Produktionssystem

Produktgestaltung als Stellhebel in der agilen Produktion

Produktgestaltung als Stellhebel in der agilen Produktion

Ausarbeitung und Anwendung der Design-for-Agility Methode in der Automobilindustrie
Alexander Pointner, Nils-Christian Böhnke, Christian Ramsauer
Spätestens seit der Finanzkrise müssen Industrieunternehmen stärker mit einer volatilen und unsicheren Umwelt umgehen können. Daher hat das Konzept der agilen Produktion in den letzten Jahren wieder sehr starkes Interesse bei Industrieunternehmen geweckt. Als ein möglicher Stellhebel innerhalb des Operationsbereichs kann die Produktgestaltung angesehen werden. Dabei stehen vor allem die Auswirkungen der Produktgestaltung auf die Produktion im Fokus. Anhand der Design-for-Agility Methode, die zuerst noch detailliert aufgearbeitet wird, wird in diesem Beitrag versucht, den Einfluss der Produktgestaltung auf die Agilität in der Produktion zu verstehen.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 6 | Seite 57-60
Integrierte Auftragsplanung variantenreicher Produkte

Integrierte Auftragsplanung variantenreicher Produkte

Ein Softwareprototyp zur Generierung und Einplanung von Planaufträgen sowie deren Zuordnung zu Kundenaufträgen
Jens Bürgin, Han Hao, Gisela Lanza ORCID Icon, Hansjörg Tutsch
Eine robuste und optimierte Planung der Serienproduktion variantenreicher Produkte wie Automobile kann durch eine Integration der unternehmerischen Funktionsbereiche Einkauf, Produktion und Vertrieb realisiert werden. Hierzu ist es erforderlich, bereits mittelfristig vor Eingang der Kundenaufträge einen Auftragsbestand als Basis für eine integrierte, durchgängige und transparente Planung zwischen mittelfristigem und kurzfristigem Planungshorizont zu generieren. Entsprechend wird in diesem Beitrag ein Softwareprototyp zur Anwendung einer innovativen Planungsmethodik zur Generierung von Planaufträgen, zur Einplanung der Planaufträge in ein Produktionsnetzwerk und zur Zuordnung von eingehenden Kundenaufträgen zu Planaufträgen des Auftragsbestands vorgestellt.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 5 | Seite 29-32
Pull-System für Halbfabrikate in der Prozessindustrie

Pull-System für Halbfabrikate in der Prozessindustrie

Ein Produktions- und Logistikkonzept für die Nachschubsteuerung in internationalen Produktionsnetzwerken
Christopher Borgmann, Carsten Feldmann, Linus Hahn
Die Prinzipien und Werkzeuge der Lean Production haben aus wissenschaftlicher Perspektive einen hohen Reifegrad erreicht. Insbesondere Unternehmen der Fertigungsindustrie nutzen pull-gesteuerte Produktionssysteme zur Nachschubsteuerung, um den Anforderungen eines Käufermarkts wettbewerbsadäquat zu begegnen. In der Prozessindustrie hingegen ist der Durchdringungsgrad vergleichsweise gering. Dies ist nicht zuletzt den spezifischen Eigenschaften und Rahmenbedingungen der Produktionsprozesse geschuldet. Jedoch weisen auch Produktionsnetzwerke in der Prozessindustrie große Potenziale für eine Optimierung der Bestände und des Service-Levels mittels Pull-Steuerung auf.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 5 | Seite 12-16
Agiles Änderungsmanagement in der Automation industrieller Anlagen

Agiles Änderungsmanagement in der Automation industrieller Anlagen

Alexander Gellermann, Alexander Fay ORCID Icon
Workflowmanagementsysteme versprechen Verbesserungen im Änderungsmanagement. In Bezug auf den Anlagenbau können sie jedoch nicht allen Anforderungen heutiger Projektabwicklungen gerecht werden. In diesem Beitrag werden Anforderungen sowie Lösungsansätze für ein agiles Änderungsmanagement vorgestellt.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 3 | Seite 49-53
Gestaltung zukünftiger Arbeitssysteme

