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Plattformadoption als Dynamic Capability

Plattformadoption als Dynamic Capability

Wie KMU Adoptionsbarrieren bei B2B-Kollaborationsplattformen überwinden
Nikolai Schäfer ORCID Icon, Marcel Hülsbeck ORCID Icon
Warum meiden viele KMU digitale B2B-Kollaborationsplattformen, obwohl sie als Schlüsseltechnologien der Industrie 4.0 gelten? Trotz ihres Potenzials, den Zugang zu Innovationsökosystemen zu erleichtern und strukturelle Ressourcennachteile auszugleichen, bleibt die Plattformadoption in der Praxis verhalten. Der Dynamic-Capabilities-Ansatz zeigt, dass Adoptionshemmnisse weniger technischer Natur sind als vielmehr in Wahrnehmungs-, Entscheidungs- und Transformationsprozessen liegen.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 4 | Seite 42-48 | DOI 10.30844/I4SD.26.4.5
Typisierung digitaler Plattformen im Supply Chain Management

Typisierung digitaler Plattformen im Supply Chain Management

Überprüfung vorhandener Typisierungsansätze aus der Perspektive der Circular Economy
Sophia Botsch ORCID Icon, Eva Mante ORCID Icon, Marcel Papert ORCID Icon, Alexander Pflaum ORCID Icon
Die Beurteilung der Wirkung digitaler industrieller Plattformen auf Dynamik und Resilienz von Versorgungsketten erfordert eine klare Typisierung solcher Plattformen. Der vorliegende Beitrag prüft, inwieweit ein aktueller Typisierungsvorschlag aus dem Bereich des Supply Chain Managements (SCM) im Zusammenhang mit digitalen Plattformen für die Umsetzung der Circular Economy (CE) weiterentwickelt werden muss. Die Autoren kommen zum Ergebnis, dass eine grundsätzliche Weiterentwicklung nicht erforderlich ist, da die betrachteten digitalen CE-Plattformen sich in die vorhandene Typisierungssystematik gut einordnen lassen. Neue Forschungsfragen ergeben sich allerdings bezüglich der Abgrenzung digitaler Service-Plattformen und digitaler datenorientierter Plattformen sowie der Verknüpfung von Circular Economy und Supply Chain Management, insbesondere im Zusammenhang mit den in der SCM-Praxis zunehmend etablierten Supply Chain Control Towers.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 4 | Seite 62-70 | DOI 10.30844/I4SD.26.4.7
I4S 4/2026: Dynamiken digital vernetzter Wertschöpfungssysteme (DynaVer)

I4S 4/2026: Dynamiken digital vernetzter Wertschöpfungssysteme (DynaVer)

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile – digitale Ökosysteme gemeinsam erforschen
Digitale Plattformen und Datenräume verändern die industrielle Wertschöpfung und schaffen neue Möglichkeiten für unternehmensübergreifende Zusammenarbeit. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an Datensouveränität, Sicherheit und Governance. Diese Ausgabe von Industry 4.0 Science gibt Einblicke in das Forschungsprogramm DynaVer, in dem 15 interdisziplinäre Projekte die Dynamiken digital vernetzter Wertschöpfungssysteme untersuchen.
Lehmbauweise und Holzregale

Lehmbauweise und Holzregale

Beitrag zur Nachhaltigkeit der Lagerlogistik
Viviano De Giacomo ORCID Icon, Nathalie Fritsch ORCID Icon, Jakob Kennert ORCID Icon, Dieter Uckelmann ORCID Icon
Die Studie untersucht den Beitrag natürlicher Baustoffe, insbesondere von Lehm und Holz, zur nachhaltigen Entwicklung von Logistikimmobilien. Im Mittelpunkt steht eine Bewertung entlang ökologischer, ökonomischer und technischer Dimensionen über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Auf Basis von Literaturanalysen und Experteninterviews werden Potenziale, Restriktionen und fördernde Rahmenbedingungen identifiziert. Holz erweist sich insbesondere im Hochregalbau als technisch ausgereift und ökologisch vorteilhaft, während Lehm hohes Potenzial für energie- und ressourceneffizientes Bauen bietet. Die Arbeit schließt mit Handlungsempfehlungen für Forschung, Politik und Praxis zur Etablierung zirkulärer Bauweisen in der Logistik.
Industry 4.0 Science | 41. Jahrgang | 2025 | Ausgabe 6 | Seite 82-89
VR-Training für multimodale Cobot-Interaktion

