Qualitätsmanagement

Qualitätsorientierte Wissensarbeit in der Produktentwicklung

Qualitätsorientierte Wissensarbeit in der Produktentwicklung

Norbert Gronau ORCID Icon, Priscilla Heinze
Immer mehr Unternehmen integrieren bereits Wissensmanagementansätze, sowohl bewusst als auch ungeplant, in ihre alltäglichen operativen Tätigkeiten. Um eine nachhaltige Wirkung sicherzustellen, bedarf es eines qualitätsorientierten Managements der implementierten Strategien in den einzelnen Prozessen. Dieser Beitrag stellt ein Modell zur Messung des Reifegrads wissensintensiver Geschäftsprozesse vor, welches auf die Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) angepasst ist. Das Modell ermöglicht eine IST-Analyse durch prozess- und unternehmensbezogene Erfolgsfaktoren und Indikatoren sowie situationsabhängige Verbesserungsvorschläge, die im weiteren Reifezyklus integriert werden sollen.
Industrie Management | 28. Jahrgang | 2012 | Ausgabe 3 | Seite 12-16
Anwendungsorientierte Produktgestaltung

Anwendungsorientierte Produktgestaltung

Bedürfnisermittlung bei unerfahrenen Kunden und Einfluss von Expertenwissen am Fallbeispiel digitaler Fotokameras
Marcus Gerards, Dirk Braun
Die Wünsche und Vorstellungen des Kunden zu erfassen und in Entwicklungsprozessen angemessen in Produkteigenschaften umzusetzen, ist eine zentrale Herausforderung der Produktgestaltung. Die Erreichung dieses Ziels kann die Zufriedenheit des Kunden mit dem erworbenen Produkt langfristig sichern und damit eine für Wiederholungs- und Zusatzkäufe entscheidende Bindung aufbauen. Doch dazu muss die Produktgestaltung die Kundenbedürfnisse notwendigerweise kennen und sie letztlich durch geeignete Produktmerkmale und -ausprägungen in ihren Konzepten berücksichtigen, wobei die oft hohe Wettbewerbsintensität auch eine weitgehende Berücksichtigung selbst individueller Kundenbedürfnisse im Rahmen von Differenzierungs- und Diversifikationsstrategien erfordert.
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 5 | Seite 59-62
Anonyme Fehlerreports- und Analysesysteme

Anonyme Fehlerreports- und Analysesysteme

Nachhaltige Qualitätsverbesserung in der Luftfahrtbranche
Martin Hinsch
In der Luftfahrt sind seit Jahrzehnten anonyme Fehlerreporting- und Analysesysteme (IRS) etabliert, um betriebliche Vorkommnisse und Risiken systematisch zu reduzieren bzw. zu beherrschen. Ziel solcher Instrumente ist es, zur Optimierung der Wertschöpfung bewusst auf bestehendes Wissen der Mitarbeiter zurück zu greifen. Das System ist jedoch nur dann nachhaltig erfolgreich, wenn Anonymität und Non-Punitivität sichergestellt sind. Zudem braucht der Betrieb unbedingt eine konstruktive Fehlerkultur.
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 4 | Seite 69-72
Value- und Performance-Generatoren des Qualitätsmanagements

Value- und Performance-Generatoren des Qualitätsmanagements

Werttreiber im Qualitätsmanagement
Roland Jochem, Dennis Geers
Die Bemühungen um Qualität müssen sich wie alle anderen Aktivitäten eines Unternehmens am Wirtschaftlichkeitsprinzip orientieren. Dabei stellt sich für viele Unternehmen die Frage, auf welche Weise das Qualitätsmanagement zum Unternehmenserfolg beiträgt und wo besonders viele Wertsteigerungselemente generiert werden und damit der Beitrag des QM-Systems zum wirtschaftlichen Erfolg geleistet wird. Ohne Antworten auf diese zentrale Fragestellung fehlt die Entscheidungsbasis für eine optimal abgestimmte Allokation der Ressourcen für den Qualitätsbereich. Die nachfolgenden Darstellungen zeigen auf, wie sich aus den qualitätsorientierten Aktivitäten eine Vielzahl von Value- und Performance-Generatoren und Indikatoren ergibt, die mittelbar einen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg sowie zur Wertsteigerung eines Unternehmens leisten.
Industrie Management | 26. Jahrgang | 2010 | Ausgabe 4 | Seite 66-68
Wert von Messungen in Qualitätsregelkreisen

