Thema: Industrie 4.0

Industrie 4.0 im Remanufacturing

Industrie 4.0 im Remanufacturing

Analyse und Bewertung aktueller Forschungsansätze
Kim Sprenger, Jan-Felix Klein, Marco Wurster, Nicole Stricker, Gisela Lanza ORCID Icon, Kai Furmans
Das Remanufacturing, bisher geprägt durch manuelle und kostenintensive Prozesse, ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft. Industrie und Forschung sind sich einig, dass der Einzug von Industrie-4.0-Technologien den Schlüssel zu einer Entwicklung automatisierter und wirtschaftlicher Remanufacturing-Systeme darstellt. Basierend auf einer systematischen Literaturrecherche widmet sich dieser Beitrag der Analyse vielversprechender Industrie-4.0-Ansätze mit dem Fokus auf den übergeordneten Gesamtprozess sowie den Teilprozessen der Demontage und der Inspektion. Die Ergebnisse legen nahe, dass es an zusätzlichem Wissen, Erfahrung und Forschung bei der Entwicklung und realen Demonstration der Ansätze und deren Übertragbarkeit auf breitere Anwendungsfelder bedarf.
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 4 | Seite 37-40 | DOI 10.30844/I40M_21-4_S37-40
Künstliche Intelligenz in Chinas Gesundheitswesen

Künstliche Intelligenz in Chinas Gesundheitswesen

Ein Überblick
Christoph Mingtao Shi, Maciej Filipkowski
Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie sind die Ambitionen Chinas für die Digitalisierung seiner Gesundheitsversorgung gut sichtbar. In den nächsten fünf Jahren plant Beijing unter anderem hierfür Investitionen über 1,4 Billionen USD (US-Dollar) in 5G Netze, KI-Forschung und Datenzentren [1]. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen reicht dabei von der Triage über die Diagnostik bis hin zu OP-Robotern und verspricht, die medizinische Versorgung auf ein neues Niveau zu bringen. So avanciert China nicht zuletzt dank der engen Verflechtung von Politik, Öffentlichkeit und Wirtschaft und der schieren Menge an nutzbaren Daten sowie reichlich vorhandenem Risikokapital zunehmend zu einem Hightech-Land. Deutschland und Europa sollten auf diese Entwicklung noch eine Antwort finden.
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 4 | Seite 46-50
Smart Factory im Werkzeugbau bei KAMAX

Smart Factory im Werkzeugbau bei KAMAX

Reduzierung der Durchlaufzeit um 90 %
Christian Ludwig, Thomas Farrenkopf, Thomas Panske, Hilmar Gensert
Unter „Smart Factory“ wird die Vision einer Produktionsumgebung verstanden, in der sich Fertigungsanlagen und Logistiksysteme ohne menschliche Eingriffe weitestgehend selbst organisieren [1]. Im Beitrag wird ein Projekt beschrieben, zu dessen Start keiner der Beteiligten das Thema „Smart Factory“ oder „Industrie 4.0“ auch nur ansatzweise mit dem Projekt in Verbindung brachte. Vielmehr wurde die Zielsetzung verfolgt, die heutige Lieferzeit von 6-8 Wochen drastisch zu reduzieren. Das Ergebnis ist ein vollständig digitalisierter Geschäftsprozess von der Auftragserstellung, der Produktentwicklung, der Konstruktion, der Fertigung sowie der Abwicklung für „Losgröße 1“ mit einer Reduzierung der Durchlaufzeit auf weniger als 10 %.
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 4 | Seite 29-33 | DOI 10.30844/I40M_21-4_S29-33
I4M 4/2021: Produktion in Zeiten des Klimawandels

