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KI-gestützte Bereitstellung von Erfahrungswissen 

KI-gestützte Bereitstellung von Erfahrungswissen 

Praktische Erfahrungen aus Unternehmensfällen
Martin Schmauder ORCID Icon, Gritt Ott ORCID Icon, Bianca Windisch
Die Nutzung von Erfahrungswissen ist für Unternehmen ein zentraler Erfolgsfaktor. Der vorliegende Beitrag analysiert anhand von vier betrieblichen Fallstudien die technischen, organisatorischen und personellen Herausforderungen beim Einsatz von Retrieval-Augmented-Generation-(RAG)-Systemen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Erfolg solcher Systeme maßgeblich von der strategischen Entwicklung und Pflege der Wissensbasis sowie von der Einbindung der Beschäftigten abhängt.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 128-135 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.15
Inklusive Arbeitssystemgestaltung

Inklusive Arbeitssystemgestaltung

Perspektiven für Automatisierung, Standardisierung und Kontextadaptivität
Sebastian Schlund ORCID Icon
Die Gestaltung inklusiver Arbeitssysteme gewinnt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der zunehmenden digitalen Durchdringung von Wertschöpfungsprozessen an Bedeutung. Während klassische ergonomische Ansätze primär auf der Perzentillogik basieren und damit nur einen Teil der Nutzerpopulation adressieren, eröffnet die Integration digitaler Technologien neue Möglichkeiten zur dynamischen und individuellen Anpassung von Arbeitssystemen. Der vorliegende Beitrag stellt einen konzeptionellen Handlungsrahmen für inklusive Arbeitssystemgestaltung vor, der die Dimensionen Standardisierung, Automatisierung und Kontextadaptivität integriert. Methodisch basiert der Beitrag auf einer konzeptionellen Analyse bestehender Ansätze aus Ergonomie und Human-Centered Design. Der Beitrag leistet einen theoretischen Beitrag zur Systematisierung inklusiver Arbeitssystemgestaltung und formuliert Gestaltungsbereiche für Forschung und industrielle Praxis.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 70-76 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.8
Arbeitsgestaltung beim Einsatz autonomer Systeme

Arbeitsgestaltung beim Einsatz autonomer Systeme

Analyse von Änderungsbedarf zur Kompensation von Fachkräftemangel mit autonomen Systemen
Tim Jeske ORCID Icon, Sascha Stowasser ORCID Icon, Nicole Ottersböck, Sebastian Terstegen, Rasmus Adler ORCID Icon
Unternehmen sind zunehmend gefordert, Fach- und Arbeitskräftemangel bei steigenden Anforderungen an Produktivität, Flexibilität und Innovationsfähigkeit zu bewältigen. Während sich das Arbeitskräfteangebot nur begrenzt erweitern lässt, rückt die produktivitätsorientierte Gestaltung von Arbeitssystemen stärker in den Fokus. Autonome Systeme bieten hier erhebliches Potenzial. Ihr Einsatz erfordert neben technischen Anpassungen vor allem Veränderungen in Organisation, Kompetenzen und Arbeitsgestaltung. Im Beitrag werden empirisch fundierte Änderungsbedarfe in bestehenden Arbeitssystemen sowie damit verbundene wirtschaftliche Potenziale analysiert.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 44-50 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.5
MTM-Analysen mithilfe von KI und regelbasierten Algorithmen

MTM-Analysen mithilfe von KI und regelbasierten Algorithmen

Ein Ansatz zur Interpretation von textuell beschriebenen Arbeitsabläufen
Constantin Eckart ORCID Icon, Martin Benter ORCID Icon, Peter Kuhlang ORCID Icon
Die MTM-Methoden sind ein bewährter Standard zur Analyse und Gestaltung menschlicher Arbeitsabläufe. Arbeitsplaner stehen bei der Anwendung jedoch weiterhin vor der Herausforderung, diese Methoden richtig und effizient anzuwenden. Künstliche Intelligenz – insbesondere Large Language Models – hat das Potenzial, hier einen wichtigen Beitrag zu leisten. Beim Einsatz von KI ergeben sich jedoch berechtigte Fragen hinsichtlich der Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse. Der vorgestellte Ansatz kombiniert LLMs mit einem regelbasierten Algorithmus, um gezielt wichtige Informationen aus textlichen Prozessbeschreibungen, wie Arbeitsanweisungen, zu extrahieren, die für MTM-Analysen erforderlich sind. Anschließend werden diese entsprechend dem MTM-Regelwerk in Analysen übersetzt. Dieses Vorgehen trägt dazu bei, dass die Ergebnisse für den Anwender nachvollziehbar aus den Eingangsdaten abgeleitet werden.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 62-69 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.7
Foundation-Modelle in der industriellen Robotik

