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Interaktives Lagebild

Interaktives Lagebild

Ein Werkzeug für das Krisenmanagement in prozessorientierten Unternehmen
Holger Kohl, Thomas Knothe ORCID Icon, Nicole Oertwig ORCID Icon, Patrick Gering, Julia-Anne Scholz
Viele Unternehmen bringt die Krise um den Coronavirus SARS-CoV-2 in existenzielle Nöte. Der plötzliche Ausfall von Zulieferern und Kunden oder eine kurzfristige Änderung von Regularien (z. B. Kurzarbeitsregeln) stellen Betriebe vor Herausforderungen. Hinzu kommen sich laufend ändernde Einflüsse und Informationsquellen. Ein gemeinsames Lagebild bietet Einsatzkräften im Sicherheitsbereich seit langem Orientierung und wird nun auch für Unternehmen relevant. Die Verknüpfung und Visualisierung von externen Informationen aus dem Unternehmensumfeld (z. B. Corona-Fallzahlen in der Region eines Hauptzulieferers) mit den internen Fähigkeiten eines Unternehmens (z. B. Verfügbarkeit der Mitarbeiter) bleibt jedoch ein ungelöstes Problem. Dieser Beitrag zeigt, wie ein Lagebild auch für Unternehmen zu einem zielgerichteten Handeln beitragen kann.
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 1 | Seite 37-40
Neue Datenökonomik für neue Datenökonomie?

Neue Datenökonomik für neue Datenökonomie?

Postcoronomics: was ist neu?
Thomas Straubhaar
Eine Zeitenwende spielt sich ab. Sie begann lange vor der Corona-Pandemie. Sicher aber wurde sie durch die Ereignisse der letzten Monate beschleunigt und verstärkt. Noch offensichtlicher als vorher wurde und wird, wie sehr Daten als Rohstoff des Digitalisierungszeitalters die Zukunft prägen werden. In diesem Beitrag wird analysiert, wie sich eine Datenwirtschaft von einer Warenwirtschaft unterscheidet (Abschnitt 1) und wie „Big Data“ eine Monopolisierungstendenz induziert und zu „Big Business“ oder „Big Brother“ führt (Abschnitt 2) und welche „Big Chances“ (Abschnitt 3) und „Big Risks“ (Abschnitt 4) sich dadurch ergeben.
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 1 | Seite 55-58
Risikomanagement im Automobilsektor

Risikomanagement im Automobilsektor

Kontraktlogistikdienstleister im Nexus weltweiter Pandemien
Dirk H. Hartel, Pascal Haug
Bedingt durch COVID-19 standen im Frühjahr 2020 die Produktionsanlagen der Automobilhersteller in Deutschland durchschnittlich 30 Tage still [1]. Auch Abgas-Manipulationsvorwürfe, der geforderte Strukturwandel in Richtung Elektro-Mobilität sowie EU-weit strengere CO2-Vorgaben stehen lediglich stellvertretend für Risiken, die auf die automobile Wertschöpfungskette einwirken. Um derartigen Risikofeldern unternehmerisch zu begegnen, sind kooperative, integrative und analytische Fähigkeiten erforderlich, die in einem ausgereiften Risikomanagementmodell zusammengeführt werden. Während die Automobilhersteller und -zulieferer im wissenschaftlichen und öffentlichen Fokus solcher Risiken stehen [2], wird dem Risikomanagement unmittelbar betroffener Kontraktlogistikdienstleister dieser Branche weniger Beachtung geschenkt.
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 1 | Seite 17-21
Suchverhalten am Arbeitsmarkt während der Corona-Krise

