation und Analyse humanitärer Hilfseinsätze

Integrierte Modellbildung zur Beschreibung, Simulation und Analyse humanitärer Hilfseinsätze

Aktuelle Gestaltungsansätze aus den Bereichen Logistik, Public Health und Informatik
Michael Lütjen ORCID Icon, Klaus-Dieter Thoben ORCID Icon, Stefan K. Lhachimi, Hajo Zeeb
Die Weltgemeinschaft erlebt aktuell zahlreiche Katastrophen, die humanitäre Hilfe erfordern. So kann eine Unterschätzung der notwendigen Hilfe auch für nicht betroffene Länder langfristige wirtschaftliche und soziale Konsequenzen haben, wie beispielsweise durch Flüchtlingsströme oder Störungen im Welthandel. Dies betrifft einerseits Naturkatastrophen, andererseits auch durch den Menschen verursachte Katastrophen wie Krieg, Terroranschläge und Atomkatastrophen. Als humanitäre Hilfe bezeichnet man nach allgemeinem Verständnis eine Reaktion auf humanitäre Notlagen, die über eine Erstversorgung hinausgeht. Wesentliche Gestaltungselemente in diesem Zusammenhang sind das Katastrophenmanagement und die humanitäre Logistik, welche als organisatorischen Prinzipien eine Ressourcenallokation betreiben, um die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Rettungsgütern und Rettungshelfern zu koordinieren. Aufgrund der hohen Dynamik und begrenzter Informationstransparenz stellt dies die ...
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 1 | Seite 61-65
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