Gestaltung zukünftiger Arbeitssysteme

Herausforderungen der Mensch-Technik-Interaktion
Michael Schenk, Tina Haase, Alinde Keller, Dirk Berndt
Die Arbeitswelten von morgen werden maßgeblich durch digitale und vernetzte Technologien geprägt sein. Dies gilt auch für Tätigkeiten in Produktionsprozessen. Infolge der Umgestaltung von Produktionssystemen im Rahmen der unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ diskutierten Entwicklungen werden Mensch und Maschine enger zusammenarbeiten. Die Rolle des Menschen in der Produktion und damit auch die Gestaltung von Arbeitsplätzen verändern sich dabei grundlegend. Der Anteil manueller und physisch belastender Tätigkeiten wird durch den Einsatz physischer Assistenzsysteme, z. B. Mensch-Roboter-Kooperationen, zurückgehen. Gleichzeitig nehmen komplexe und wissensintensive Aufgaben zu, um Maschinen und Anlagen zu überwachen und zu steuern. Die damit verbundene zunehmende Verantwortung der Mitarbeiter kann zu einer steigenden psychischen Beanspruchung führen. Informationstechnische und kognitive Assistenzsysteme sind ein Ansatz, um die Fachkräfte bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen ...
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 3 | Seite 63-67
Lernförderliche Gestaltung von Assistenzsystemen

Lernförderliche Gestaltung von Assistenzsystemen

Ein Ansatz für die Instandhaltung am Beispiel der Prozessindustrie
Tina Haase, Wilhelm Termath, Alinde Keller, Dirk Berndt
Instandhaltungstätigkeiten erfordern von den Fachkräften ein hohes Maß an Analyse- und Problemlösefähigkeit, um eine erfolgreiche Fehlerdiagnose und Fehlerbehebung durchführen zu können. Die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung der Arbeitssysteme erweitern auch den Umfang und die Komplexität der Informationen, die für eine Fehlerdiagnose herangezogen werden können. Assistenzsysteme bieten das Potenzial, Fachkräften durch die gezielte Bereitstellung didaktisch aufbereiteter Assistenzinformationen eine Entscheidungsgrundlage für die Diagnose und Behebung von Fehlern zu bieten und damit Lernprozesse zu fördern. Die Qualität der Diagnoseleistungen bei Fehlern ist nicht einfach auf die Menge an Wissen zurückzuführen, sondern vor allem auf die Verfügbarkeit von zielrelevantem Wissen und die Fähigkeit, relevantes von irrelevantem Wissen zu unterscheiden [1]. Diese Expertise der Fachkräfte beruht insbesondere auf der erfolgreichen Nutzung von Wissen in ...
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 3 | Seite 16-20
Statistische Detektion von Anomalien in Bilddaten von Mikrobauteilen

Statistische Detektion von Anomalien in Bilddaten von Mikrobauteilen

Statistische Defekterkennung mittels Hauptkomponentenanalyse
Benjamin Staar ORCID Icon, Mirko Kück, Abderrahim Ait Alla ORCID Icon, Michael Lütjen ORCID Icon, Michael Freitag ORCID Icon, Aleksandar Simic
Optische Messsysteme sind eine populäre Wahl für die Qualitätsprüfung, da sie nicht nur kontaktfrei funktionieren, sondern auch präzise und vergleichsweise schnell sind. Vor allem in Fällen, in denen eine 100 %-Qualitätsprüfung angestrebt wird, ist eine geringe Mess- und Auswertezeit von essentieller Bedeutung. Bei hohen Taktzahlen von mehreren Teilen pro Sekunde, wie bspw. beim Mikrokaltumformen, wird die Auswertung dabei von Algorithmen übernommen. Um eine schnelle und präzise Defekterkennung zu ermöglichen, werden solche Algorithmen üblicherweise auf die Erkennung einer beschränkten Anzahl vordefinierter Defektklassen zugeschnitten. Der Nachteil gegenüber der manuellen Prüfung ist dabei jedoch, dass unbekannte bzw. unerwartet auftretende Defektarten eventuell nicht erkannt werden. Bei neu entwickelten Verfahren und/oder einer hohen Anzahl von Einflussfaktoren ist es daher wichtig, dass die Auswertealgorithmen solche Anomalien zuverlässig und schnell erkennen.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 2 | Seite 52-56
Wenn Maschinen sprechen lernen

