Logistik

Flexibilitätsverträge zur Erhöhung der Reaktionsfähigkeit

Flexibilitätsverträge zur Erhöhung der Reaktionsfähigkeit

Ein Ansatz zur Verbesserung zwischenbetrieblicher Kooperationen
Nikolai Iliev, Paul Schönsleben
Abnahmeregelungen in Form von flexibilitätsorientierten Rahmenverträgen sind in der industriellen Praxis ein gängiges Instrument zur Eindämmung von Bedarfs- und Bestandsrisiken bei gleichzeitig erzielbarer höherer Liefer- und Reaktionsfähigkeit. Mittlerweile haben auch Wissenschaftler mithilfe von Modellsimulationen die Vorteilhaftigkeit solcher Verträge nachgewiesen. Es fehlt bislang jedoch an greifbaren Methoden, um zum einen im Voraus für kooperative Vertragsverhandlungen eine Transparenz über die Kostensituation und zum anderen Hinweise für die operative Umsetzung zu erhalten. Vor diesem Hintergrund wird im Folgenden ein softwarebasiertes Werkzeug zur Vertragsgestaltung vorgestellt, das sowohl bisherige wissenschaftliche Lücken in der Modellformulierung schließt, als auch einen transparenten Kostenausweis und Hinweise zur Parametrisierung von ERP-Systemen gibt.
Industrie Management | 22. Jahrgang | 2006 | Ausgabe 3 | Seite 19-22
Kooperierende Routingprotokolle zur Selbststeuerung von Transportprozessen

Kooperierende Routingprotokolle zur Selbststeuerung von Transportprozessen

Bernd Scholz-Reiter ORCID Icon, Henning Rekersbrink, Michael Freitag ORCID Icon
Zur Verwirklichung einer Selbststeuerung von Transportprozessen wird versucht, bekannte und bewährte Routingalgorithmen aus der Datenkommunikation auf Transportprobleme zu übertragen. Hierbei verhindern strukturelle Unterschiede zwischen Daten- und Transportnetzen eine direkte Übertragung der Protokolle, sodass in Transportnetzen mehrere verschiedene, speziell angepasste Protokolle mit unterschiedlichen Zielvorgaben kooperieren müssen. Im Folgenden wird ein innerhalb des Bremer Sonderforschungsbereichs 637 „Selbststeuerung logistischer Prozesse“ erarbeitetes Routingkonzept für selbststeuernde Transportnetze, das so genannte Distributed Logistics Routing Protocol, vorgestellt.
Industrie Management | 22. Jahrgang | 2006 | Ausgabe 3 | Seite 7-10
Der Paketroboter

Der Paketroboter

Optimierung logistischer Prozesse durch eine Weltneuheit
Stephan Tank, Wolfgang Echelmeyer
Kontinuität und Zuverlässigkeit in der automatisierten Entladung ist die große Stärke des weltweit einzigartigen Systems „Portalroboter“. Seine Aufgabenstellung ist das Entladen von losen standardisierten Stückgütern aus Containern. Er erledigt sie mit stabiler Prozesssicherheit und hoher Prozessgeschwindigkeit. Seine Einsatzmöglichkeiten unter Verwendung bestehender Systeme sind breit. Wird die Integration in logistische Prozesse frühzeitig und möglichst bereits bei der Planung neuer Distributions- und Umschlagszentren berücksichtigt, kann die Realisierung noch rentabler werden.
Industrie Management | 22. Jahrgang | 2006 | Ausgabe 2 | Seite 13-16
Echtzeitfähiges Fabrik-Cockpit für den produzierenden Mittelstand

Echtzeitfähiges Fabrik-Cockpit für den produzierenden Mittelstand

Ralf Kapp, Jan le Blond, Stephan Schreiber, Matthias Pfeffer, Engelbert Westkämper
Der Beitrag stellt eine digitale Planungsumgebung zur integrierten Fabrik- und Logistikplanung vor. Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die Verschmelzung von Methoden für die kurz- und mittelfristige Fabrik-, Produktions- und Arbeitsplanung in einem mittelständischen Unternehmen. Ziel ist die deutliche Verkürzung der Planungsprozesse bei gleichzeitiger Reduktion des Gesamtaufwands auf Basis eines aktuellen, digitalen Fabrikmodells. Daten aus der Produktion und aus dem Auftragswesen fließen zeitnah in verteilte Prognosemodelle ein. Sowohl Ist-Daten als auch Prognoseergebnisse werden über die Fabrikebenen Produktion, Segment, Zelle und Maschine in einem „Fabrik-Cockpit“ problemorientiert visualisiert und Handlungsoptionen proaktiv vorgeschlagen. Durch die starke Beschleunigung der Planungsprozesse verlieren die gestalterischen Prozesse ihren Projektcharakter und werden zum Tagesgeschäft.
Industrie Management | 22. Jahrgang | 2006 | Ausgabe 2 | Seite 49-52
Entwicklung und Umsetzung von Logistik-Telematik-Konzepten