Suchverhalten am Arbeitsmarkt während der Corona-Krise

Evidenz auf Basis von Online-Tagesdaten
Christian Hutter, Enzo Weber
Unsere Untersuchung nutzt Tagesdaten zu Online-Aktivitäten auf der Jobbörse-Plattform der Bundesagentur für Arbeit und der internen Vermittlungssoftware VerBIS, umdie Suchintensität von Arbeitgebern und Arbeitsuchenden und - zum ersten Mal überhaupt- die Vermittlungsintensität der Arbeitsagenturen zu messen. Die Daten werden verwendet, um das Verhalten der Such- und Vermittlungsaktivitäten während der Corona-Pandemie 2020 zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen deutliche Effekte während der Krise. Such- und Vermittlungsaktivitäten sind deutlich eingebrochen und haben sich bis zuletzt noch nicht wieder vollständig erholt. Dies ist aber gerade im Hinblick auf den Arbeitsmarkt unumgänglich, damit sich neben dem bereits wieder normalisierten Entlassungsrisiko auch die Chancen auf Neueinstellungen weiter verbessern.
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 1 | Seite 45-49
Verhältnismäßigkeit

Verhältnismäßigkeit

Ein vergessener Anspruch an die COVID-19-Impfung und die Impfstoff-Logistik in Deutschland?
Ingrid Brányik, Wolfgang Stölzle
Es gibt wohl in der jüngeren Vergangenheit kaum ein Logistikkonzept, das in kürzester Zeit in der Tagespresse so heiß diskutiert wurde: Die Logistik im Zusammenhang mit COVID-19-Impfstoffen. Wesentliche Besonderheiten: Das Logistikkonzept wurde offenbar unter höchster Geheimhaltung im intensiven Zusammenspiel von Politik, Militär und einzelnen wenigen privaten Logistikakteuren hochgezogen, in Fragmenten der Öffentlichkeit präsentiert und mit einem massiven Ramp-up scharf geschaltet. Allein schon die Tatsache, dass gepaart mit diesen Besonderheiten breite Bevölkerungsschichten von den Impfstoffen und deren Logistik betroffen sind, rechtfertigt einen kritischen Blick auf das Vorgehen ebenso wie auf das Konzept selbst. Im Zentrum steht dabei die Frage nach der Verhältnismäßigkeit.
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 1 | Seite 59-62
Traceability für KMU

Traceability für KMU

Entwicklung einer Methodik zur Auswahl eines Traceability-Systems
Nicolas Wittine ORCID Icon, Tim Trostmann, Ana Luiza Amaral Bicalho, Christian Kern, Sigrid Wenzel ORCID Icon, Robert Refflinghaus
Zur Rückverfolgbarkeit von Produkten werden in Großunternehmen Traceability-Systeme eingesetzt. Obwohl diese helfen, Qualitäts- und Kostenrisiken zu vermeiden, werden sie in KMU u. a. aufgrund fehlender Markttransparenz nur zögerlich eingesetzt. Folglich bedarf es einer Methodik, die es KMU ermöglicht, ihre Anforderungen mithilfe von Referenzprodukten und -prozessen zu erfassen und auf Softwarelösungen zu übertragen. Dieser Beitrag behandelt eine Methodik, die den Auswahlprozess vereinfacht und dabei die Herangehensweise zur Erstellung der Referenzprodukte und -prozesse fokussiert.
Industrie 4.0 Management | 36. Jahrgang | 2020 | Ausgabe 6 | Seite 35-38
Visualisierung in Industrial-Data-Science-Projekten

Visualisierung in Industrial-Data-Science-Projekten

Nutzen grafischer Darstellung von Informationen und Daten in Industrial-Data-Science-Projekten
Jürgen Mazarov ORCID Icon, Jacqueline Schmitt, Jochen Deuse ORCID Icon, Ralph Richter, Robin Kühnast-Benedikt, Hubert Biedermann
Die fortschreitende Digitalisierung in der Produktion führt zu stetig wachsenden Datenmengen. Diese Daten können wertvolles Wissen als Basis zahlreicher Entscheidungsprozesse enthalten. Unter dem Begriff von Industrial Data Science (IDS) steigt die Bedeutung verschiedener analytischer und algorithmischer Methoden, um das Wissen aus produktionsbezogenen Daten zu extrahieren. Neben einer strukturierten Vorgehensweise und einem interdisziplinären Projektteam stellt die regelmäßige projektinterne und -externe Kommunikation einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar, wobei insbesondere komplexe datenbasierte Zusammenhänge allgemeinverständlich aufbereitet und dargestellt werden müssen. Der zielgerichtete Einsatz ausgewählter Visualisierungen trägt hierbei zu einem einheitlichen und tiefgehenden Verständnis der Daten, Prozesse, Modelle und Ergebnisse durch alle Mitglieder des Projektteams und Außenstehenden bei. In diesem Beitrag wird aufgezeigt, welchen konkreten Nutzen verschiedene ...
Industrie 4.0 Management | 36. Jahrgang | 2020 | Ausgabe 6 | Seite 63-66
Zehn Gebote zur erfolgreichen Umsetzung von Digitalisierungsprojekten