VR-Training für multimodale Cobot-Interaktion

Virtuelle Lernfabriken zur Qualifizierung für den Einsatz kollaborativer Roboter
Christoph S. Zoller, Justus Langer, Kristoffer Waldow ORCID Icon, Merle Meyer, Arnulph Fuhrmann ORCID Icon
Im Forschungsprojekt VIRAMM wird ein VR-basiertes Qualifizierungskonzept für die Integration kollaborativer Roboter (Cobots) in montageorientierten U-Zellen entwickelt und prototypisch umgesetzt. Da der Nutzen von Cobots stark von Prozess-, Layout- und Rollenintegration abhängt, adressiert VIRAMM die bislang fehlende konsistente Szenario Gestaltung für Variantenvergleiche mit Key Performance Indicator (KPI) basierter Bewertung.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 106-112
I4S 2/2026: Lernfabriken

I4S 2/2026: Lernfabriken

Motoren der Forschung – Lernumgebungen für die Industrie 4.0
Lernfabriken haben sich in den letzten Jahren zu zentralen Experimentierumgebungen im Kontext der vierten industriellen Revolution entwickelt. Neben ihrer Rolle als Ausbildungsstätten für Fachkräfte fungieren sie auch als Reallabore für die Wissenschaft. Diese Ausgabe von Industry 4.0 Science untersucht Lernfabriken als Einführungsorte neuer Ansätze und Technologien – ob digitale Assistenten, Cobots, Serious Gaming oder Digitale Zwillinge.

Events

SmartFactory Expert: Industrie 4.0 selbst umsetzen
Start 17.09.2026 - Ende 03.11.2026

SmartFactory Expert: Industrie 4.0 selbst umsetzen

Grundlagen & Implementierung Digitaler Zwillinge und Agenten in der Modellfabrik
Industrie 4.0 ist in vielen Unternehmen strategisch gesetzt, scheitert in der Praxis jedoch oft an der konkreten Umsetzung. Diese Weiterbildung zeigt, wie sich aus Grundlagenwissen und Zielbildarbeit ein realistischer Weg hin zu einer flexibleren und effizienteren Produktion entwickeln lässt. Der besondere Mehrwert liegt in der Umsetzung: Die Teilnehmenden erarbeiten nicht nur Konzepte, sondern implementieren sie an Hardware in der Modellfabrik.
German Low-Code Day 2026 | Hannover 23. & 24. Sept.
Start 23.09.2026 - Ende 24.09.2026

German Low-Code Day 2026 | Hannover 23. & 24. Sept.

Wie entwickeln wir Software künftig schneller, intelligenter und souveräner?
Low-Code, KI, Agentic AI und Vibe Coding verändern die Softwareentwicklung grundlegend. Der German Low-Code Day 2026 bringt Entscheider, Experten, Technologieanbieter sowie Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und praxisnahe Lösungen kennenzulernen. Im Mittelpunkt stehen moderne Softwareentwicklung, digitale Souverän
IT Asset Management Europe 2026
Start 28.09.2026 - Ende 29.09.2026

IT Asset Management Europe 2026

Discover | Control | Save
IT Asset Management Europe is a leading conference focused on managing the full IT asset lifecycle across complex enterprise environments. Topics include hardware and software asset management, lifecycle governance, financial transparency, risk reduction, and the integration of ITAM with procurement, finance, and operations. Learn how organizations turn asset data into actionable insight.
SAMS Europe 2026 – The Leading SAM Event!
Start 28.09.2026 - Ende 29.09.2026

SAMS Europe 2026 – The Leading SAM Event!