Wert von Messungen in Qualitätsregelkreisen

Ein Modell für den wirtschaftlichen Einsatz fertigungsintegrierter Messtechnik
Rüdiger von Nitzsch, Christoph Mersmann
Messungen als Informationslieferant der Produktion verantworten maßgeblich die Qualität der Produkte und Prozesse. Häufig ermöglicht ihr Einsatz in Regelkreisen erst eine fähige Produktion. Ihr Leistungsbeitrag zur betrieblichen Wertschöpfung ist jedoch meist nicht bekannt. Der vorliegende Beitrag beantwortet die Frage, wie der Einsatz bzw. Investitionen in Messtechnik nicht nur auf Basis einer Kostenminimierung rational begründet werden können, sondern insbesondere wie eine Leistungsbeurteilung erfolgen kann. Eine entscheidungstheoretische Betrachtung des Messtechnikeinsatzes ermöglicht die Quantifizierung des Nutzens gegenüber einem Verzicht auf Messungen. Durch die Einbettung des Entscheidungsmodells in Qualitätsregelkreise führt die Information, die durch Messen gewonnen wird, zu einer Prozessverbesserung.
Industrie Management | 26. Jahrgang | 2010 | Ausgabe 4 | Seite 21-24
Wie lassen sich „Kinderkrankheiten“ vermeiden?

Wie lassen sich „Kinderkrankheiten“ vermeiden?

Ein Ansatz zur Verbesserung der Qualität im Produktionsanlauf
Delia Schröder, Achim Maier
Qualität im Produktionsanlauf beeinflusst maßgeblich den Erfolg von Produkteinführungen. Gleichzeitig wächst die Zahl von Neuanläufen in produzierenden Unternehmen bei steigender Variantenvielfalt und geringerer Eigenfertigungstiefe. Die resultierende Komplexität ist nur noch schwer zu beherrschen. Oft sind Qualitätsmängel die Folge. Der vorliegende Beitrag setzt an dieser Problemstellung an, indem Qualitätsaspekte des Anlaufmanagements fokussiert werden. Geleitet von einem ganzheitlichen Qualitätsverständnis stellen die Autoren „PAM“, ein Produktionsanlaufmodell, vor. PAM strukturiert das hochkomplexe Themenfeld des Anlaufmanagements und stellt dabei alle relevanten Aspekte und Aktivitäten in ihrer gegenseitigen Vernetzung dar. Damit wird die Grundlage geschaffen, um Potenziale zur Qualitätssteigerung im Produktionsanlauf systematisch zu erschließen.
Industrie Management | 26. Jahrgang | 2010 | Ausgabe 4 | Seite 29-32
Balanced Resilience

Balanced Resilience

Integriertes Management von Qualitätsrisiken und -chancen
Michael Reiss
Das Qualitätsmanagement hat in Gestalt von Six Sigma, TQM, EFQM, Kano-Modell, Sustainable Quality Management und ISO 9000-Zertifizierung in den letzten Jahren eine Inflation von Konzepten zur performance-fokussierten Qualitätsgestaltung erlebt. Ihre Tauglichkeit müssen diese Ansätze auf mindestens drei Prüfständen beweisen: Orientierungsleistung, Realistik und Ausgewogenheit. Besser als die Mainstream-Ansätze schneidet hier ein realistisches und ausgewogenes Konzept mit hoher Orientierungsleistung ab. Den Kern dieses Balanced-Resilience-Modells bildet ein integriertes Management von Erfolgsbarrieren und Misserfolgsbarrieren des Qualitätsmanagements.
Industrie Management | 26. Jahrgang | 2010 | Ausgabe 4 | Seite 49-52
Bewertung von Qualitätsstrategien unter Berücksichtigung der Kundenzufriedenheit

