Logistik

KEP-Dienstleister – Innovatoren städtischer Versorgung

KEP-Dienstleister - Innovatoren städtischer Versorgung

Innovationsfelder bei Kurier-, Express- und Paketdienstleistern im urbanen Kontext
Ralf Elbert ORCID Icon, Armin Bohnhoff, Dominik Thiel, Daniel Reinhardt, Sebastian Will
Kurier-, Express- und Paketdienstleister (KEP-Dienstleister) haben eine entscheidende Bedeutung für die Wirtschaft, indem sie kleinteilige Warenströme zwischen Unternehmen abwickeln und als Bindeglied zwischen (Handels-)Unternehmen und Privathaushalten fungieren. Herausforderungen wie der zunehmende Onlinehandel, erhöhte Lieferzeitanforderungen und ein steigender Wettbewerb sorgen in Verbindung mit der wachsenden Bedeutung von Umwelt-aspekten und politischer Regulierung für einen zunehmenden Innovationsdruck bei KEP-Dienstleistern. Insbesondere im urbanen Umfeld können verschiedene Innovationsfelder identifiziert werden, die einen Beitrag zu einer kosteneffizienten und umweltschonenden Versorgung von Unternehmen und Privathaushalten in der Stadt leisten können.
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 4 | Seite 21-24
Corporate Capability Management für den Mittelstand?

Corporate Capability Management für den Mittelstand?

Herausforderungen zur nachhaltigen Nutzung kollektiver Intelligenz für den Mittelstand
Sigrid Wenzel ORCID Icon, Thomas Gutfeld, Dennis Abel, Melanie Dölle
Zur Lösung neuartiger und einmaliger Aufgaben werden regelmäßig interdisziplinäre und ggf. unternehmensübergreifende Teams gebildet, um das notwendige Fachwissen für den gemeinsamen Projekterfolg konzentriert einsetzen zu können. In dieser projektspezifischen Organisationsform werden die Vorteile kollektiver Intelligenz genutzt, das im Projekt erworbene zusätzliche Erfahrungswissen nach Projektende jedoch häufig nicht systematisch im Unternehmen verankert. Hinzu kommen spezifische Herausforderungen von Projekten des Mittelstands. Eine projektbezogene Kompetenzvernetzung im Sinne des Corporate Capability Managements (CCM) erfordert neue Wege und Werkzeuge. Zukunftsweisend könnten Ideen für ein simulationsgestütztes logistikintegriertes Projektmanagement [3] sein, welche unter anderem auf der Aufstellung und Nutzbarmachung von Referenzplänen sowie Projekt- und Logistikszenarien basieren, in welche sukzessive Erfahrungen und Prozessverbesserungen einfließen.
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 3 | Seite 7-10
Werkzeugmanagement in der Cloud

Werkzeugmanagement in der Cloud

Potenziale einer unternehmensübergreifenden Cloud-Lösung für ein digitales und automatisiertes Werkzeugmanagement
Marcus Röschinger, Dominik Stockenberger, Willibald A. Günthner
In modernen Supply Chains nimmt die Vernetzung der beteiligten Unternehmen immer mehr zu. Dies gilt auch für die Versorgung von produzierenden Unternehmen mit Fertigungsmitteln. Im Bereich des Werk-zeugmanagements gestaltet sich der Informationsfluss daher zunehmend komplexer. Dabei bedingt der in erster Linie papierbasierte Informationsaus-tausch eine geringe Durchgängigkeit sowie eine stark eingeschränkte Verfügbarkeit der Werkzeugdaten. Durch ein digitales Werkzeugmanagement in der Cloud könnten die medialen Brüche in der Werkzeug-Supply-Chain überwunden werden. Der Abruf und die Aktualisierung von Werkzeugdaten ist damit permanent und ortsunabhängig möglich. Durch eine eindeutige Werkzeugidentifizierung kann zudem eine automatische Übertragung benötigter Daten auf Maschinen erfolgen.
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 3 | Seite 52-56
Produktionskennlinien im Prozesskettenparadigma

