Vom Kundenimpuls zur Beschaffungsentscheidung

Wie Digitale Zwillinge Kundenorientierung in der Beschaffung stärken

ZeitschriftIndustry 4.0 Science
Ausgabe41. Jahrgang, 2025, Ausgabe 3, Seite 118-124
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Abstract

Die Beschaffung versorgt eine Organisation mit benötigten, aber nicht selbst hergestellten Gütern. Dabei stehen die Bedarfe der eigenen Organisation nicht für sich alleine, sondern dienen letztlich dazu, externe (End-)Kundenwünsche zu erfüllen. Traditionell erhält die Beschaffung Bedarfsinformationen von internen Kunden, also von anderen Funktionsbereichen wie Produktionsplanung, Logistik oder Marketing. Informationen zu den Bedarfen der (End-)Kunden erreichen die Beschaffung, wenn überhaupt, nur indirekt über die anderen Funktionsbereiche, die diese Informationen oft bereits bewertet an die Beschaffung weiterleiten. Dieser Beitrag thematisiert, wie Digitale Zwillinge von (End-) Kundenbedarfen alle Funktionsbereiche mit präzisen, echtzeitnahen Daten versorgen können.

Keywords

Artikel

Die Rolle von (End-)Kundenbedarfen in der Beschaffung Kundenbedarfe werden zunehmend heterogener und dynamischer [1, 2]. Um individuelle Nachfragepräferenzen zu bedienen, verkürzen Unternehmen Produktlebenszyklen und differenzieren ihr Angebot. Beispielhaft ist Zara:  Der Händler kann ein neues Kleidungsstück innerhalb von 15 Tagen vom Design bis zum Verkauf umsetzen [2]. Diese Entwicklung fordert eine durchgängige Kundenorientierung im Unternehmen, auch jenseits des Marketings [3]. Ziel ist eine höhere Reaktionsfähigkeit auf sich verändernde Kundenwünsche [4]. Entsprechend rückt auch die Beschaffung stärker in den Fokus [5, 6]. Die etablierte Sichtweise …

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