Wissensmanagement

Tacit Talk

Tacit Talk

Ein sprachbasiertes hybrides KI-System zur Erfassung von implizitem Instandhaltungswissen
Vincent Philipp Brandhoff ORCID Icon, Philipp Besinger, Joscha Zaremba ORCID Icon, Daniel Valtiner ORCID Icon, Michael Necemer ORCID Icon, Safa Omri ORCID Icon, Jens Neuhüttler ORCID Icon, Fazel Ansari ORCID Icon, Katharina Hölzle ORCID Icon
Das für die industrielle Instandhaltung erforderliche implizite Wissen ist durch den demografischen Wandel und die zunehmende Komplexität technischer Systeme zunehmend gefährdet. Dieser Beitrag stellt Tacit-TALK vor, ein sprachbasiertes System, das implizites Wissen mithilfe KI-gestützter Gespräche externalisiert. Gesprochene Eingaben werden transkribiert, mithilfe von Large Language Models (LLMs) analysiert und in einem Wissensgraphen gespeichert, der neue Erkenntnisse mit bereits vorhandenen Organisationsdaten verknüpft. Der Beitrag basiert auf einer Design-Science-Research-Methodik, der auf der soziotechnischen Theorie aufbaut und für die Instandhaltung in der Halbleiterindustrie instanziiert wurde. Daraus werden Gestaltungsprinzipien für die KI-gestützte Erfassung impliziten Wissens abgeleitet, die auf einer wertorientierten Einbindung von Stakeholdern beruhen. Zudem wird eine Referenzarchitektur vorgestellt, die Large Language Models mit Wissensgraphen kombiniert, und es ...
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 82-90 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.16
I4S 5/2026: Arbeitsorganisation und Kompetenzsicherung durch KI

I4S 5/2026: Arbeitsorganisation und Kompetenzsicherung durch KI

Wie wir industrielle Arbeits- und Organisationsprozesse mit KI resilienter machen
Künstliche Intelligenz verändert die Wissensarbeit. Diagnostik, Entscheidung und Optimierung werden zunehmend durch das Zusammenspiel von Mensch und KI geprägt. Damit wird KI-Kompetenz zum Wettbewerbsfaktor, wobei die fachliche Expertise als Grundlage industrieller Leistungsfähigkeit nicht verloren gehen darf. Diese Ausgabe beleuchtet die Potenziale von KI in der Produktion sowie Anforderungen an Kompetenzen des KI-basierten Wissensmanagements.
Generative KI im betrieblichen Wissensmanagement

Generative KI im betrieblichen Wissensmanagement

KI-Kompetenz als Augmentierungsvoraussetzung
Uta Wilkens ORCID Icon, Valentin Langholf ORCID Icon, Niklas Obermann ORCID Icon
Generative Künstliche Intelligenz (GenAI) bietet neue Möglichkeiten für das betriebliche Wissensmanagement, insbesondere wenn es um Lernprozesse an der Schnittstelle zwischen explizitem, betriebsspezifischem und implizitem Wissen geht. Ihr Einsatz ist daher für Anwendungsfelder wie die industrielle Wartung von besonderem Interesse. Der Beitrag zeigt, gestützt auf eine Fallstudie im Maschinenbau, dass die augmentierende Wirkung des GenAI-Einsatzes für die Optimierung von Prozessen und die Entwicklung von Mitarbeitenden KI-Kompetenz erfordert und ein Nutzerverhalten voraussetzt, bei dem diese Kompetenz mit der fachlichen Expertise der Beschäftigten verzahnt wird.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 118-126 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.14
KI-gestützte Bereitstellung von Erfahrungswissen 

KI-gestützte Bereitstellung von Erfahrungswissen 

Praktische Erfahrungen aus Unternehmensfällen
Martin Schmauder ORCID Icon, Gritt Ott ORCID Icon, Bianca Windisch
Die Nutzung von Erfahrungswissen ist für Unternehmen ein zentraler Erfolgsfaktor. Der vorliegende Beitrag analysiert anhand von vier betrieblichen Fallstudien die technischen, organisatorischen und personellen Herausforderungen beim Einsatz von Retrieval-Augmented-Generation-(RAG)-Systemen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Erfolg solcher Systeme maßgeblich von der strategischen Entwicklung und Pflege der Wissensbasis sowie von der Einbindung der Beschäftigten abhängt.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 128-135 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.15
Potenziale, Prämissen, Perspektiven

Potenziale, Prämissen, Perspektiven

Wie sich betriebliches Wissensmanagement dank LLMs neu interpretieren lässt
Vanessa Kuks ORCID Icon, Pius Finkel ORCID Icon, Peter Wurster ORCID Icon
Der demografische Wandel verstärkt den Arbeits- bzw. Fachkräftemangel in der produzierenden Industrie, wodurch das Thema Wissensmanagement für viele Unternehmen an Bedeutung gewinnt. Insbesondere die Erhebung und Konservierung impliziten Wissens stellt eine Herausforderung dar. Die vorliegende Studie beleuchtet, inwieweit Large Language Models (LLMs) im Bereich der Wissenserhebung mit Experteninterviews sinnstiftend unterstützen können. Drei Experten testen und bewerten den entwickelten Chatbot. Die Ergebnisse des Interviews sind vielversprechend, die Zusammenfassung hingegen zeigt Verbesserungspotenziale.
Industry 4.0 Science | 41. Jahrgang | 2025 | Ausgabe 6 | Seite 48-56 | DOI 10.30844/I4SD.25.6.48
Wissenslücken mit GenAI in der Instandhaltung überbrücken