Maximize software value, minimize compliance risks.
SAMS Europe is the leading European conference for Software Asset Management. It focuses on license management, audit readiness, SaaS and cloud cost control, and automation in SAM. Gain practical insights into how enterprises manage software efficiently, ensure compliance, and create transparency across complex, hybrid IT environments.

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Tacit Talk

Tacit Talk

Ein sprachbasiertes hybrides KI-System zur Erfassung von implizitem Instandhaltungswissen
Vincent Philipp Brandhoff ORCID Icon, Philipp Besinger, Joscha Zaremba ORCID Icon, Daniel Valtiner ORCID Icon, Michael Necemer ORCID Icon, Safa Omri ORCID Icon, Jens Neuhüttler ORCID Icon, Fazel Ansari ORCID Icon, Katharina Hölzle ORCID Icon
Das für die industrielle Instandhaltung erforderliche implizite Wissen ist durch den demografischen Wandel und die zunehmende Komplexität technischer Systeme zunehmend gefährdet. Dieser Beitrag stellt Tacit-TALK vor, ein sprachbasiertes System, das implizites Wissen mithilfe KI-gestützter Gespräche externalisiert. Gesprochene Eingaben werden transkribiert, mithilfe von Large Language Models (LLMs) analysiert und in einem Wissensgraphen gespeichert, der neue Erkenntnisse mit bereits vorhandenen Organisationsdaten verknüpft. Der Beitrag basiert auf einer Design-Science-Research-Methodik, der auf der soziotechnischen Theorie aufbaut und für die Instandhaltung in der Halbleiterindustrie instanziiert wurde. Daraus werden Gestaltungsprinzipien für die KI-gestützte Erfassung impliziten Wissens abgeleitet, die auf einer wertorientierten Einbindung von Stakeholdern beruhen. Zudem wird eine Referenzarchitektur vorgestellt, die Large Language Models mit Wissensgraphen kombiniert, und es ...
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 82-90 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.16
Industrie 4.0 – Fortschritt und Digitalisierung in der Schwebe

Industrie 4.0 – Fortschritt und Digitalisierung in der Schwebe

Status der nachhaltigen Transformation und Digitalisierung in der Produktionstechnik
Christian Donhauser ORCID Icon, Daniel Riepl
Digitalisierungsprojekte helfen dem Anwender, komplexe Prozesse einfacher und effizienter darzustellen. Allerdings gibt es viele Hemmnisse, welche die Umsetzung deutlich erschweren. Zurückhaltung bei der Umsetzung ist spürbar. Dies trifft unter anderem Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die durch das Warten oder Vermeiden ins ökonomische Abseits geraten können. Diese Beobachtungen lassen sich auf eine übergeordnete wissenschaftliche Leitfrage zurückführen: Welche Barrieren und systemischen Herausforderungen erschweren eine nachhaltige Transformation im Rahmen von Industrie 4.0, insbesondere unter Berücksichtigung menschlicher Arbeit in der Produktionstechnik? Welche Fragen stellen sich die betroffenen Akteure? Das wesentliche Ziel dieser langfristig ausgelegten Forschungsarbeit ist es, diese Fragen dezidiert und im Detail zu konkretisieren, um daraus ein konzeptionelles Fundament zu entwickeln, das Forschung, Lehre und technologische Entwicklung integriert und die Potenziale ...
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 56-60
KI-gestützte Beölungsstrategien beim Gewindeformen