Entwicklung und Umsetzung von Logistik-Telematik-Konzepten

Hartmut F. Binner
Unter Telematik wird jede Form von IT-gestützter Telekommunikation verstanden, deren Funktionalität durch Softwareapplikationen sicher gestellt ist und bei der die Informationen nach der elektronischen Weiterleitung medienbruchfrei online weiterverarbeitet werden.
Industrie Management | 22. Jahrgang | 2006 | Ausgabe 2 | Seite 61-64
Zukunftsweisende Produktionssteuerungsverfahren

Zukunftsweisende Produktionssteuerungsverfahren

Katja Windt, Julia Bendul
Im Jahr 2020 stehen Produktion und Logistik einem veränderten Fertigungsumfeld gegenüber. Neue Fertigungstechnologien und Maschinenkonzepte sowie innovative Produktionssteuerungsverfahren werden sich zukünftig als die Hauptinnovationsfelder für die Bereiche Produktion und Logistik herausstellen. Ausgehend von einem Szenario der Produktion im Jahre 2020 werden im vorliegenden Beitrag die Innovationstreiber für die Produktionstechnik und im Besonderen für die Produktionslogistik identifiziert, welche die steigende Dynamik und Komplexität der sich verändernden Umwelt widerspiegeln. Die aus ihnen resultierenden Innovationsfelder werden aufgezeigt.
Industrie Management | 22. Jahrgang | 2006 | Ausgabe 1 | Seite 31-34
Beherrschung der Wirkzusammenhänge in der industriellen Unternehmenslogistik

Beherrschung der Wirkzusammenhänge in der industriellen Unternehmenslogistik

Gregor von Cieminski, Peter Nyhuis ORCID Icon
Aufgrund der Komplexität der Wirkzusammenhänge in der Unternehmenslogistik haben Produktionsunternehmen oft Schwierigkeiten, ihre logistischen Ziele zu erfüllen. Es fällt ihnen schwer, Maßnahmen zu ergreifen, die die logistische Leistung wirksam beeinflussen. Das Institut für Fabrikanlagen und Logistik (IFA) entwickelt anschauliche Modelle, die die logistischen Wirkzusammenhänge beschreiben und quantifizieren. Diese dienen als Grundlage für Strategien und Verfahren, mit denen Produktionsunternehmen die Wirkzusammenhänge beherrschen können.
Industrie Management | 21. Jahrgang | 2005 | Ausgabe 5 | Seite 41-44
Management von Produktion und Logistik bei Umweltdynamik

Management von Produktion und Logistik bei Umweltdynamik

Carl Marcus Wallenburg, Jürgen Weber
Umweltdynamik ist eine Herausforderung, der sich zunehmend fast alle Industrieunternehmen stellen müssen. Wer sein Management darauf vorbereitet, wird langfristig erfolgreich sein. Wichtig ist die richtige Auswahl und Umsetzung von geeigneten Ansätzen zur Vorhersage und Reaktion auf die Umweltdynamik. Als Grundlage hierfür dient der nachfolgende Beitrag, der einen Überblick über verschiedene Ansätze liefert und speziell auf das Konzept Supply Chain Event Management eingeht.
Industrie Management | 21. Jahrgang | 2005 | Ausgabe 5 | Seite 45-48
Mobile SCEM

Mobile SCEM

Agentenbasiertes Event-Management in globalen Logistiknetzwerken
Karl Kurbel, Denny Schreber
Das Management von Störungen und anderen ungeplanten Ereignissen in großen dynamischen Logistiknetzwerken ist ein schwieriges Unterfangen. Mithilfe von intelligenten Agenten und Mobilkommunikation kann die Qualität und Geschwindigkeit der Informationsbeschaffung, -aufbereitung und -weiterleitung verbessert werden. Entscheidungsträger können schneller reagieren und manche Probleme können Agenten auch selbst lösen. Der Beitrag beschreibt ein Vorgehensmodell für das Supply Chain Event Management (SCEM) unter Nutzung von Agenten- und Mobilfunktechnologie. Die Architektur eines Peer-to-Peer-Netzwerks für die Agentenkommunikation und den Zugriff auf Back-Office-Systeme wird skizziert.
Industrie Management | 21. Jahrgang | 2005 | Ausgabe 5 | Seite 21-24
Mythen der Kontraktlogistik

Mythen der Kontraktlogistik

In der vermeintlichen Boombranche sind nur wenige Unternehmen erfolgreich
Dieter Schneiderbauer, Alexander Neuhaus
Kontraktlogistik ist kein dynamischer Wachstumsmarkt. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Mythen der Kontraktlogistik“ von Mercer Management Consulting. Sie räumt auf mit einer Reihe von Mythen, die die Entwicklung des Markts seit Jahren maßgeblich mitbestimmt haben: dass es einen starken Trend zum Logistik-Outsourcing gäbe, dass Logistik ein hochprofitabler High-End-Markt wäre, dass profitable Logistiker nur wenig Anlagevermögen haben sollten und dass zufriedene Kunden langfristig treu blieben. Die Mercer-Studie hat über 30 weltweit führende Logistikunternehmen mit einem Gesamtumsatz von 228 Milliarden Euro untersucht und gibt Empfehlungen für erfolgreiche Geschäftsmodelle in der Kontraktlogistik.
Industrie Management | 21. Jahrgang | 2005 | Ausgabe 5 | Seite 68-70
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