Supply Chain Management

Demand Capacity Planning

Demand Capacity Planning

Transparenz und Sicherheit beim mittel- bis langfristigen Bedarfs-Kapazitätsabgleich
Roland Künzel
Produzierende Unternehmen sind nicht nur operativ dazu gezwungen, den veränderten Marktanforderungen gegen die vorhandenen Planungen, Bedarfe und Kapazitäten zu spiegeln. Eine Hauptanforderung besteht vielmehr in der längerfristigen Balance zwischen kundenseitigen Anforderungen, der eigenen Produktion und der Zulieferung durch Wertschöpfungspartner. Gelingt es beispielsweise, die rollierende Planung mit den zukünftigen Kapazitätsbedarfen über einen entsprechend weiten Horizont abzugleichen, kann man das Wertschöpfungssystem frühzeitig darauf auslegen und läuft nicht mehr Gefahr, die Reaktionsfähigkeit zu verlieren. Da man ein ERP-System mit dieser Aufgabe nicht belasten kann, skizziert der Autor einen Weg, die zukünftigen Kapazitätssituationen mit hinreichender Genauigkeit abzubilden und in verschiedenen Szenarien einschätzbar zu machen.
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 6 | Seite 43-46
Leistungskennzahlen im pharmazeutischen SCM

Leistungskennzahlen im pharmazeutischen SCM

Welche Leistungskennzahlen werden genutzt und wie verändern sich diese in Zukunft?
Felix Friemann, Paul Schönsleben
Supply Chain Management (SCM) in der forschenden Pharmaindustrie ist durch spezielle Anforderungen gekennzeichnet: Insbesondere Regulierungen, ein hoher Warenwert der Produkte mit entsprechenden Anforderungen an (Fälschungs-) Sicherheit und lange Durchlaufzeiten charakterisieren die Branche. Dieser Beitrag zeigt auf, an welchen Leistungskennzahlen sich Supply Chain Manager der größten forschenden Pharmaunternehmen aktuell orientieren, wie sich die Leistungskennzahlen zukünftig entwickeln und welche Implikationen daraus abzuleiten sind. Die Erkenntnisse basieren hauptsächlich auf einer Interviewserie mit 11 der TOP20 umsatzstärksten forschenden Pharmaunternehmen weltweit (Ranking gemäß [1]) sowie einer Literaturanalyse und einer Case-Study, die mit einem der Unternehmen durchgeführt wurde.
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 6 | Seite 30-34
Werkzeugmanagement in der Cloud

Werkzeugmanagement in der Cloud

Potenziale einer unternehmensübergreifenden Cloud-Lösung für ein digitales und automatisiertes Werkzeugmanagement
Marcus Röschinger, Dominik Stockenberger, Willibald A. Günthner
In modernen Supply Chains nimmt die Vernetzung der beteiligten Unternehmen immer mehr zu. Dies gilt auch für die Versorgung von produzierenden Unternehmen mit Fertigungsmitteln. Im Bereich des Werk-zeugmanagements gestaltet sich der Informationsfluss daher zunehmend komplexer. Dabei bedingt der in erster Linie papierbasierte Informationsaus-tausch eine geringe Durchgängigkeit sowie eine stark eingeschränkte Verfügbarkeit der Werkzeugdaten. Durch ein digitales Werkzeugmanagement in der Cloud könnten die medialen Brüche in der Werkzeug-Supply-Chain überwunden werden. Der Abruf und die Aktualisierung von Werkzeugdaten ist damit permanent und ortsunabhängig möglich. Durch eine eindeutige Werkzeugidentifizierung kann zudem eine automatische Übertragung benötigter Daten auf Maschinen erfolgen.
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 3 | Seite 52-56
Produktionslogistik mit System

