Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Industrie 4.0

Ergebnisse einer qualitativen Untersuchung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

ZeitschriftIndustrie 4.0 Management
Ausgabe33. Jahrgang, 2017, Ausgabe 3, Seite 26-30
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Abstract

Die Dynamik und Komplexität der Arbeitswelt steigen u. a. in Folge der Digitalisierung stetig an. Arbeitnehmer werden dadurch mit Veränderungen wie zunehmender Mensch-Maschine-Interaktion, kurzzyklischem Wechsel der Arbeitstätigkeiten und einer Zunahme an Problemlöse- und Überwachungstätigkeiten konfrontiert. Der technische Fortschritt kann dafür sorgen, dass Beschäftigte neuen oder veränderten Belastungen ausgesetzt sind. Unklar ist aber, inwiefern die Digitalisierung psychosoziale Arbeitsbelastungen tatsächlich verändert und folglich gängige Instrumente der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung (GB-Psyche) angepasst werden müssen. Angesichts dessen besteht das Ziel des Beitrags darin, die Auswirkungen der Digitalisierung auf psychosoziale Arbeitsbelastungen sowie die Anforderungen an die GB-Psyche in der Industrie zu untersuchen. Die Ergebnisse halbstrukturierter Interviews zeigen, dass die Digitalisierung (in-)direkt zu neuen Anforderungen führt. Um potenziellen gesundheitlichen Folgen vorzubeugen, ist es entscheidend, diese neuen Belastungsfaktoren wie Flexibilisierung und Überwachung der Arbeitsleistung in der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung zu berücksichtigen.

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