I4M 4/2021: Produktion in Zeiten des Klimawandels

Von kurzfristigen Zielen bis zu nachhaltigen Innovationen
Kurzfristige Leistungsziele und langfristige Ziele oder Werte stehen oft im Widerspruch miteinander. Dies tritt besonders deutlich beim Thema Nachhaltigkeit zutage. Doch geschäftliche und gesellschaftliche Interessen müssen nicht gegenläufig sein. Die durch den klugen Softwareeinsatz hinzugewonnen Effizienzsteigerungen in der Produktion etwa lassen sich sowohl beim Klimaschutz als zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen nutzbar machen.
Virtuelle und digital gestützte Interaktionssysteme

Virtuelle und digital gestützte Interaktionssysteme

Potenziale und Herausforderungen im Kollektionsentwicklungsprozess der Bekleidungsindustrie
Franziska Moltenbrey, Meike Tilebein ORCID Icon
Multichannel-Shopping, Social Commerce, Digital Store - die Einkaufsmöglichkeiten in der Bekleidungsindustrie haben sich in den letzten Jahren enorm verändert und der Einzelhandel ist im Wandel. War es früher der Handel, der die Impulse vorgegeben hat, sind es heute auch die Kundinnen und Kunden, die mit ihren anspruchsvollen Bedürfnissen den Markt steuern. Wo ein Überangebot an Produkten und zahlreiche Shopping-Möglichkeiten vorhanden sind, bieten Interaktivität, Individualisierung und Informationen rund ums Produkt wichtige Differenzierungsmöglichkeiten. Bisher beschränken sich die Business-to-Consumer-Interaktionen (B2C) in der Bekleidungsindustrie jedoch im Wesentlichen auf die Produktkonfiguration und -betrachtung. Um am Markt bestehen und schnell auf Trends reagieren zu können, werden durchgängige, flexible und interaktive Entwicklungskonzepte benötigt. Im vorliegenden Beitrag werden daher neue, digital gestützte Ansätze und ihre Einsatzmöglichkeiten im ...
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 3 | Seite 21-24
„Unternehmenskultur 4.0“ bei einem Zulieferbetrieb gestalten

„Unternehmenskultur 4.0“ bei einem Zulieferbetrieb gestalten

Strategien schrittweiser kultureller Transformation am Beispiel der Einführung eines digitalen Werkzeugmanagements
Thomas Jackwerth-Rice, Christian Lerch, Peter Weiß, Thomas Jehnichen, Matthias Derse, Mario Meier, Marius Wernet
Vor dem Hintergrund industrieller Transformationsprozesse sowie zunehmend dynamischer und kundenindividueller Anforderungen können produzierende Unternehmen digitale Technologien gezielt nutzen, um Arbeitsabläufe effizienter zu organisieren. Vernetzte Produktionssysteme bieten dabei eine Möglichkeit, um Fabrikabläufe leichter planen und steuern zu können. Ihre Einführung bedarf allerdings einer „Unternehmenskultur 4.0“. Diese zeichnet sich durch ein hohes Maß an Vertrauen in digitale Lösungen aus, trotz der hohen Komplexität und damit verbundenen ungewissen Nutzengewinne. Am Beispiel eines digitalen Werkzeugmanagements wird gezeigt, wie ein mittelständischer Zulieferbetrieb eine solche Unternehmenskultur gezielt stärken kann.
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 3 | Seite 16-20
Digitalisierung messbar machen

Digitalisierung messbar machen

Ein soziotechnisches KPI-Modell für die digitale Transformation
Felix Krol, Birgit von See, Wolfgang Kersten ORCID Icon
Eine erfolgreiche digitale Transformation hin zum Zielbild der Industrie 4.0 ist heute bereits für viele Unternehmen ein entscheidendes Wettbewerbskriterium. Die anhaltende globale COVID-19-Pandemie hat die Notwendigkeit der Digitalisierung in den Unternehmen deutlich gemacht und diese zusätzlich beschleunigt. Insbesondere in dieser Zeit sind die Unternehmen jedoch mit einer ungewissen Auftrags- und Ertragslage konfrontiert und müssen ihre Investitionsbudgets zielgerichtet einsetzen. Als Entscheidungsgrundlage bietet sich die Bestimmung der digitalen Reife mithilfe eines fundierten Kennzahlensystems an. Dieser Beitrag entwickelt ein solches soziotechnisches Digitalisierungs-KPI-Modell entlang der Dimensionen „Strategie und Führung“, „Digitalkompetenzen/Humankapital“ und „Intelligente Prozesse“. Das Modell kann zukünftig als Grundlage für die Bestimmung des digitalen Reifegrads und darauf aufbauend der Allokation von Digitalisierungs-Investitionen genutzt werden.
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 3 | Seite 30-34 | DOI 10.30844/I40M_21-3_S30-34
Innovationsprojekte in der Logistik

