Technologie: Qualifizierung

Optimierung des Wissenstransfers in Entwicklungsprojekten

Optimierung des Wissenstransfers in Entwicklungsprojekten

Peter Müller-Baum
Der Transfer von Wissen im Sinne der Bereitstellung, Nutzung und Vermehrung dieser Ressource innerhalb sowie zwischen Projekten ist entscheidend für den Erfolg von Entwicklungsprojekten. Konzepte und Instrumente zur Optimierung des Wissenstransfers existieren jedoch kaum - aufgrund der Merkmale von Entwicklungsprojekten wie Kreativität, Unsicherheit und einer geringen Strukturierung erscheint der Einsatz strukturierter Methoden nur schwer möglich. Im Beitrag wird ein Konzept vorgestellt, das Transparenz hinsichtlich des Wissenstransfers in Entwick-lungsprojekten ermöglicht und damit eine Grundlage schafft, Potenziale zur Steigerung des Erfolgs von Entwicklungsprojekten mittels Wissenstransfer durch den gezielten Einsatz von Wissensmanagementmethoden zu nutzen.
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 5 | Seite 54-57
Projektbegleitendes Problemlösen in Wissensnetzwerken

Projektbegleitendes Problemlösen in Wissensnetzwerken

Kristina Wagner, Daniel Mirtschink
Ohne die firmenübergreifende Zusammenarbeit können global agierende Unternehmen am Markt nicht mehr bestehen. Trotz der steigenden Anzahl der Kooperationspartner müssen Kooperationsprozesse reibungslos ablaufen. Die Herausforderung besteht darin, die Produktivität in der Kooperation sicherzustellen und zu erhöhen. Dies kann durch den Einsatz von unternehmensübergreifenden Wissensnetzwerken über Projekte und Fachbereiche hinweg gewährleistet werden. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist allerdings die optimale Unterstützung von Wissensaustausch- und Problemlösungsprozessen im Wissensnetzwerk. Der im Rahmen des mit Industrieunternehmen der Automobilzuliefererbranche durchgeführten Projekts TRUST entwickelte Ansatz unterstützt die Mitarbeiter dabei, Problemlösungen effizient zu entwi-ckeln sowie in einer integrierten Arbeitsumgebung ad hoc und problemorientiert auf Erfahrungen und Kompetenzen des Wissensnetzwerks zuzugreifen.
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 5 | Seite 41-44
Wissensbasierte agentengestützte Modellierung in parametrischen 3D-CAD-Systemen

Wissensbasierte agentengestützte Modellierung in parametrischen 3D-CAD-Systemen

Reiner Anderl, Harald Liese
Der Einsatz von modernen parametrischen 3D-CAD-Systemen ist für eine innovative und leistungsfähige Produktentwicklung von großer Bedeutung. Dabei werden in der rechnerinternen Datenstruktur des 3D-CAD-Modells im Allgemeinen geometrische und topologische Daten sowie die Erzeugungshistorie des Modells abgelegt. Die Feature-Technologie ermöglicht zusätzlich, die Modelle mithilfe semantisch definierter Gestaltzonen aufzubauen. Durch die Integration von geometrischen und nichtgeometrischen Informationen in den 3D-CAD-Modellen ist es darüber hinaus möglich, produktspezifisches Wissen und Konstruktions-Know-how in die Modelle einzubetten. Das Fachgebiet “Datenverarbeitung in der Konstruktion” erforscht Methoden und Werkzeuge, mit denen wissensbasierte 3D-CAD-Modelle aufgebaut, verwaltet und genutzt werden können.
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 3 | Seite 18-21
Wissenstransfer fördern, Dienstleistungskompetenz stärken

Wissenstransfer fördern, Dienstleistungskompetenz stärken

Einsatz der Methode „Learning History“
Patrice Lienhard, Marc Opitz
Wissen als strategische Ressource wird im Zusammenhang mit sich schnell wandelnden Unternehmens- und Umweltbedingungen immer wichtiger. Umso mehr beschäftigen sich innovative Dienstleistungsunternehmen damit, das vorhandene Wissen gezielt zu bündeln und optimal zu nutzen. Durch die Akkumulation von Wissen entstehen Kompetenzen, die für die Konkurrenz schwer imitierbar sind und den notwendigen Wettbewerbsvorsprung garantieren. Genau dort setzt die Methode “Learning His-tory” an. Learning Histories helfen, implizites Wissen im Unternehmen offen zu legen sowie Prozessverbesserungen und letztlich die Dienstleistungskompetenz zu stärken.
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 3 | Seite 67-70
Wissenstransfer in Unternehmensnetzwerken

Wissenstransfer in Unternehmensnetzwerken

Helmut Baumgarten, Bernhard Hoffmann
Die verstärkte Konzentration auf Kernkompetenzen bedingt einen zunehmenden Fremdleistungsanteil verbunden mit einer Zersplitterung der Wertschöpfungsaktivitäten. Im Wettbewerb stehen zukünftig nicht mehr nur Unternehmen, sondern gesamte Unternehmensnetzwerke. Die intensivierte Zusammenarbeit zwischen Herstellern und ihren weltweit produzierenden Lieferanten im Rahmen globaler Versorgungs- und Produktionsnetzwerke erfordert insbesondere eine ganzheitliche Vernetzung von Kunden- und Produktwissen. Hier ist das systematische Management der Ressource Wissen ein entscheidender Erfolgsfaktor zur Erzielung strategischer Wettbewerbsvorteile in einem zunehmend komplexen, dynamischen Unternehmensumfeld.
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 3 | Seite 34-36
Wissensvermittlung durch E-Learning