KI-gestützte Beölungsstrategien beim Gewindeformen

Adaptive Sprühstrahlsteuerung zur Erhöhung von Prozesssicherheit und Werkzeugstandzeit
Reinhard Schmied, Marco Susic, Christian Donhauser ORCID Icon
Das Gewindeformen erfordert eine präzise Schmierstoffapplikation, da hohe Flächenpressungen und lokale Temperaturspitzen die Werkzeugbelastung erheblich beeinflussen. Aktuelle Sprüh- und Minimalmengenschmierungssysteme (MMS) weisen trotz etablierter Technik häufig Streuverluste, unzureichende Benetzung und instabile Tropfendynamik auf. Diese wissenschaftliche Betrachtung beinhaltet und untersucht einen integrativen Ansatz zur adaptiven Präzisionsbeölung beim Gewindeformen, der auf Computational Fluid Dynamics (CFD)-basierter Strömungsanalyse, experimenteller Validierung und Künstliche Intelligenz (KI)-gestützten Optimierungsverfahren basiert. Im Fokus stehen Tropfengröße, Strahlgeometrie, Düsenposition und Umgebungsströmung sowie deren Einfluss auf die Benetzungsintensität. Erste simulationsgestützteVoruntersuchungen zeigen das Potenzial einer datenbasierten Optimierung zur Reduktion von Benetzungsdefiziten und zur Auslegung künftiger Regelstrategien für eine ...
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 76-83
Manuelle Abläufe in der Automobilproduktion optimieren

Manuelle Abläufe in der Automobilproduktion optimieren

Bausteinbasierter Ansatz zur effizienten Erstellung von Arbeitssystemsimulationen
Barbara Brockmann, Tobias Jurk, Beate Stoffels, Jochen Deuse ORCID Icon
Im produzierenden Gewerbe gewinnt die Integration digitaler Menschmodelle im Produktentstehungs- und Herstellungsprozess zunehmend an Bedeutung. Besonders in der Montage, die durch einen hohen Anteil manueller Tätigkeiten geprägt ist, ermöglichen Bewegungssimulationen eine realitätsnahe Abbildung menschlicher Arbeit und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur bewegungsökonomischen Bewertung, Prozessabsicherung und Effizienzsteigerung. Der breiten Anwendung in der Produktionsplanung stehen jedoch verschiedene Herausforderungen wie der hohe Initialaufwand zur Erstellung der Humansimulation als auch volatile Planungsbedingungen gegenüber. Dieser Beitrag stellt einen praxisorientierten Lösungsansatz aus der Automobilmontage vor, der eine aufwandsreduzierte Erstellung von Simulationen sowie deren frühzeitige und durchgängige Nutzung im Planungsprozess ermöglicht.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 48-55
Analyse der Anwendungspotenziale chinesischer Wissensplattformen

Analyse der Anwendungspotenziale chinesischer Wissensplattformen

Bedeutung digitaler Plattformen für Wissenstransfer in Forschung und Bildung
Yunhao Su, Martin Braun ORCID Icon
Wissen ist eine treibende Kraft der Innovation. Um Wissensbestände zu transferieren, werden vermehrt digitale Wissensplattformen eingesetzt. Die VR China nimmt eine weltweit führende Position im Feld der Digitalisierung ein. Im chinesischen Wissenstransfer- und Innovationssystem kommt digitalen Wissensplattformen eine zentrale Rolle zu. Diese Studie strukturiert theoretische Konzepte des Wissenstransfers und ergänzt diese durch empirische Befunde zur (Weiter-) Entwicklung einschlägiger Wissensplattformen. Untersucht wird der Einfluss spezifischer Gestaltungsmerkmale des Wissenstransfers auf die wahrgenommene Funktionalität und Qualität von digitalen Wissensplattformen. In einer Literaturrecherche werden sieben verdichtete Erfolgskriterien des Wissenstransfers ermittelt. Ferner werden neun führende chinesische Wissensplattformen hinsichtlich ihrer Transferlogik und Funktionsumfänge kategorisiert. Im Rahmen einer Online-Befragung beurteilten Probanden die plattformspezifischen ...
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 84-93
SmartBending: Inline-Messtechnik zur Prozesskorrektur