Produktionslogistik mit System

Integrierte Strukturen und Standardschnittstellen als Basis für agile Lieferketten
André Theilmeier
Seit die Automatisierungstechnik Ende des letzten Jahrhunderts Einzug in die Betriebe gehalten hat, haben sich die Produktionsprozesse weltweit rasant verändert. Ging es bislang vor allem darum, interne Abläufe besser zu verzahnen, rückt die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit heute zunehmend in den Fokus. Betriebe agieren mehr denn je in Netzwerken, Einzelkämpfer haben es schwer. Um in globalen Lieferketten effizient und effektiv zusammenzuarbeiten, sind transparente Strukturen und Standards unverzichtbar. Das gilt auch und besonders für die Logistik.
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 1 | Seite 59-62
Produktivitätssteigerung durch synchronisierte Logistikprozesse

Produktivitätssteigerung durch synchronisierte Logistikprozesse

Florian Klug
Dass die Geschwindigkeit eines Ruderboots mit der zeitlichen Übereinstimmung der Ruderschläge zu tun hat, ist eine hinlänglich bekannte Tatsache. Wer aus dem Rhythmus kommt, verliert an Leistung und braucht daher länger, um das Ziel zu erreichen. Was für den Erfolg eines Ruderteams gilt, kann auch auf industrielle Logistikprozesse übertragen werden. Synchronisierte Materialflüsse  über verschiedene Stufen einer Supply Chain hinweg  ermöglichen eine Steigerung der Durchsatzleistung bei gleichzeitig stabileren Prozessen. Der vorliegende Beitrag basiert auf Forschungsergebnissen zum Thema „Synchronisierte Logistikprozesse“, welche in den letzten Jahren an der Fakultät Betriebswirtschaft der Hochschule München erzielt wurden. Auf Basis von bereits in der Verkehrsdynamik erfolgreich eingesetzten Modellen wurde der Zusammenhang zwischen Synchronisation, Produktivität und Stabilität von Materialflüssen eingehender untersucht.
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 1 | Seite 51-54
Industrie 4.0 = CIM 2.0?

Industrie 4.0 = CIM 2.0?

Peter Mertens
Beim Studium des Konzepts „Industrie 4.0“ werden einige Analogien zu CIM sichtbar. Bei Industrie 4.0 kann man den inzwischen erreichten Fortschritt in der Fertigungstechnik und in der Informatik nutzen. Hingegen waren beim CIM-Konzept die Wechselwirkungen zwischen der betriebswirtschaftlichen Sphäre und der Wirtschaftsinformatik einerseits und dem Maschinenbau andererseits schon besser erkannt worden. Es empfiehlt sich, beim Entwurf von generellen und branchenspezifischen Industrie-4.0-Lösungen auf Erkenntnisse und Erfahrungen, die bei CIM-Projekten gewonnen worden waren, zurückzugreifen.
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 1 | Seite 27-30
Detektion kritischer Störungen in Supply Chains

Detektion kritischer Störungen in Supply Chains

Jens Hartmann, Magdalena Metzger, Bernd Scholz-Reiter ORCID Icon
Die Produktion vieler Güter findet heute an verteilten Standorten innerhalb von Supply Chains mit mehreren Produktionsstufen statt. Die Produktionsplanung der einzelnen Standorte basiert dabei auf vereinbarten Lieferterminen für benötigte Rohstoffe und Zwischenprodukte mit anderen Supply Chain Partnern. Für ein funktionierendes Gesamtsystem ist daher von großer Bedeutung, dass vereinbarte Liefertermine eingehalten werden. Häufig treten jedoch unerwartete Störungen der Produktion auf, welche die Ausführung eines gegebenen Produktionsplans verhindern. Dieser Beitrag beschreibt ein Verfahren, mit dem durch signalbasierte Fehlererkennung kritische Störungen in Produktionssystemen rechtzeitig erkannt werden können. Nach der Detektion von Störungen wird zudem mittels einer Heuristik ein geänderter Plan erzeugt, der die Störungen abschwächt und so für eine zuverlässige Produktion sorgt.
Industrie Management | 29. Jahrgang | 2013 | Ausgabe 6 | Seite 26-30
Reaktionsvermögen von Logistiknetzwerken

