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Von der Stichprobe hin zu Echtzeitdaten

Von der Stichprobe hin zu Echtzeitdaten

Integriertes Anlagenengineering zur Erhöhung der Prozessfähigkeit
Alexander Seelig
Die Digitalisierung von Prozessen ist komplex und fehlerbehaftet. Deswegen werden Fertigungsprozesse mit Methoden der statistischen Prozesslenkung überwacht. Das Ziel des vorgestellten Projekts war die Beantwortung der Fragen, wie die Datengrundlage für den Einsatz der Qualitätsregelkarte (QRK) von Stichproben auf nahezu Echtzeitdaten erweitert werden kann und wie die Implementierung der Lösung erfolgen sollte. Die Softwarelösung wurde in der Fischertechnik Lernfabrik entwickelt und getestet. Es konnte gezeigt werden, dass sich die Daten aus der Lernfabrik eignen, um eng getaktet dargestellt und mittels Prozesskennzahlen der QRK ausgewertet werden zu können. So können Fehler vermieden und Kapazitäten eingespart werden.
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 1 | Seite 48-52
Qualitative Wirkzusammenhänge für die Planung und Durchführung von Umzugsprojekten in der Reorganisation von Fabriken

Qualitative Wirkzusammenhänge für die Planung und Durchführung von Umzugsprojekten in der Reorganisation von Fabriken

Andreas Nitsche, Malte Stonis ORCID Icon, Peter Nyhuis ORCID Icon
Die Realisierung von Reorganisationsprojekten stellt eine komplexe und eigenständige Planungsaufgabe im Rahmen einer Fabriklayoutplanung dar. Es existieren nur wenig methodische Kenntnisse, welche die zeitlichen, räumlichen und organisatorischen Restriktionen in der Erstellung eines Terminplans berücksichtigen. Der vorliegende Beitrag soll die Wirkzusammenhänge in der Planung und Durchführung von Realisierungsprojekten darstellen und somit eine Diskussionsgrundlage für weiterführende Untersuchungen im Bereich der Terminplanung von Fabrikumzügen, wie der Formulierung eines Mathematischen Optimierungsproblems für die Reorganisation von Fabrikobjekten schaffen.
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 1 | Seite 53-57
KI als Planungsassistenz in der Kontraktlogistik

KI als Planungsassistenz in der Kontraktlogistik

Überwachtes Lernen zur Vorhersage von Prozessschritten in der Planung von Logistikprozessen
Marius Veigt, Lennart M. Steinbacher, Michael Freitag ORCID Icon
Der Wettbewerbsdruck in der Kontraktlogistikbranche ist groß. Logistikanbieter müssen schnell und mit überzeugenden Konzepten auf Ausschreibungen reagieren. Dieser Beitrag zeigt erste Ansätze, wie die Prozessplanung der Logistik im Ausschreibungsmanagement mit Methoden des überwachten Lernens beschleunigt werden kann. Unter der Prämisse, dass ähnliche Prozesse aus vergangenen Projekten auf ein neues Projekt übertragen und angepasst werden können, schlägt ein KI-basiertes Assistenzsystem während der Planung mittels Methoden des überwachten Lernens geeignete Prozessschritte in Form von MTM-Codes (Methods-Time Measurement) vor. Dieses Vorgehen beschleunigt die Prozessplanung und kann zu einer Steigerung der Qualität der geplanten Logistikkonzepte führen.
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 1 | Seite 9-13
Strategisch statt punktuell Prozesse automatisieren