Bewertung von Qualitätsstrategien unter Berücksichtigung der Kundenzufriedenheit

Sebastian, Nils Gamm, Carsten Schwab, Stefan Zeibig
Aufgrund der sich angleichenden Produktqualität im internationalen Wettbewerb ist es künftig notwendig eine wettbewerbsfähige Qualitätsstrategie zu verfolgen, welche den Trade-Off zwischen Kundenzufriedenheit und Qualitätskosten optimal ausgleicht. Die Auswahl einer Qualitätsstrategie muss demnach auf der Grundlage einer mehrdimensionalen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erfolgen. In den vorhandenen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen finden kundenorientierte Aspekte jedoch kaum Berücksichtigung. Dieser Beitrag stellt einen Bewertungsansatz für Qualitätsstrategien vor, in dem die Risiken aus dem Nicht-Erreichen der Kundenerwartungen quantifiziert werden und in welchem die Kundenzufriedenheit die zentrale Nutzenkomponente darstellt. Darüber hinaus wird ein Vorgehen entwickelt, welches Unternehmen die praktische Anwendung des Bewertungsansatzes ermöglicht.
Industrie Management | 26. Jahrgang | 2010 | Ausgabe 4 | Seite 45-49
Einsatz von Quality Gates zur Steigerung der Prozessqualität

Einsatz von Quality Gates zur Steigerung der Prozessqualität

Ein integrativer Ansatz des Qualitätscontrollings
Horst Wildemann
Vor dem Hintergrund komplexer und volatiler Wertschöpfungsketten gewinnt der Erfolgsfaktor Qualität zunehmend an Bedeutung. Die Qualität von Produkten und Prozessen sowie deren kontinuierliche Verbesserung bilden heute eine der essentiellen Grundlagen des Unternehmenserfolgs. Dadurch erhält das Qualitätscontrolling eine zentrale Funktion bei der Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Gefragt sind neue Instrumente zur Erfüllung der Qualitätsansprüche über die Unternehmensgrenzen hinweg sowie eine durchgängige und integrative Verknüpfung des Qualitätsmanagement-Systems mit dem Qualitätscontrolling. Durch einen bereichs- und unternehmensübergreifenden Einsatz von Quality Gates kann dieser Forderung entsprochen werden.
Industrie Management | 26. Jahrgang | 2010 | Ausgabe 4 | Seite 33-35
Logistische Qualitätslenkung in der Mikrokaltumformung

Logistische Qualitätslenkung in der Mikrokaltumformung

Einsatz von Fuzzy-Regelung zur Optimierung von Stichprobenintervallen
Bernd Scholz-Reiter ORCID Icon, Michael Lütjen ORCID Icon, Dennis Lappe, Hendrik Thamer, Nele Brenner
roduktminiaturisierung eröffnen sich für die mechanische Mikrofertigung eine Reihe neuer Einsatzbereiche und Marktchancen. Mit Bauteildimensionen unter einem Millimeter und Fertigungstoleranzen im Mikrometerbereich treten im Herstellungsprozess sogenannte „Größeneffekte“ auf, die eine einfache Prozessskalierung bekannter Verfahren aus dem Makrobereich verhindern und zu einem erhöhten Auftreten an Qualitätsabweichungen führen. Im Ergebnis wird die Prozessfähigkeit nach DIN ISO 21747 beeinträchtigt und somit auch die Anwendbarkeit der statistische Prozesslenkung (SPC) erschwert. In diesem Beitrag werden am Beispiel der Mikrokaltumformung die Wechselwirkungen zwischen technischen und logistischen Qualitätszielen im Sinne der logistischen Qualitätslenkung untersucht, wobei Methoden der statistischen Prozesslenkung und Fuzzy-Regelung zum Einsatz kommen.
Industrie Management | 26. Jahrgang | 2010 | Ausgabe 4 | Seite 13-16
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