Zehn Gebote zur erfolgreichen Umsetzung von Digitalisierungsprojekten

Leitlinien für die digitale Transformation
Mikko Börkircher, Veit Hartmann, Tim Jeske
Vielerorts herrscht noch Unklarheit über die „richtige“ Durchführung von Digitalisierungsprojekten. Deshalb werden im Beitrag Leitlinien zur erfolgreichen Umsetzung von Digitalisierungsprojekten beschrieben. Sie sind aus den Erfahrungen verschiedener Praxisprojekte abgeleitet und umfassen Betrachtungen der Wirtschaftlichkeit ebenso wie der Belegschaft und der Ressourcen. Als „Zehn Gebote für Digitalisierungsprojekte“ strukturiert dienen sie dazu, Akteure in der betrieblichen Praxis zu unterstützen.
Industrie 4.0 Management | 36. Jahrgang | 2020 | Ausgabe 6 | Seite 55-58
Arbeiten im volatilen Umfeld

Arbeiten im volatilen Umfeld

Fähigkeiten und Arbeitsmodelle in der Digitalisierung
Dominik Augenstein, Eugen Wiebe
Disruptive Veränderungen haben in Zeiten der Globalisierung immense Auswirkungen und erfordern neue Arbeitsmodelle. Die Digitale Transformation scheint Unternehmen auf diese Herausforderungen eine Antwort zu geben, erfordert jedoch Anpassungen in immer kürzeren Zyklen. Von zentraler Bedeutung ist dabei der Mensch, der in solch eine flexible Arbeitsumgebung eingebettet werden muss und dessen Kompetenzprofil sich stark wandelt. Zur Lösung dieser Herausforderungen wird im Folgenden ein Kompetenzprofil zur Arbeit im digitalen Wandel erstellt und gezeigt, wie ein Arbeitsmodell auf dieser Grundlage einem Unternehmen ermöglicht, schnell und flexibel auf Nachfrageänderungen reagieren zu können.
Industrie 4.0 Management | 36. Jahrgang | 2020 | Ausgabe 6 | Seite 51-54
Das Werkzeugmanagement der Zukunft

Das Werkzeugmanagement der Zukunft

Praxisorientierte Ansätze zur Nutzung Digitaler Zwillinge
Anja Wilde, Stefan Wiemers, Jan Theissen
Ein schneller Informationsfluss innerhalb der gesamten Lieferkette ist für eine Risikominimierung unvermeidlich und in unbeständigen Zeiten bzw. Krisensituationen diskussionslos. Der Informationsfluss innerhalb der Supply Chain ist dabei von verschiedenen Übertragungsformen geprägt: EDI, Cloud-Anwendungen und andere System-Schnittstellen sind in den verschiedenen Bereichen der Wertschöpfungsnetzwerke zur digitalen Risikoüberwachung und Prozesseffizienzsteigerung vorhanden. Werden die Unternehmensprozesse genauer betrachtet, bleibt ein Bereich bisher digital unterrepräsentiert: Der digitale Zwilling eines Produktionswerkzeugs. Den Umgang mit diesen Produktionswerkzeugen gilt es nun auf eine neue Ebene zu heben.
Industrie 4.0 Management | 36. Jahrgang | 2020 | Ausgabe 6 | Seite 39-42
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