Produktionskennlinien im Prozesskettenparadigma

Ideale Mindestbestände als Steuerungsgröße
Holger Beckmann, Frederik Döbbeler, Oliver Künzler, Michael Lücke
Wird eine Optimierung von Prozessketten angestrebt, ist es mindestens erforderlich, einen Bewertungsmaßstab zur Verfügung zu haben, an dem die Güte eines bestehenden Ablaufs gemessen werden kann. Aus der Lücke zwischen Ist und Soll lassen sich Optimierungsmaßnahmen ableiten. Im Rahmen des Forschungsprojekts ProCurve.NRW soll diese grundsätzliche Logik über einen innovativen Ansatz des Prozesskettenmanagements geleistet werden, indem die Zielgrößen über Kennlinien entlang der Prozesskette beschrieben werden, innerhalb derer der Ist-Zustand über einen Punkt auf der Kennlinie (sog. Betriebspunkt) visualisiert wird. Über ein Wirkmodell soll dem Anwender des Instrumentariums aufgezeigt werden, durch welche Maßnahmen entweder der Betriebspunkt in Richtung des Sollzustands verschoben oder der Verlauf der Kennlinie grundsätzlich optimiert werden kann. Hierzu soll das ‚Prozessketteninstrumentarium‘ nach Kuhn mit den ‚Logistischen Kennlinien‘ nach Nyhuis und Wiendahl für ...
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 2 | Seite 22-26
Belastungsermittlung im Warehouse Management System

Belastungsermittlung im Warehouse Management System

Bewertung der physischen Belastung von Arbeitsplätzen in der Kommissionierung durch das WMS
Myriam Koch, Willibald A. Günthner
Die Beurteilung von physischen Belastungen am Arbeitsplatz hat in den letzten Jahren, vor allem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, an Bedeutung gewonnen. In Kommissioniersystemen erfolgt die Beurteilung der physischen Belastung bislang lediglich auf Basis von Durchschnittswerten für eine exemplarische Schicht. Durch die Erweiterung des Warehouse Management Systems (WMS) ist eine automatische und fortlaufende Bewertung möglich, die aktuelle Daten für die Berechnung verwendet und nach jedem Kommissionierauftrag die Höhe der physischen Belastung ermittelt. Der Fokus dieses Beitrags liegt auf der Auswahl von Bewertungsverfahren, die sich in das WMS integrieren lassen, sowie der Entwicklung einer auf diesen Verfahren basierenden Methodik zur Risikobewertung im WMS.
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 1 | Seite 47-50
Industrie 4.0 = CIM 2.0?

Industrie 4.0 = CIM 2.0?

Peter Mertens
Beim Studium des Konzepts „Industrie 4.0“ werden einige Analogien zu CIM sichtbar. Bei Industrie 4.0 kann man den inzwischen erreichten Fortschritt in der Fertigungstechnik und in der Informatik nutzen. Hingegen waren beim CIM-Konzept die Wechselwirkungen zwischen der betriebswirtschaftlichen Sphäre und der Wirtschaftsinformatik einerseits und dem Maschinenbau andererseits schon besser erkannt worden. Es empfiehlt sich, beim Entwurf von generellen und branchenspezifischen Industrie-4.0-Lösungen auf Erkenntnisse und Erfahrungen, die bei CIM-Projekten gewonnen worden waren, zurückzugreifen.
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 1 | Seite 27-30
Produktionskennlinien im Prozesskettenparadigma