Strategisch statt punktuell Prozesse automatisieren

Ein Center of Automation zündet den Digitalisierungsbooster – nicht nur in affinen Fachbereichen
Steffen Weiers
Viele Fachabteilungen haben die enorme Effizienzsteigerung und personelle Entlastung von Routinetätigkeiten durch Prozessautomatisierung bereits erkannt. Diese digitalen Vordenker haben damit begonnen, Büroprozesse durch neue Technologien wie Robotic Process Automation (RPA), Low Code in der Microsoft Power Platform oder in SAP zu automatisieren. Die positiven Erfahrungen verbleiben jedoch oftmals in einzelnen Abteilungen. Aufgrund des fehlenden strategischen Überbaus gelingt es Unternehmen als Ganzes noch nicht, die Mehrwerte systematisch auf alle Bereiche zu übertragen. Die organisatorische Lösung hierfür nennt sich „Center of Automation“. Manchmal reicht es aus, wenn das Team aus zwei Mitgliedern besteht, um eine übergreifende, digitale Prozessdenke in ein Unternehmen hineinzubringen.
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 1 | Seite 58-62
Industrielle Abo-Modelle

Industrielle Abo-Modelle

Wie verschiedene Player in einem Abo-Ökosystem profitieren
Markus Burger, Julia Arlinghaus ORCID Icon
Nach dem Erfolg von Abo-Modellen wie Netflix oder Spotify im IT- und Multimediasektor, schafft die Umsetzung Industrie 4.0 zunehmend die Voraussetzungen, vergleichbare Modelle im industriellen Kontext anzubieten. Dementsprechend bieten Vorreiter Abo-Modelle für z. B. Druckmaschinen, Kompressoren oder Lokomotiven an. Dabei agieren Anbieter nicht allein, sondern werden bei der Ausgestaltung und Umsetzung des Abo-Angebots von verschiedenen Playern wie Finanzierern, Versicherungen oder Digitalisierungsdienstleistern unterstützt. Dadurch entsteht ein sogenanntes Abo-Ökosystem. Dieser Beitrag beleuchtet diese Ökosysteme und zeigt auf, inwiefern welche Player an industriellen Abo-Modellen partizipieren können. In Abhängigkeit der Kundenakzeptanz dieser Modelle bietet sich für verschiedenste Unternehmen die Möglichkeit, vom Abo-Trend zu profitieren und neue Märkte und Kundengruppen zu erschließen.
Industrie 4.0 Management | 38. Jahrgang | 2022 | Ausgabe 6 | Seite 63-66
„Von Cyber-Physical Systems erzeugte Daten werden wichtiger“

„Von Cyber-Physical Systems erzeugte Daten werden wichtiger“

Interview mit Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter, ehem. Herausgeber Industrie 4.0 Management
Bernd Scholz-Reiter ORCID Icon
Zusammen mit Professor Krallmann von der TU Berlin haben Sie 1984 die Fachzeitschrift CIM Management gegründet. Was war damals der Grund für diese Initiative? CIM, also Computer Integrated Manufacturing oder auf deutsch die Rechnerintegrierte Produktion, war in den 1980er Jahren das alles beherrschende Thema für die produzierende Industrie, die Software-Hersteller aber auch für die Hardware-Lieferanten. Es ging um die Durchgängigkeit der rechnergestützten Systeme ohne Medienbrüche von der Konstruktion (CAD Computer Aided Design) über die Arbeitsplanung (CAP Computer Aided Process Planning) bis zur Maschinensteuerung (CAM Computer Aided Manufacturing) und der quer dazu liegenden Produktionsplanung und -steuerung (PPS). Bis dahin waren diese Systeme nicht miteinander verknüpft und wesentliche Rationalisierungseffekte waren deshalb nicht gegeben. Auf allen großen Messen und vielen Kongressen wurde CIM von den Hard- und Softwareherstellern massiv propagiert und der ...
Industrie 4.0 Management | 38. Jahrgang | 2022 | Ausgabe 6 | Seite 6-8
Planerische Herausforderungen im intermodalen Transport