Wissenslücken mit GenAI in der Instandhaltung überbrücken

Spezifische Anforderungen und kontextbezogene Lösungen
Uta Wilkens ORCID Icon, Julian Polte ORCID Icon, Philipp Lelidis, Eckart Uhlmann ORCID Icon
Der Beitrag spezifiziert den Bedarf an Generativer Künstlicher Intelligenz für die industrielle Instandhaltung aus einer soziotechnischen Systemperspektive. Unter Betonung zweier Anforderungen, dem Zugriff auf implizites Bedienerwissen und der Priorisierung komplexer regulatorischer Anforderungen, wird eine mehrschichtige Architektur für ein kontextsensitives KI-basiertes Wartungsassistenzsystem skizziert. Das Hauptziel besteht darin, Wissenslücken mit GenAI zu überbrücken, wenn menschliches Fachwissen und implizites Wissen nicht verfügbar sind, und regulatorische Herausforderungen aufgrund vielfältiger Vorschriften zu bewältigen sind. Das KI-basierte Assistenzsystem erleichtert den Zugang zu technischem Wissen, verteilt Fachwissen und teilt implizites Wissen erfahrener Bediener über verschiedene Ebenen der Informationsverarbeitung hinweg. Der Ansatz geht über die Standardisierung hinaus und hat ein hohes Potenzial zur Verbesserung der organisationalen und individuellen ...
Industry 4.0 Science | 41. Jahrgang | 2025 | Ausgabe 5 | Seite 50-57 | DOI 10.30844/I4SD.25.5.50
Knowledge Modeling and Description Language 3.0 – An Introduction

Knowledge Modeling and Description Language 3.0 – An Introduction

An introduction into the creation of knowledge-intensive business processes
[2024] Discover knowledge in processes! The knowledge of people drives many business processes today - but it does not appear in classic process models! Only if it is known which knowledge is needed or generated at which point in the process can the organization become better - and benefit from the existing knowledge. The KMDL 3.0 book explains how to make your tacit knowledge visible.
Prozesswissen durch Künstliche Intelligenz sichern und transferieren

Prozesswissen durch Künstliche Intelligenz sichern und transferieren

Das Projekt KI_eeper erforscht, wie KI humanorientiert implizites Erfahrungswissen sichern kann
Nicole Ottersböck, Holger Dander ORCID Icon, Christian Prange ORCID Icon
Die Verrentung der Babyboomer-Generation stellt Unternehmen vor Herausforderungen. Insbesondere ein möglicher Verlust von implizitem Erfahrungswissen steht hierbei im Fokus. Dieses Wissen ist meist nur in den Beschäftigten verankert, schwierig zu explizieren und zu übertragen. Das Projekt KI_eeper zielt darauf ab, ein effizientes KI-basiertes System zu entwickeln, das implizite Erfahrungswissen automatisiert im Arbeitsprozess identifiziert und abspeichert. Die so geschaffene Wissensbasis soll als Assistenz im Arbeitsprozess allen Beschäftigten Hilfestellung bieten. Das System wird in Zusammenarbeit mit den Beschäftigten im Betrieb bedarfsgerecht gestaltet.
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 6 | Seite 51-54
Künstliche Intelligenz für interne Videos nutzen

Künstliche Intelligenz für interne Videos nutzen

Michael Kummer
Im Gedächtnis eines jeden Mitarbeiters sind riesige Mengen an Informationen gespeichert. Funktionsweisen eines Produkts, bewährte Verfahren in Abteilungen, kundenspezifische Informationen, allgemeine Markt- und Wettbewerbskenntnisse etc. Dieses Fachwissen ist in den meisten Unternehmen ein blinder Fleck. Wie schafft man es also unternehmensinternes Know-how verfügbar zu machen? Und das in einer Zeit, in der viele Mitarbeiter Remote, im Home Office, sogar über Länder oder Kontinente hinweg arbeiten?
Industrie 4.0 Management | 38. Jahrgang | 2022 | Ausgabe 5 | Seite 61-63
Digitale Lebenslaufakte – Baustein der smarten Instandhaltung

Digitale Lebenslaufakte - Baustein der smarten Instandhaltung

David Kiklhorn, Michael Wolny, Daniel Hefft, Jonas Eichholz, Alexander Kreyenborg
Die digitale Transformation, insbesondere die der Instandhaltung zur Smart Maintenance, bringt eine Reihe von Herausforderungen mit sich. Dabei nimmt das Management von Daten eine bedeutende Rolle ein [1]. Die Verwendung von Sensorik und Geräten zur mobilen Datenerfassung bietet hierbei eine Vielzahl an Möglichkeiten, schnell große Datenmengen auch in Echtzeit zu erfassen. In diesem Zuge besteht allerdings auch ein Bedarf an Werkzeugen, die einen effizienten Datenaustausch und gleichzeitig auch eine strukturierte Ablagemöglichkeit für große Datenmengen ermöglichen. Eines dieser Werkzeuge stellt die digitale Lebenslaufakte dar, die durch ihre besonderen Eigenschaften ein enormes Potenzial für datengetriebene Services mit sich bringt.
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 5 | Seite 26-30
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