Die Weltgemeinschaft erlebt aktuell zahlreiche Katastrophen, die humanitäre Hilfe erfordern. So kann eine Unterschätzung der notwendigen Hilfe auch für nicht betroffene Länder langfristige wirtschaftliche und soziale Konsequenzen haben, wie beispielsweise durch Flüchtlingsströme oder Störungen im Welthandel. Dies betrifft einerseits Naturkatastrophen, andererseits auch durch den Menschen verursachte Katastrophen wie Krieg, Terroranschläge und Atomkatastrophen. Als humanitäre Hilfe bezeichnet man nach allgemeinem Verständnis eine Reaktion auf humanitäre Notlagen, die über eine Erstversorgung hinausgeht. Wesentliche Gestaltungselemente in diesem Zusammenhang sind das Katastrophenmanagement und die humanitäre Logistik, welche als organisatorischen Prinzipien eine Ressourcenallokation betreiben, um die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Rettungsgütern und Rettungshelfern zu koordinieren. Aufgrund der hohen Dynamik und begrenzter Informationstransparenz stellt dies die Verantwortlichen vor erhebliche Herausforderungen, um die Notlage möglichst effektiv zu mindern. Ein wesentliches Element, um schon in der Katastrophenvorsorge mögliche Szenarien und Entscheidungsmechanismen zu entwickeln sowie in akuten Katastrophenlagen die Entscheidungsfindung zu verbessern, ist der Einsatz modellgestützter Planungs- und Steuerungsansätze. Im Rahmen dieses Beitrags werden aktuelle Herausforderungen der Modellbildung diskutiert und die Potenziale einer modellgestützten Entscheidungsfindung erörtert. Ein Fokus liegt dabei auf der transdisziplinären Auseinandersetzung mit der Thematik.
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