Nachhaltigkeit

Die Angst vor der Banalität

Die Angst vor der Banalität

Warum Initiativen zur Komplexitätsreduktion oft nicht greifen
Werner Girth
Komplexität entsteht nicht am Reißbrett. Komplexität entsteht durch den permanenten Ver­such einer Organisation, sich im Wettbewerb zu behaupten. Sie dringt an vielen Stellen ins Unternehmen ein. Daher kann auch der Kampf, teure Komplexität zu kontrollieren und wenn möglich auch zu reduzieren, nicht durch Konzepte allein gewonnen werden. Denn was nützt das beste Konzept, wenn es der Unternehmensleitung nicht gelingt, ihre Ideen auf den Boden zu bringen. Das beobachten wir in der Realität. Vielen Führungskräften, die wir in der betrieb­lichen Praxis erleben, fehlt die Bodenhaftung. Das ist den wenigsten Verantwortlichen bewusst. Aus unserer Erfahrung sind nur durchgängige, zeitnahe und maßnahmenorientierte Systeme in der Lage, Initiativen zur Komplexitäts­reduktion erfolgreich und nachhaltig umzusetzen. Das klingt nicht revolutionär, ist aber sehr effektiv. Warum sind gute Systeme dann in der Realität so selten anzutreffen?
Industrie Management | 24. Jahrgang | 2008 | Ausgabe 3 | Seite 10-12
Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Regionen

Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Regionen

Empirische Ergebnisse zum Status Quo der Logistik im Ostseeraum
Wolfgang Kersten ORCID Icon, Mareike Böger, Carolin Singer, Meike Schröder
The Baltic Sea Region is one of the most dynamic regions in the European Union (EU). Since the enlargement of the EU in 2004, it offers new opportunities for manufacturing as well as for trading companies and logistics service providers. However, there are discrepancies in the speed of economic development in the different regions. This paper will present the results of a logistics study that was conducted in 9 regions around the Baltic Sea. The aim of this study was to enable a first time comparative analysis of the status quo and the needs of the logistics sector in the Baltic Sea Region. The investigation was part of a European research project with partners from Hamburg, Denmark, Estonia, Finland, Latvia, Lithuania, Poland, Russia, and Sweden.
Industrie Management | 24. Jahrgang | 2008 | Ausgabe 2 | Seite 59-62
Zukunftsthemen der Logistik

Zukunftsthemen der Logistik

Falk Mikosch
Die klassischen logistischen Zielgrößen werden zukünftig um die Zielgröße Ressourcenschonung ergänzt. Der vorliegende Beitrag zeigt neben der Notwendigkeit für neue Strategien, auch neue Ansätze, mit denen ein an das Optimum ausgerichteter und ökologischer Gesamtzustand der Logistik erreicht werden könnte.
Industrie Management | 24. Jahrgang | 2008 | Ausgabe 2 | Seite 9-10
Ausbau des Servicegeschäfts in China

Ausbau des Servicegeschäfts in China

Heiko Gebauer, Felix Pütz, Fabrice Seite
Aufgrund des intensiven Preiswettbewerbs bei den Produkten sind Industrieunternehmen gezwungen, verstärkt in den Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts in China zu investieren. Dies stellt Unternehmen jedoch vor essenzielle Herausforderungen: Chinesische Unternehmen kopieren Ersatzteile. Dienstleistungskompetenzen sind kaum vorhanden. Zusätzlich erzwingen die chinesischen Kundenanforderungen an die Basisdienstleistungen hohe Investitionen in die Logistikinfrastruktur. Dieser Beitrag zeigt auf wie Unternehmen durch eine Professionalisierung des Personalmanagements, die Anpassung des Dienstleistungsangebots auf die lokalen Bedürfnisse und eine ausgereifte Logistikinfrastruktur diesen Herausforderungen begegnen können.
Industrie Management | 24. Jahrgang | 2008 | Ausgabe 1 | Seite 19-22
Logistikforschung und -training durch ausländische Forschungsinstitute in China

Logistikforschung und -training durch ausländische Forschungsinstitute in China

Michael Schenk, Tobias Reggelin, Kay Matzner
Aufgrund der aktuellen und zukünftig zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklung in China mit jährlichen Wachstumsraten von ca. 10 % und der Öffnung des chinesischen Markts für Logistikdienstleistungen rechnen ausländische Logistikdienstleister mit einem jährlichen Wachstum von ca. 30 % im oberen besonders renditeträchtigen Marktsegment. Eine der größten Herausforderungen stellt dabei das Fehlen hinreichend qualifizierter einheimischer Logistik-Fachkräfte dar. Hier liegt eine Chance für ausländische Forschungsinstitute und Unternehmen in China tätig zu werden.
Industrie Management | 24. Jahrgang | 2008 | Ausgabe 1 | Seite 12-14
Modularisierung logistischer Systeme

