Thema: Wandlungsfähigkeit

Planung wandlungsfähiger Produktions- und Logistiksysteme

Planung wandlungsfähiger Produktions- und Logistiksysteme

Nils Luft, André Wötzel, Stephan Keßler, Axel Wagenitz, Achim Schmidt
Im Rahmen dieses Beitrags wird ein in Dortmund entwickeltes Vorgehen zur prozessorientierten Planung wandlungsfähiger Produktions- und Logistiksysteme vorgestellt. Es wird gezeigt, wie mittels sechs sequenziell zu durchlaufender Planungsschritte erforderliche Struktur, Ressourcen und Lenkungsparameter entsprechender Systeme ermittelt werden können. Durch die breite und ganzheitliche Anwendbarkeit sowie den einfachen Aufbau können Planungsergebnisse strukturiert abgelegt und bei Bedarf mit aktuellen Anforderungen verglichen werden. Das prozessorientierte Planungsvorgehen stellt in Kombination mit permanent verfügbaren Simulationsmodellen einen signifikanten Schritt in Richtung permanenter Planungsbereitschaft dar.
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 3 | Seite 73-76
Prospektive Planung und Gestaltung wandlungsfähiger Produktionssysteme

Prospektive Planung und Gestaltung wandlungsfähiger Produktionssysteme

Ein Konzept für eine dynamische Zeitwirtschaft
Olga Erohin, Matthias Krebs, Dominik Petzelt, Jochen Deuse ORCID Icon
Das Umfeld produzierender Betriebe hat sich seit Beginn der 90er Jahre stetig gewandelt. Für ein langfristig erfolgreiches Agieren auf dem globalen Markt muss ein Unternehmen heutzutage nicht nur eine kosteneffiziente, verschwendungsarme und prozessorientierte Produktion aufweisen, vielmehr muss es wandlungsfähig sein, um das Produktionssystem schnell und aufwandsarm an die neuen Rahmenbedingungen des Markts anzupassen. Anstelle häufig wiederkehrender reaktiver Neu- bzw. Umplanungen der Fertigung, wie sie heute noch vielfach die Regel sind, gilt es zukünftig bereits in der Konzept- bzw. Planungsphase das Produktionssystem in der Art auszulegen, dass von Anfang an eine hinreichende Wandlungsfähigkeit sichergestellt ist. Die zentralen Planungs- und Bewertungsgrößen stellen in diesem Zusammenhang den Arbeitsinhalt und die dafür benötigte Zeitdauer dar. „Traditionelle“ Ansätze zur Zeitwirtschaft, die heute noch in vielen Unternehmen vorzufinden sind, sind jedoch nicht in der ...
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 3 | Seite 45-48
Simulationsmodule zur Absicherung wandlungsfähiger Logistiksysteme

Simulationsmodule zur Absicherung wandlungsfähiger Logistiksysteme

Sigrid Wenzel ORCID Icon, Björn Bockel, Dennis Abel
Wandlungsfähigkeit beschreibt die Fähigkeit einer Organisation, Veränderungen nachhaltig zu etablieren. Bereits in der Planungsphase die Wandlungsfähigkeit eines Systems richtig planen und gestalten zu können, ist ein entscheidender Faktor, der bei der Betrachtung wandlungsfähiger Logistiksysteme berücksichtigt werden muss. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit der konzeptionellen Veränderung eingesetzter Planungsmethoden. Die Modularisierung von Simulationsmodellen im Rahmen der ereignisdiskreten Simulation, als etablierte Planungsmethode, ist ein möglicher erster Schritt in diese Richtung, sodass auch die Wandlungsfähigkeit in die modellgestützte Analyse einbezogen werden kann. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Beitrag Möglichkeiten zum Aufbau modularer Simulationsmodelle und zeigt auf, wie eine Modularisierung in der Praxis vorzunehmen ist.
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 3 | Seite 33-36
Strategieentwicklung für wandlungsfähige Produktionssysteme in KMU

Strategieentwicklung für wandlungsfähige Produktionssysteme in KMU

David Jentsch, Ralph Riedel ORCID Icon, Egon Müller
Der vorliegende Beitrag zeigt, wie sich mithilfe der inhaltsorientierten Ansätze aus dem Bereich Operations Strategy proaktive Wandlungsbedarfe für ein Produktionssystem ermitteln lassen und hieraus konkrete Maßnahmen abgeleitet werden, die die Organisation und den Mensch als Wandlungsbefähiger in den Mittelpunkt rücken. Der vorgestellte Ansatz geht hierbei von einer Analyse des gesamten Unternehmens aus und entwickelt auf dieser Basis eine neue bzw. angepasste Strategie, deren Inhalte in starkem Zusammenhang mit dem Produktionssystem und dessen Wandlungsfähigkeit stehen. Die theoretischen Ansätze werden anhand zweier KMU aus dem Maschinenbau gespiegelt und Implikationen erster Forschungsergebnisse dargestellt.
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 3 | Seite 37-39
Wandlungsfähigkeit durch selbststeuernde Produktionssysteme

Wandlungsfähigkeit durch selbststeuernde Produktionssysteme

Ein Beispiel aus der Bekleidungsindustrie
Bernd Scholz-Reiter ORCID Icon, Steffen Sowade
Produktionssysteme sind einer Vielzahl von Faktoren ausgesetzt, welche ihre Leistungsfähigkeit beeinflussen und hohe Anforderungen an ihre Flexibilität, Robustheit und Anpassungsfähigkeit [1-2] stellen. Sowohl die Gestaltung wandlungsfähiger Produktionssysteme als auch die Selbststeuerung logistischer Prozesse ermöglichen die Bewältigung intern oder extern induzierter Komplexität und Dynamik. Nach [3] verlangt Wandlungsfähigkeit erstens Schnittstellen und Standards, welche die funktionale und nicht-funktionale Interoperabilität von physischen und informationstechnischen Fabrikelementen gewährleisten. Zweitens muss die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet werden. Drittens sind Methoden zur Steuerung von Wandlungsprozessen und zur Bewertung des ökonomischen Nutzens von Wandlungsfähigkeit erforderlich. Dieser Beitrag erläutert am Beispiel einer gemischten Werkstatt- und Linien-fertigung in der Bekleidungsindustrie, inwiefern Selbststeuerung wandlungsfähige ...
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 3 | Seite 9-12
Cognitive Production Metrology