SmartBending: Inline-Messtechnik zur Prozesskorrektur

Inline-Prozessoptimierung zur Fehlerkorrektur beim Schwenkbiegen
Christian Donhauser ORCID Icon, Reinhard Schmied, Marco Susic
Schwenkbiegen ist ein etabliertes Umformverfahren, bei dem Materialverlust vermieden und Ressourcen effizient genutzt werden. Der Prozess erfordert jedoch aufwändige Optimierungen, die bisher stark vom Fachwissen der Bediener abhängen. Dies führt zu hohem Zeit- und Materialaufwand, da Optimierungsschritte iterativ erfolgen. Angesichts des Fachkräftemangels ist eine technologische Aufrüstung der Anlagen im Sinne von Industrie 4.0 notwendig. Im Rahmen eines Projekts wurden mittels intelligenter Sensorik kritische Einflussfaktoren erfasst, die Korrelationen zwischen Produktfehlern und Anlagenverformungen aufzeigen. Darauf basierend wurde eine Methodik entwickelt, die die Grundlage für eine Inline-Kompensation schafft, bei der die Anlage eigenständig Prozessparameter anpasst, um Produktfehler zu korrigieren und perspektivisch eine fehlerfreie Fertigung ab dem ersten Bauteil zu ermöglichen.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 3 | Seite 134-141

Aktuelles Heft

OPEN ACCESS

KI in der industriellen Produktion verständlich vermitteln

KI in der industriellen Produktion verständlich vermitteln

Anforderungen an KI-Demonstratoren zur Förderung von Akzeptanz
Colin Srebny, Jennifer Link ORCID Icon, Markus Harlacher ORCID Icon, Sascha Stowasser ORCID Icon
Künstliche Intelligenz (KI) bietet in der industriellen Produktion vielfältige Potenziale, bringt jedoch auch Herausforderungen hinsichtlich der Akzeptanz der Beschäftigten mit sich. KI-Demonstratoren sind daher von zentraler Bedeutung, da sie praktische Erfahrungen mit KI ermöglichen. Allerdings fehlen bislang systematisch identifizierte Anforderungen an Demonstratoren, die gezielt Akzeptanz fördern und negative Emotionen adressieren. Mithilfe eines mehrstufigen Forschungsdesigns werden 69 Anforderungen identifiziert, die in funktionale Anforderungen, Qualitätsanforderungen und Randbedingungen strukturiert sind.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 6-14 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.1
KI-gestützte Bauzustandsprüfung von Großstrukturen

KI-gestützte Bauzustandsprüfung von Großstrukturen

Ein neuer Ansatz für die Bauzustandskontrolle
Jan Sender ORCID Icon, Konrad Jagusch ORCID Icon, Michael Geist ORCID Icon, David Jericho ORCID Icon, Christian Scharr ORCID Icon
Die Überprüfung des Baufortschritts, wie sie die Unikatfertigung großer Strukturen erfordert, ist aufgrund der hohen Komplexität und Individualität sehr zeit- und personalintensiv. Ziel dieses Beitrags ist die Entwicklung eines sensorbasierten Ansatzes zur Erfassung und Auswertung mehrerer Prüfmerkmale. Der Einsatz lernbasierter Modelle zur Detektion von Objekten und Ableitung relevanter Informationen bildet die Basis für die Verknüpfung von Zustand und Ablaufplan. Dies ermöglicht eine signifikante Effizienzsteigerung bei der Bauzustandskontrolle und eine fundierte Fortschrittsbewertung.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 78-84 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.9
KI-gestützte Bereitstellung von Erfahrungswissen 

KI-gestützte Bereitstellung von Erfahrungswissen 

Praktische Erfahrungen aus Unternehmensfällen
Martin Schmauder ORCID Icon, Gritt Ott ORCID Icon, Bianca Windisch
Die Nutzung von Erfahrungswissen ist für Unternehmen ein zentraler Erfolgsfaktor. Der vorliegende Beitrag analysiert anhand von vier betrieblichen Fallstudien die technischen, organisatorischen und personellen Herausforderungen beim Einsatz von Retrieval-Augmented-Generation-(RAG)-Systemen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Erfolg solcher Systeme maßgeblich von der strategischen Entwicklung und Pflege der Wissensbasis sowie von der Einbindung der Beschäftigten abhängt.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 128-135 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.15
Inklusive Arbeitssystemgestaltung