Wenn Maschinen sprechen lernen

Die Plattform Industrie 4.0 arbeitet an neuen Kommunikationsstandards für die digitalisierte Industrie
Martin Hankel, Christian Diedrich
Die Digitalisierung verändert die industrielle Produktion in Deutschland nachhaltig: In der Industrie 4.0 entstehen aus Produktionsanlagen sowie Informations- und Kommunikationstechnik intelligente Wertschöpfungsnetzwerke. Mit dem Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 legt die Plattform Industrie 4.0 erstmals ein Koordinatensystem vor, das alle wesentlichen Aspekte von Industrie 4.0 in drei Dimensionen sortiert. Das RAMI-Raster bringt Orientierung, zeigt aber auch weiteren Handlungsbedarf auf dem Weg in die digital-vernetzte Produktion. Ein wesentlicher Bedarf besteht in einem einheitlichen Interaktionsmodell. Sollen Maschinen, Anlagen, Sensoren und Produkte miteinander interagieren, müssen sie die gleiche Sprache sprechen. In der Arbeitsgruppe „Referenzarchitekturen, Standards und Normung“ der Plattform Industrie 4.0 arbeiten Experten aus verschiedenen Bereichen daran, diesen Kommunikationsstandards näher zu kommen und legten im November 2016 neue Ergebnisse vor.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 2 | Seite 42-46
Biopolymere als Alternative zu erdölbasiertem Plastik

Biopolymere als Alternative zu erdölbasiertem Plastik

Produktion von Polyhydroxyalkanoaten aus biogenen Reststoffen – Darstellung der gesamten Prozesskette
Sebastian L. Riedel, Anja Spielvogel, Christoph Hein, Dirk Oberschmidt, Eckart Uhlmann ORCID Icon
Das Plastikzeitalter begann vor über 100 Jahren mit der industriellen Produktion von synthetisch hergestellten Kunststoffen aus Erdöl. Obwohl die Verwendungszeiten von Plastikartikeln meist sehr gering sind, dauert deren Abbau mehrere hundert bis tausend Jahre. Seit einigen Jahren rücken sogenannte Biokunststoffe immer mehr in den Fokus der Gesellschaft. Dabei ist nicht jedes Bioplastik biologisch abbaubar oder basiert auf nachwachsenden Rohstoffen, wie man vermuten könnte. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Produktion eines mikrobiell synthetisierten Polyesters, der ähnliche Eigenschaften zu Polyethylen aufweist, vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden kann und unter gewöhnlichen Umgebungsbedingungen in der Natur abgebaut wird. Als Ausgangsstoffe dienen biogene Reststoffe, die keine Konkurrenz zur Lebensmittel- oder Biokraftstoffindustrie darstellen.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 1 | Seite 29-33
Intelligente Versorgungssysteme für Druckluft und technische Gase

Intelligente Versorgungssysteme für Druckluft und technische Gase

Flexibler Betrieb der Produktionsinfrastrukturen bietet Kosten-senkungspotenziale und unterstützt die Energiewende
Ralf Böhm, Tallal Javied, Jörg Franke
Hybride Leistungsbündel versorgen Produktionsanlagen in Industriebetrieben mit Druckluft, Stickstoff und anderen technischen Gasen, die teilweise aus der Luft abgeschieden werden können. Bei ausreichender Dimensionierung und durch Ausstattung mit Automatisierungstechnik können diese Systeme zur Flexibilisierung der Nachfrage nach elektrischer Energie genutzt werden. Durch Verarbeitung von Mess- und Zustandsdaten können die Systeme Bedarfsprofile im Zeitverlauf erstellen. Indem diese Profile mit Daten wie beispielsweise zum Druck, zu Volumina, Systemrestriktionen, aktuellen Produktionserfordernissen sowie zum Strompreis angereichert werden, kann die Steuerung des Systems vorhandene Flexibilitätspotenziale identifizieren und optimal nutzen.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 1 | Seite 57-61
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