Innovationsprojekte in der Logistik

Handlungsempfehlung für die Implementierung von Innovationen bei Logistikdienstleistern
Dennis Abel, Hendrik Meyer, Torsten Rudolph
Logistikdienstleister stehen immer mehr unter dem Druck, Prozesse zu verbessern, um diese effizienter und damit für (potenzielle) Kunden wirtschaftlicher abwickeln zu können. Die voranschreitende Automatisierung und Digitalisierung in allen Wirtschaftsbereichen bringen in diesem Zusammenhang eine Vielzahl an innovativen Lösungsansätzen mit sich, die genau dieses Potenzial versprechen [1]. Die hierbei kreierten soziotechnischen Systeme werden in ihrer Gesamtheit meist nur am Rande betrachtet, da der Fokus auf der neuen Technologie liegt. Eine proaktive Beurteilung der Auswirkungen inkl. verbundener Vor- und Nachteile sind somit eher die Ausnahme. Im Rahmen dieses Beitrags wird ein Projektansatz vorgestellt, der als Handlungsempfehlung für die Einführung von Innovationen − in diesem Fall konkret für fahrerlose Transportsysteme (FTS) − dient und dabei inhaltlich insbesondere auf die Aspekte soziotechnischer Systeme eingeht.
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 3 | Seite 49-52
I4M 3/2021: Mensch-Technik-Interaktion in der digitalisierten Arbeitswelt

I4M 3/2021: Mensch-Technik-Interaktion in der digitalisierten Arbeitswelt

Ansätze für mittelständische Zulieferer und Bekleidungsindustrie
Mensch und Maschine arbeiten nicht mehr einfach in Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen sich immer mehr. Für die Digitalisierung der Industrie ist diese Entwicklung, mit der Arbeitserleichterung und Kundenbefriedigung womöglich ihren Höhepunkt erreichen werden, unausweichlich. Doch die damit verbundenen soziotechnischen Herausforderungen müssen zuerst verstanden werden, bevor Unternehmen sie mithilfe von Technologie meistern können.
Instandhaltung 4.0

Instandhaltung 4.0

Ein Konzept zur Darstellung von Instandhaltungsprozessen und der Rolle des Menschen in der Industrie 4.0
Michael Kelker, Roland Heidel, Lennart Brumby
Die Realisierung von Industrie 4.0 (kurz I4.0) ist in vollem Gang. Es sind bereits eine Vielzahl an Modellen und Methoden zur Umsetzung diverser industrieller Prozesse auf Basis der bislang bekannten Inhalte des I4.0-Standards vorhanden, jedoch liegt noch kein Leitbild für Instandhaltungsprozesse vor. Da die Instandhaltung in Anbetracht zukünftiger, technischer Entwicklungen immer mehr an Bedeutung gewinnt, erscheint auch ein Konzept zur Darstellung von Instandhaltungsprozessen auf Basis der Industrie 4.0-Modelle sinnvoll und notwendig, d.h. die Abbildung des dynamischen Verhaltens von Prozessen und damit auch von Instandhaltungsprozessen in der I4.0 Informationswelt ist unerlässlich. Dabei ist die Rolle des Menschen von zentraler Bedeutung.
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 3 | Seite 63-66
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