Planerische Herausforderungen im intermodalen Transport

Datenmodelle für den Austausch von Planungsdaten für regionale Gütertramtransporte
Jonas Ziegler, Ingo Dittrich, Theo Lutz ORCID Icon, Lisa Fäßler
Aktuell wird die Logistikbranche immer wieder mit verschiedenen Herausfor- derungen konfrontiert, wie bspw. dem Fahrermangel sowie den Umweltaus- wirkungen durch den Güterverkehr. Im Vergleich zwischen den Verkehrsträgern spricht dies für eine stärkere Verlagerung des Gütertransports von der Straße auf die Schiene. In diesem Beitrag werden die Herausforderungen für diese Verlagerung beleuchtet und gezeigt, inwiefern neue Datenmodelle die Transportplanung und Wirtschaftlichkeitsbewertung regionaler Gütertram- transporte vereinfachen können.
Industrie 4.0 Management | 38. Jahrgang | 2022 | Ausgabe 6 | Seite 59-62
Plattformökonomie ohne Plattform

Plattformökonomie ohne Plattform

Wie DAOs die Industrie 4.0 effizienter gestalten könnten
Andreas Wagener
Der Einsatz von Blockchain und Smart Contracts ermöglicht auch den Aufbau und Betrieb dezentraler autonomer Organisationen, sogenannter DAOs, die auf Grundlage eines zuvor fixierten Regelsystems automatisiert Entscheidungen treffen und an den Märkten als eigenständige Institution agieren können. Während DAOs in anderen Bereichen – in der Finanzwirtschaft und in der Creator-Economy – bereits regelmäßig zum Einsatz kommen, ist im industriellen Umfeld eine entsprechende Nutzbarmachung bislang kaum zu verzeichnen. Dabei bietet gerade die Vernetzung durch das „Internet der Dinge“ hierfür sinnvolle Anknüpfungspunkte. Der Beitrag befasst sich mit den möglichen wirtschaftlichen Adaptionsansätzen und lotet potenzielle Geschäftsmodelle aus, die sich aus der Errichtung von DAOs in der „Industrie 4.0“ ergeben könnten.
Industrie 4.0 Management | 38. Jahrgang | 2022 | Ausgabe 6 | Seite 51-53
Sharing is caring? Von offener Software zu offener Hardware

Sharing is caring? Von offener Software zu offener Hardware

Chancen und Herausforderungen durch Open-Source-Geschäftsmodelle
Anna-Kristin Behnert, Melanie Kessler ORCID Icon, Julia Arlinghaus ORCID Icon
Open-Source Hardware befindet sich auf dem besten Weg von einer Graswurzelbewegung zu einer wichtigen sozialen und industriellen Entwicklung zu werden. Offene Produktentwicklungsprozesse und Produkte versprechen neue Innovationen für neue Märkte. OSH könnte die Antwort sein auf die Frage, wie die Umstellung auf eine lokale und nachhaltige Produktion der Zukunft aussehen könnte. Um dies zu ermöglichen müssen essenzielle Kernfragen beantwortet werden. Welche rechtlichen Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Möglichkeiten gibt es und inwieweit müssen diese in einem Geschäftsmodell Beachtung finden? Wie kann mit einem Geschäftsmodell, das auf Offenheit und Austausch basiert, überhaupt Geld verdient werden?
Industrie 4.0 Management | 38. Jahrgang | 2022 | Ausgabe 6 | Seite 24-28
Bewertung der technischen Sauberkeit im Herstellungsprozess von Lithium-Ionen-Batteriezellen automobiler Anwendung

Bewertung der technischen Sauberkeit im Herstellungsprozess von Lithium-Ionen-Batteriezellen automobiler Anwendung

Laura Meusel, Bernd Rosemann, Michael Morawiec
Durch den Wandel in der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität gewinnt das Qualitätsmerkmal technische Sauberkeit stetig an Bedeutung. An Batte- riezellen als Kosten- und Sicherheitsfaktor für E-Fahrzeuge werden hier hohe Anforderungen gestellt, die entlang der Wertschöpfungskette einzuhalten sind. Im Beitrag wird eine Bewertungsmethode vorgestellt, die hilft, die technische Sauberkeit im Herstellungsprozess von Lithium-Ionen-Zellen zu analysieren und Fehlerursachen aufzuzeigen.
Industrie 4.0 Management | 38. Jahrgang | 2022 | Ausgabe 6 | Seite 19-23
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