Produzierende Unternehmen sind nicht nur operativ dazu gezwungen, den veränderten Marktanforderungen gegen die vorhandenen Planungen, Bedarfe und Kapazitäten zu spiegeln. Eine Hauptanforderung besteht vielmehr in der längerfristigen Balance zwischen kundenseitigen Anforderungen, der eigenen Produktion und der Zulieferung durch Wertschöpfungspartner. Gelingt es beispielsweise, die rollierende Planung mit den zukünftigen Kapazitätsbedarfen über einen entsprechend weiten Horizont abzugleichen, kann man das Wertschöpfungssystem frühzeitig darauf auslegen und läuft nicht mehr Gefahr, die Reaktionsfähigkeit zu verlieren. Da man ein ERP-System mit dieser Aufgabe nicht belasten kann, skizziert der Autor einen Weg, die zukünftigen Kapazitätssituationen mit hinreichender Genauigkeit abzubilden und in verschiedenen Szenarien einschätzbar zu machen.