Störungsmanagement mit digitalen Assistenzsystemen

Ein generischer Ansatz für den Produktlebenszyklus

ZeitschriftIndustrie 4.0 Management
Ausgabe39. Jahrgang, 2023, Ausgabe 2, Seite 15-19
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Abstract

In der Herstellung und im Betrieb komplexer Unikatprodukte treten unvermeidbar Störungen auf. Diese beeinflussen die Qualität und den Ressourceneinsatz während der Produktion sowie die Einsatz- und Lebensdauer des späteren Produkts nachteilig. Aufgabe des Störungsmanagements ist es, Störungen zügig und mit geringem Aufwand zu dokumentieren und die Entstörung zu unterstützen. In der Praxis zeigen sich häufig Defizite: Unternehmen erfassen Störungen auf Papier oder in der Tabellenkalkulation, dokumentieren sie nicht strukturiert und können so weder die von den Störungen betroffenen Folgearbeiten ausreichend schnell informieren noch die eigentliche Entstörung ausreichend unterstützen. Der Einsatz digitaler Assistenzsysteme erleichtert die Dokumentation: Sie steigert die Informationsqualität durch eine Verortung im CAD-Modell, stellt Störungen übersichtlich im Generalplan des Produkts dar und beschleunigt so eine zielgerichtete Entstörung. Ein generisches Datenmodell ermöglicht es, Assistenzsysteme für unterschiedliche Produkte, für unterschiedliche Gewerke/Prozesse und in unterschiedlichen Produktlebensphasen zu nutzen. Damit gelingt es, Störungen aus verschiedensten Prozessen einheitlich zu betrachten und phasenübergreifend einen Erkenntnisgewinn zu erlangen.

Keywords

Artikel

In der Unikatfertigung treten insbesondere die folgenden Störungen auf [1-3]: Offene Punkte in Abnahmelisten bei Zwischenabnahmen Beanstandungen bei der Kundenabnahme und im späteren Betrieb Materialversorgung, z. B. ein Mangel an Material Aufgabenzuweisungen, z. B. unklare Aufgabendefinition Ressourcenkonflikte, z. B. Bauplatzreservierungen und -sperrungen Unklarheiten in den Konstruktionsunterlagen Diese Störungen verursachen …

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