Cognitive Production Metrology

Ein neues Konzept zur qualitativen Absicherung der Kleinserienproduktion
Robert Schmitt ORCID Icon, Tilo Pfeifer, Alberto Pavim
Der Trend zur Produktindividualisierung erfordert flexible Produktionsanlagen, die eine große Zahl an Produktvarianten bewältigen können. Die Flexibilisierung der Fertigungs- und Montageprozesse beeinflusst unmittelbar die Steuerungskomplexität der Fertigungsanlagen und führt zu großen Herausforderungen im Bereich des Qualitätsmanagements. Die Strategien des Qualitätsmanagements in der Produktion, welche heutzutage innerhalb der Massenfertigung eingesetzt werden, sind nicht in der Lage, den hohen Grad an Flexibilität der Kleinserien zu bewältigen. Die größte Herausforderung für Qualitätssysteme in der Kleinserie ist es, von Anfang an die Produktion komplett abzusichern (first time right on time). Das erfordert eine konstante Anpassung des Verhaltens des Qualitätssystems an die dynamischen Produktionsbedingungen. Diese Anpassungsfähigkeit wird erreicht, indem die Fähigkeiten zur Kognition und Autonomie des Systems erhöht werden. Das neue Konzept der kognitiven ...
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 2 | Seite 13-18
Nicht billiger, sondern intelligenter produzieren

Nicht billiger, sondern intelligenter produzieren

Christian Weger
Die Migration von Produktionen aus Europa folgt dem Gefälle der Herstellkosten, funktionsfähige Kommunikationssysteme und sichere Logistikleistungen bieten dafür die Rahmenbedingungen. Auch wenn in Zukunft der Lohnkostenvorteil abnimmt, werden doch neue Billiglohnländer entdeckt werden. Die Antwort europäischer Unternehmen darauf kann nicht im immer billigeren Produzieren liegen, sondern nur in einem Ansatz zur Gesamtoptimierung zur Vermeidung von Verschwendung in den Prozessen durch intelligente Lösungen.
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 2 | Seite 47-50
Baumanagement via Internet

Baumanagement via Internet

Bagger, Raupen und Co. vernetzen sich zum Team
Carsten Frantzen, Uwe Rickers
Ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördertes Forschungsprojekt befasst sich mit modernen Internettechnologien, die eine effizientere Nutzung von Maschinen im Straßen- und Tiefbau ermöglichen sollen. Die Idee des Projekts AutoBauLog - Autonome Steuerung in der Baustellenlogistik - ist, sämtliche Prozesse des Tiefbaus in Planung und Ausführung durchgängig zu integrieren. Die Basis bildet ein fünfdimensionales Bauwerksmodell, das 3D-Geometriedaten, Zeit- und Kosteninformationen vereint. Ziel des Projekts: Bauabrechnung und Projektcontrolling sollen mithilfe dieser Technologie stets im Bilde sein, ob und wann sich auf einer Baustelle etwas ändert und inwiefern diese Änderungen Kosten- und Zeitplan beeinflussen. Somit kann Störungen aktiv und zeitnah begegnet werden, bevor diese Einfluss auf den Gesamtprozess nehmen.
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 1 | Seite 51-54
Beschreibung und Bewertung von Flexibilität

Beschreibung und Bewertung von Flexibilität

Wiebke Hartmann, Tim D. Busse, Peter Nyhuis ORCID Icon, Sebastian Beck
Unternehmen stehen angesichts eines zunehmend turbulenten Umfelds vor der Herausforderung, Kapazitätsangebot und -nachfrage durch gezielte Maßnahmen aufeinander abzustimmen. Es wird ein Ansatz vorgestellt, mit dem diese Maßnahmenauswahl im Rahmen einer quantitativen Analyse gestützt wird.
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 1 | Seite 62-64
Selbststeuerung in der Transportlogistik

Selbststeuerung in der Transportlogistik

Evaluation einer Selbststeuerungsmethode anhand dynamischer Pickup and Delivery Probleme
Henning Rekersbrink, Bernd-Ludwig Wenning
Die traditionelle Betrachtungsweise transportlogistischer Aufgaben basiert auf einer zentralen statischen Sicht, aus welcher heraus versucht wird, eine gegebene Problemstellung optimal zu lösen. Etablierte und gut untersuchte Problemstellungen in diesem Bereich sind beispielsweise das Vehicle Routing Problem (VRP) oder das Pickup and Delivery Problem (PDP). Die Algorithmen dieser Betrachtungsweise geraten jedoch an ihre Grenzen, wenn mit Ihnen dynamische und realitätsnahe transportlogistische Szenarien gelöst werden sollen. Das vorgestellte Selbststeuerungskonzept Distributed Logistics Routing Protocol (DLRP) wurde dagegen für sich dynamisch verändernde Umgebungen entwickelt und lässt die beteiligten logistischen Objekte selbst Entscheidungen treffen. Ein Vergleich des DLRP mit einem klassischen Algorithmus anhand von modifizierten PDP-Szenarien wird im Folgenden als Evaluation des Selbststeuerungskonzepts vorgestellt.
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 1 | Seite 30-34
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