Inklusive Arbeitssystemgestaltung

Perspektiven für Automatisierung, Standardisierung und Kontextadaptivität
Sebastian Schlund ORCID Icon
Die Gestaltung inklusiver Arbeitssysteme gewinnt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der zunehmenden digitalen Durchdringung von Wertschöpfungsprozessen an Bedeutung. Während klassische ergonomische Ansätze primär auf der Perzentillogik basieren und damit nur einen Teil der Nutzerpopulation adressieren, eröffnet die Integration digitaler Technologien neue Möglichkeiten zur dynamischen und individuellen Anpassung von Arbeitssystemen. Der vorliegende Beitrag stellt einen konzeptionellen Handlungsrahmen für inklusive Arbeitssystemgestaltung vor, der die Dimensionen Standardisierung, Automatisierung und Kontextadaptivität integriert. Methodisch basiert der Beitrag auf einer konzeptionellen Analyse bestehender Ansätze aus Ergonomie und Human-Centered Design. Der Beitrag leistet einen theoretischen Beitrag zur Systematisierung inklusiver Arbeitssystemgestaltung und formuliert Gestaltungsbereiche für Forschung und industrielle Praxis.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 70-76 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.8
Arbeitsgestaltung beim Einsatz autonomer Systeme

Arbeitsgestaltung beim Einsatz autonomer Systeme

Analyse von Änderungsbedarf zur Kompensation von Fachkräftemangel mit autonomen Systemen
Tim Jeske ORCID Icon, Sascha Stowasser ORCID Icon, Nicole Ottersböck, Sebastian Terstegen, Rasmus Adler ORCID Icon
Unternehmen sind zunehmend gefordert, Fach- und Arbeitskräftemangel bei steigenden Anforderungen an Produktivität, Flexibilität und Innovationsfähigkeit zu bewältigen. Während sich das Arbeitskräfteangebot nur begrenzt erweitern lässt, rückt die produktivitätsorientierte Gestaltung von Arbeitssystemen stärker in den Fokus. Autonome Systeme bieten hier erhebliches Potenzial. Ihr Einsatz erfordert neben technischen Anpassungen vor allem Veränderungen in Organisation, Kompetenzen und Arbeitsgestaltung. Im Beitrag werden empirisch fundierte Änderungsbedarfe in bestehenden Arbeitssystemen sowie damit verbundene wirtschaftliche Potenziale analysiert.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 44-50 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.5
MTM-Analysen mithilfe von KI und regelbasierten Algorithmen

MTM-Analysen mithilfe von KI und regelbasierten Algorithmen

Ein Ansatz zur Interpretation von textuell beschriebenen Arbeitsabläufen
Constantin Eckart ORCID Icon, Martin Benter ORCID Icon, Peter Kuhlang ORCID Icon
Die MTM-Methoden sind ein bewährter Standard zur Analyse und Gestaltung menschlicher Arbeitsabläufe. Arbeitsplaner stehen bei der Anwendung jedoch weiterhin vor der Herausforderung, diese Methoden richtig und effizient anzuwenden. Künstliche Intelligenz – insbesondere Large Language Models – hat das Potenzial, hier einen wichtigen Beitrag zu leisten. Beim Einsatz von KI ergeben sich jedoch berechtigte Fragen hinsichtlich der Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse. Der vorgestellte Ansatz kombiniert LLMs mit einem regelbasierten Algorithmus, um gezielt wichtige Informationen aus textlichen Prozessbeschreibungen, wie Arbeitsanweisungen, zu extrahieren, die für MTM-Analysen erforderlich sind. Anschließend werden diese entsprechend dem MTM-Regelwerk in Analysen übersetzt. Dieses Vorgehen trägt dazu bei, dass die Ergebnisse für den Anwender nachvollziehbar aus den Eingangsdaten abgeleitet werden.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 62-69 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.7
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