Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie sind die Ambitionen Chinas für die Digitalisierung seiner Gesundheitsversorgung gut sichtbar. In den nächsten fünf Jahren plant Beijing unter anderem hierfür Investitionen über 1,4 Billionen USD (US-Dollar) in 5G Netze, KI-Forschung und Datenzentren [1]. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen reicht dabei von der Triage über die Diagnostik bis hin zu OP-Robotern und verspricht, die medizinische Versorgung auf ein neues Niveau zu bringen. So avanciert China nicht zuletzt dank der engen Verflechtung von Politik, Öffentlichkeit und Wirtschaft und der schieren Menge an nutzbaren Daten sowie reichlich vorhandenem Risikokapital zunehmend zu einem Hightech-Land. Deutschland und Europa sollten auf diese Entwicklung noch eine Antwort finden.