Reaktionsvermögen von Logistiknetzwerken

Herausforderungen und Chancen logistischer Systeme bei unvorhersehbar auftretenden Auslastungsschwankungen
Stephan Oelker, Ann-Kathrin Rohde
Komplexe, dynamische und weltumspannende Logistiksysteme sind durch eine starke Abhängigkeit der Partizipierenden untereinander gekennzeichnet, wodurch lokale Entwicklungen, insbesondere im wirtschaftlichen Sektor, unvorhersehbare Auswirkungen auf das Gesamtnetz mit sich bringen können. Zukünftig ist zu erwarten, dass konjunkturelle Schwankungen in immer kürzer werdenden Abständen auftreten. In Zeiten einer inkonstanten Wirtschaftslage besteht die Herausforderung darin, die Prozesse so flexibel zu gestalten bzw. das Gesamtsystem so robust auszulegen, dass auf unvorhersehbar auftretende Schwankungen der Märkte bestmöglich reagiert werden kann und das System nicht kollabiert.
Industrie Management | 29. Jahrgang | 2013 | Ausgabe 4 | Seite 57-60
Handlungsfelder für den Umgang mit demografiebasierten Risiken in der Supply Chain

Handlungsfelder für den Umgang mit demografiebasierten Risiken in der Supply Chain

Meike Schröder, Carolin Singer, Wolfgang Kersten ORCID Icon
Die alternde Bevölkerung in Industrie- und Schwellenländern stellt sowohl Gesellschaften als auch Unternehmen vor große Herausforderungen. Um mit Risiken wie dem demografischen Wandel umzugehen, müssen Unternehmen rechtzeitig Strategien und Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen einleiten. In dem vorliegenden Beitrag werden demografiebasierte Risiken vor dem Hintergrund des Supply Chain Managements betrachtet. Hierzu werden Lösungsansätze vorgestellt, um die mit dem demografischen Wandel verbundenen Nachfrage- und Umfeld-risiken Supply-Chain-orientiert zu bewältigen. Die Beispiele fokussieren auf die drei Handlungsfelder Personalmanagement, Modularisierung von Produkten sowie integrierte Produktentwicklung.
Industrie Management | 29. Jahrgang | 2013 | Ausgabe 3 | Seite 69-72
Lean Supply Chain Management

Lean Supply Chain Management

Einstufige Materialbereitstellkonzepte zur Versorgung der variantenreichen Automobilproduktion
Sebastian Meißner, Matthias Conze, Sebastian Habenicht, Willibald A. Günthner
Schlanke Belieferungs- und Bereitstellkonzepte sind wesentlicher Bestandteil eines ganzheitlichen Produktionssystems [1]. In der Automobilproduktion sind die Bereitstellung in Auftragssequenz (JIS), die Bereitstellung von fahrzeugspezifischen Warenkörben sowie die sortenreine Bereitstellung von Teileumfängen übliche Standardkonzepte. Für die Bereitstellung von Warenkörben aus unterschiedlichen Teilefamilien sind effiziente Kommissionierprozesse notwendig. Die Kommissionierung findet heute üblicherweise in bandnahen Supermärkten statt, die aus Lägern mit Nachschub versorgt werden. Ein Forschungsprojekt der MAN Truck & Bus AG und des Lehrstuhls fml der TU München verfolgt die Verschlankung dieser Bereitstellprozesse durch die Zusammenlegung von Lager- und Kommissionierstufen. Grundlegende Voraussetzung der breiten Umsetzung dieser einstufigen Bereitstellkonzepte ist eine Veränderung der Belieferungs- und Dispositionsstrategie.
Industrie Management | 28. Jahrgang | 2012 | Ausgabe 6 | Seite 14-18
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