Wissensvermittlung durch E-Learning

Jan C. Aurich, Dirk Ostermayer, Kutay Köklü
Die Anpassung von Wissen in einem Unternehmen an dessen strategischen Ziele ist eine Voraussetzung für die Realisierung dieser Ziele. Das dafür notwendige Wissen kann jedoch nicht in beliebiger Menge extern beschafft werden. Daher ist die Weiterentwicklung des Wissens im Unternehmen durch gezielte Maßnahmen in der betrieblichen Weiterbildung von zentraler Bedeutung. Dieser Beitrag zeigt Möglichkeiten der Wissensvermittlung durch E-Learning und deren Relevanz für die betriebliche Weiterbildung. Grundlage dafür sind die Erfahrungen aus dem Einsatz von E-Learning in Lehrveranstaltungen am Lehrstuhl für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation der Universität Kaiserslautern (FBK).
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 3 | Seite 41-44
ww.deck – Wissensmanagement bei Volkswagen

ww.deck - Wissensmanagement bei Volkswagen

Ferdinand Schultz, Herbert F. Pucher
Die internationale Wettbewerbssituation, in der sich die Entstehungsprozesse und Produktzyklen laufend verkürzen, erfordert bei einem Global Player wie dem Volkswagen-Konzern den Ausbau einer leistungsfähigen Wissensmanagementinfrastruktur. Der schnelle und geschützte Austausch von konzerninternem Fach- und Erfahrungswissen rund um den Globus wird aufgrund der Modulstrategie, des internationalen Entwick-lungs- und Fertigungsverbunds und steigender Qualitäts- und Produktivitätsanforderungen immer relevanter. Aus diesem Grund erteilte der Vorstand der Volkswagen AG 1998 den Auftrag, ein Wissensmanagementprogramm mit der Bezeichnung ww.deck (world wide development and exchange of corporate knowledge) zu erproben und umzusetzen. Seit Frühjahr 1999 arbeitet ein interdisziplinäres Team an der Umsetzung dieses Auftrags.
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 3 | Seite 64-66
Communities of Practice im Unternehmen

Communities of Practice im Unternehmen

Anforderungen an die IT-Unterstützung
Matthias Trier
Neben der Ermöglichung eines strukturierten Zugriffs auf die Breite der im Unternehmen generierten Wissensobjekte bzw. Dokumente betreiben Unternehmen zunehmend die alternative Wissensmanagementstrategie der so genannten Personifizierung. Dabei wird nicht primär die Kodifizierung des Expertenwissens in Dokumente verfolgt, sondern eine direkte Verknüpfung der Mitarbeiter im Unternehmen ermöglicht. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Aufgabe ist der Aufbau von IT-gestützten Communities of Practice.
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 3 | Seite 49-52
Communities of Practice als Keimzelle für Wissensmanagement

Communities of Practice als Keimzelle für Wissensmanagement

Dieter Spath, Martin Müller, Marc Rüger
Wissensmanagement hat in den letzten zehn Jahren erheblich an Bedeutung im betrieblichen Alltag gewonnen. Unternehmen haben erkannt, dass der Umgang mit den eigenen Wissensressourcen der zentrale Erfolgsfaktor für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit ist. Jedoch unterliegt das Wissen einer Halbwertszeit, die sich durch den ständigen und an Geschwindigkeit gewonnenen Wandel immer weiter verkürzt. Um die Nachhaltigkeit von Innovationen zu garantieren, ist deshalb nicht nur auf den Bestand des Wissens, sondern auf deren Entwicklung im Unternehmens- und Umweltkontext und Einsatz im Wettbewerb abzuheben. Dabei handelt es sich zum einen um eine Erweiterung bestehender Ressourcen, zum anderen um den Wechsel auf Erfolg versprechende neue Wissensbasen für das Unternehmen. “Communities of Practice” sind dafür eine erfolgreiche und in den Unternehmen oft angewandte Methode, die Nutzung und Entwicklung des benötigten Wissens zu unterstützen.
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 3 | Seite 14-17
Die Knowledge Modeler Description Language (KMDL)

Die Knowledge Modeler Description Language (KMDL)

Sprache zur Modellierung wissensintensiver Geschäftsprozesse
Norbert Gronau ORCID Icon
Die Ressource “Wissen” als Bestandteil der unternehmerischen Wertschöpfung hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Besonders davon beeinflusst sind Branchen und Geschäftsmodelle, deren Wertschöpfung zu einem Großteil auf Erwerb, Erzeugung und Nutzung von Wissen basiert. Bekannte Werkzeuge für die Geschäftsprozessmodellierung berücksichtigen in der Regel nur explizites Wissen, welches in statischer Form abgebildet wird. Dabei gerät die Betrachtung von personenbezogenem Wissen, welches nicht unmittelbar zur Erzeugung von Informationen benötigt wird, aus dem Blickfeld. Die Beschreibungssprache KMDL ermöglicht eine Modellierung und Analyse wissensintensiver Geschäftsprozesse wie Softwareentwicklung, Konstruktion oder technischer Vertrieb und darauf aufbauend die Planung und Integration von Wissensmanagementsystemen innerhalb einer Organisation.
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 3 | Seite 9-13
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