Modularisierung logistischer Systeme

Ein Beitrag zum Management von Komplexität
Frank Straube ORCID Icon, Axel Mayer
Die Komplexität in Industrieunternehmen nimmt durch externe Treiber wie die Nachfrage nach individualisierten Leistungsbündeln seitens der Kunden, dem steigenden Konkurrenzdruck durch globalen Wettbewerb sowie den technologischen Entwicklungen, die zu verkürzten Produktlebens- und Innovationszyklen führen, mit hoher Geschwindigkeit zu. Auf externe Komplexität reagieren Unternehmen mit dem Aufbau von interner Komplexität, von der insbesondere die Logistik betroffen ist, beispielsweise indem eine hohe Anzahl Kunden mit heterogener Bedürfnisstruktur mit einem entsprechend diversifizierten Produktprogramm bedient wird, wodurch letztlich die abzuwickelnde Variantenvielfalt stark zunimmt. Diese steigende interne Komplexität führt dazu, dass vielversprechende Logistikkonzepte in der Praxis nicht erfolgreich umgesetzt werden. Dieser Beitrag zeigt ein Vorgehen, das unter Zuhilfenahme des Gestaltungsprinzips der Modularisierung einen organisatorischen Rahmen schafft, um sowohl in ...
Industrie Management | 23. Jahrgang | 2007 | Ausgabe 6 | Seite 53-55
Die Digitale Fabrik unterstützt bei der Planung der Endmontage

Die Digitale Fabrik unterstützt bei der Planung der Endmontage

Digitale Montageplanung bei der DaimlerChrysler AG
Thorsten Vollstedt, Steffen Körner
Die Produktionsplanung der Mercedes Car Group steht durch kürzere Entwicklungszeiten und Modell-offensiven ständig vor steigenden Her-ausforderungen. Damit die Fahrzeugentwicklung schon früh die Anforderungen der späteren Serienproduktion berücksichtigen kann, wurde bereits vor rund fünf Jahren begonnen, neue Ansätze zu verfolgen. Hierbei entstand die Digitale Fabrik aus der Zielsetzung, zukünftig keine Produktionsanlage in Betrieb zu nehmen, ohne dass vorab Produkt, Produktionsprozess und Produktionsanlage digital abgesichert wurden. Heute werden die Endmontagelinien bereits durchgängig über einen integrierten Workflow zwischen Montage-, Logistik- und Fabrikplanung geplant.
Industrie Management | 23. Jahrgang | 2007 | Ausgabe 5 | Seite 60-62
Ökologistik Umweltorientierung in der Logistik

Ökologistik Umweltorientierung in der Logistik

Bernd Scholz-Reiter ORCID Icon, Felix Böse, Uwe Hinrichs, Christian Toonen
Wie aus der aktuellen Diskussion über die Beeinflussung des Klimas durch den Menschen ersichtlich wird, steht besonders die Industrie zukünftig verstärkt vor der Aufgabe, Umweltaspekte im betrieblichen Ablauf zu berücksichtigen und im Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen nachhaltiger zu agieren. Während im Bereich der Verfahrens- und Anlagentechnik bereits beachtliche Fortschritte zur Erreichung dieser Zielsetzung realisiert wurden, besteht in der Logistik noch umfangreicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf. Bedingt durch die zunehmend globalisierte Wirtschaft ist das Aufgabengebiet und die Intensität des Ressourceneinsatzes in der Logistik in den letzten Jahren stark angewachsen, was die Wichtigkeit erhöht, zugrunde liegende Strukturen und Prozesse im Hinblick auf ihre ökologischen Auswirkungen zu analysieren, zu bewerten und ggf. unter Berücksichtigung von Umweltgesichtspunkten neu zu gestalten. Im vorliegenden Artikel soll dazu das Anwendungsspektrum der ...
Industrie Management | 23. Jahrgang | 2007 | Ausgabe 5 | Seite 15-18
Prozesskostenrechnung in logistischen Bereichen

Prozesskostenrechnung in logistischen Bereichen

Prozessorientierung erhöht Kostentransparenz
Jochen Deuse ORCID Icon, Christian Goldscheid, Yvonne Finke
Ein wesentliches Kriterium für die Wettbewerbsfähigkeit logistischer Bereiche ist neben der Wirtschaftlichkeit der Logistikprozesse auch die Kostentransparenz, d.h. die verursachungsgerechte Zuordnung der entstehenden Kosten zu den einzelnen Logistikleistungen. Da in der Logistik im Gegensatz zur Produktion keine materiellen Güter, sondern Dienstleis-tungen erstellt werden, liegen häufig Kostenstrukturen vor, bei denen eine Anwendung der traditionellen Kos-tenrechnungssysteme zu erheblichen Verzerrungen führt. Mithilfe der Prozesskostenrechnung ist es möglich, die Kosten prozessorientiert zu ermitteln und den einzelnen Leistungserstellungsprozessen zuzuordnen.
Industrie Management | 23. Jahrgang | 2007 | Ausgabe 5 | Seite 35-38
Entscheidungen selbststeuernder logistischer Objekte

Entscheidungen selbststeuernder logistischer Objekte

Henning Rekersbrink, Bjørn Ludwig, Bernd Scholz-Reiter ORCID Icon
Innerhalb der Selbststeuerung von Transportprozessen ist es notwendig, dass logistische Objekte Entscheidungen über Routenalternativen treffen. Die verschiedenen möglichen Alternativen erhalten sie durch Selbststeuerungsprotokolle. Um aus diesen Alternativen eine Entscheidung treffen zu können, wird ein am Bremer Sonderforschungsbereich 637 weiterentwickeltes Entscheidungssystem vorgestellt, welches auf der Methode der unscharfen hierarchischen Aggregation mithilfe der Unscharfen Logik (Fuzzy Logic) basiert. Es wurde als anwenderfreundliches Bewertungs- und Entscheidungssystem erstellt und ist nicht nur für selbststeuernde logistische Objekte anwendbar.
Industrie Management | 23. Jahrgang | 2007 | Ausgabe 4 | Seite 25-30
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