Produktionskennlinien im Prozesskettenparadigma

Holger Beckmann, Frederik Döbbeler, Oliver Künzler, Michael Lücke
Fabrikbetriebe stehen heutzutage unter immer größerem Erfolgsdruck. Anspruchsvollere Kundenwünsche, die in stetig kürzer werdender Zeit sowie zu geringeren Preisen erzeugt werden sollen, erfordern von Unternehmen Flexibilität, Belastbarkeit und Zuverlässigkeit. Vor diesem Hintergrund ist es für Unternehmen notwendig, ihre Geschäftsprozesse einer permanenten Überprüfung zu unterziehen. Die damit verbundene Prozessperspektive, die sich spätestens seit Mitte der 1980er Jahre stark in der Industrie ausgeprägt hat, soll im Folgenden mit dem Dortmunder Prozesskettenmodell aufgegriffen werden. Die Überprüfung der Prozesse erfordert eine permanente Planungsbereitschaft, die bedingt, dass zu jeder Zeit Auskunft über den Status quo im Betrieb gegeben werden kann. Hierzu bedarf es geeigneter Bewertungsmethoden und Kenngrößen. In diesem Kontext werden die Produktionskennlinien aufgezeigt, die ein arbeitssystembezogenes Produktionscontrolling erlauben. Der Beitrag skizziert darauf ...
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 1 | Seite 22-26
Produktionslogistik mit System

Produktionslogistik mit System

Integrierte Strukturen und Standardschnittstellen als Basis für agile Lieferketten
André Theilmeier
Seit die Automatisierungstechnik Ende des letzten Jahrhunderts Einzug in die Betriebe gehalten hat, haben sich die Produktionsprozesse weltweit rasant verändert. Ging es bislang vor allem darum, interne Abläufe besser zu verzahnen, rückt die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit heute zunehmend in den Fokus. Betriebe agieren mehr denn je in Netzwerken, Einzelkämpfer haben es schwer. Um in globalen Lieferketten effizient und effektiv zusammenzuarbeiten, sind transparente Strukturen und Standards unverzichtbar. Das gilt auch und besonders für die Logistik.
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 1 | Seite 59-62
Produktivitätssteigerung durch synchronisierte Logistikprozesse

Produktivitätssteigerung durch synchronisierte Logistikprozesse

Florian Klug
Dass die Geschwindigkeit eines Ruderboots mit der zeitlichen Übereinstimmung der Ruderschläge zu tun hat, ist eine hinlänglich bekannte Tatsache. Wer aus dem Rhythmus kommt, verliert an Leistung und braucht daher länger, um das Ziel zu erreichen. Was für den Erfolg eines Ruderteams gilt, kann auch auf industrielle Logistikprozesse übertragen werden. Synchronisierte Materialflüsse  über verschiedene Stufen einer Supply Chain hinweg  ermöglichen eine Steigerung der Durchsatzleistung bei gleichzeitig stabileren Prozessen. Der vorliegende Beitrag basiert auf Forschungsergebnissen zum Thema „Synchronisierte Logistikprozesse“, welche in den letzten Jahren an der Fakultät Betriebswirtschaft der Hochschule München erzielt wurden. Auf Basis von bereits in der Verkehrsdynamik erfolgreich eingesetzten Modellen wurde der Zusammenhang zwischen Synchronisation, Produktivität und Stabilität von Materialflüssen eingehender untersucht.
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 1 | Seite 51-54
Detektion kritischer Störungen in Supply Chains

Detektion kritischer Störungen in Supply Chains

Jens Hartmann, Magdalena Metzger, Bernd Scholz-Reiter ORCID Icon
Die Produktion vieler Güter findet heute an verteilten Standorten innerhalb von Supply Chains mit mehreren Produktionsstufen statt. Die Produktionsplanung der einzelnen Standorte basiert dabei auf vereinbarten Lieferterminen für benötigte Rohstoffe und Zwischenprodukte mit anderen Supply Chain Partnern. Für ein funktionierendes Gesamtsystem ist daher von großer Bedeutung, dass vereinbarte Liefertermine eingehalten werden. Häufig treten jedoch unerwartete Störungen der Produktion auf, welche die Ausführung eines gegebenen Produktionsplans verhindern. Dieser Beitrag beschreibt ein Verfahren, mit dem durch signalbasierte Fehlererkennung kritische Störungen in Produktionssystemen rechtzeitig erkannt werden können. Nach der Detektion von Störungen wird zudem mittels einer Heuristik ein geänderter Plan erzeugt, der die Störungen abschwächt und so für eine zuverlässige Produktion sorgt.
Industrie Management | 29. Jahrgang | 2013 | Ausgabe 6 | Seite 26-30
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