Off-Peak-Logistik

Ein Ansatz zur Emissionssenkung in der Urbanen Logistik

ZeitschriftIndustrie 4.0 Management
Ausgabe38. Jahrgang, 2022, Ausgabe 1, Seite 48-52
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Abstract

Die Urbane Logistik berührt in mehreren Hinsichten verschiedene Trends der letzten Jahre: Zum einen verschärft die Urbanisierung Verkehrsprobleme, vom reinen Ärgernis zäher Verkehrsflüsse bis zur Lärm- und Schadstoffbelastung [1, 2]. Zum anderen erfordern gesellschaftliche und gesetzliche Anforderungen Veränderungen [3, 4]. Als Reaktion beginnen einige Städte die Zufahrt von Lkw zeitlich nach Gewicht, Fahrzeuggeometrie oder Emissionsklasse bis hin zu Null-Emissionszonen zu regulieren [5]. In jüngerer Zeit gewinnt das Konzept der Off-Peak-Logistik (engl.: Off-Peak Delivery) an Beachtung, welches Liefer- und Individualverkehre zeitlich entzerren und Schadstoffemissionen bei Einsatz konventioneller Diesel-Lkw um bis zu 67 % senken soll [6, 7]. Da das Konzept in verschiedenen Ländern lärmbedingt den Einsatz von batterieelektrischen Lkw (E-Lkw) erfordert, bietet es sich auch als Mittel zur Beschleunigung der Flottenelektrifizierung an. Dennoch wird Off-Peak-Logistik bislang kaum genutzt. Dieser Beitrag zielt darauf ab, notwendige organisatorische, technische und regulatorische Einsatzvoraussetzungen des Konzepts zu systematisieren. Es wird aufgezeigt, dass zentrale Einsatzhemmnisse im regulatorischen Umfeld liegen, und wie diese beseitigt werden können.

Keywords

Artikel

Begriff der Off-Peak-Logistik Off-Peak-Logistik ist durch die Praxis geprägt, sodass keine allgemein akzeptierte, an Tageszeiten orientierte Definition existiert. Dies überrascht, da schon Trimble (1956) Grundlagen der Off-Peak-Logistik in seiner Dissertation erforschte [8]. Bild 1: Analyseschema nach McKinnon, übersetzt und ergänzt [37]. Im Kern geht es darum, Verkehre …

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