Foundation-Modelle in der industriellen Robotik

Einsatzpotenziale, Tätigkeitswandel und Kompetenzanforderungen
Bernd Kuhlenkötter ORCID Icon, Daniel Syniawa ORCID Icon
Foundation-Modelle verändern zunehmend die Art und Weise, wie in der Industrie mit Robotern gearbeitet wird. Statt komplexe Programme Zeile für Zeile zu schreiben, können Programmierer künftig stärker mit KI-Systemen zusammenarbeiten, Aufgaben beschreiben und die generierten Lösungen prüfen. Damit verschiebt sich ihre Rolle von der reinen Code-Erzeugung hin zu konzeptionellen, überwachenden und validierenden Tätigkeiten. Der Beitrag zeigt, welche neuen Möglichkeiten große KI-Modelle für die Roboterprogrammierung eröffnen und welche Veränderungen dies für Arbeit und benötigte Kompetenzen in der industriellen Praxis mit sich bringt.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 16-23 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.2
KI-Organisation als neues Arbeitsparadigma

KI-Organisation als neues Arbeitsparadigma

Implikationen für individuelle und organisatorische Veränderungen
Katharina Hölzle ORCID Icon, Leonie Krauch, Wolfgang Beinhauer ORCID Icon, Carsten Schmidt, Josephine Hofmann ORCID Icon
Reicht es aus, Mitarbeitende im Umgang mit KI-Werkzeugen zu schulen oder erfordert die KI-Organisation völlig neue Kompetenzen? Der Beitrag stellt ein Digital-Enablement-Modell mit drei Kompetenzdimensionen vor und zeigt anhand eines am Fraunhofer IAO erprobten Upskilling-Programms, wie Organisationen die KI-Adoptionslücke nachhaltig überwinden können.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 94-100 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.11
KI-Zertifizierung wirksam gestalten

KI-Zertifizierung wirksam gestalten

Erkenntnisse aus etablierten Zertifizierungsfeldern für die Normierung humanzentrierter KI
Katharina Morsch ORCID Icon
Zertifizierungen für humanzentrierten KI-Einsatz gewinnen an Bedeutung – als Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb, als Antwort auf regulatorische Erwartungen und als Instrument zur Gestaltung eines menschgerechten Arbeitsumfelds. Doch woran lässt sich erkennen, ob ihre Anforderungen wirklich ankommen? Auf Basis von Experteninterviews aus etablierten Zertifizierungsfeldern zeigt dieser Beitrag: Die entscheidende Frage wird nicht im Audit beantwortet, sondern in der Zeit zwischen den Audits. Nicht das Zertifikat entscheidet, sondern die Bereitschaft von Führung und Organisation, sich dem Prozess ernsthaft zu stellen.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 86-92 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.10
I4S 4/2026: Dynamiken digital vernetzter Wertschöpfungssysteme (DynaVer)

I4S 4/2026: Dynamiken digital vernetzter Wertschöpfungssysteme (DynaVer)

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile – digitale Ökosysteme gemeinsam erforschen
Digitale Plattformen und Datenräume verändern die industrielle Wertschöpfung und schaffen neue Möglichkeiten für unternehmensübergreifende Zusammenarbeit. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an Datensouveränität, Sicherheit und Governance. Diese Ausgabe von Industry 4.0 Science gibt Einblicke in das Forschungsprogramm DynaVer, in dem 15 interdisziplinäre Projekte die Dynamiken digital vernetzter Wertschöpfungssysteme untersuchen.
Kooperationsroutinen in digitalen Ökosystemen

Kooperationsroutinen in digitalen Ökosystemen

Eine Mikrofundierung integrativer dynamischer Fähigkeiten
Christian Zabel ORCID Icon, Tahir Schmidt ORCID Icon
Komplementoren spielen eine zentrale Rolle bei der Wertschöpfung in digitalen Ökosystemen, verfügen jedoch nur über begrenzten Einfluss und müssen sich durch dynamische Fähigkeiten anpassen. Aufbauend auf dem „Profiting From Innovation“-Rahmenwerk untersucht diese Studie, wie sich integrative Fähigkeiten bei Komplementoren durch kooperative Routinen manifestieren. Auf Basis einer systematischen Literaturrecherche von in Scopus indexierten Studien aus den Jahren 2020 bis Mitte 2025, die die Mikrofundierung „Orchestrierung von Ökosystemakteuren“ untersuchen, identifizieren wir zwei Routinecluster. Zum einen kooperieren Komplementoren untereinander durch die Auswahl geeigneter Partner, Koalitionsbildung, Ressourcenteilung und Risikoverteilung, während sie gleichzeitig kritische Ressourcen schützen. Zum anderen kooperieren sie mit Plattformbetreibern durch Interaktion über verschiedene Kanäle, Qualitätssignalisierung, Einhaltung von Governance-Vorgaben, Integration ...
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 4 | Seite 22-28 | DOI 10.30844/I4SD.26.4.3
Datengestützte Lieferantenauswahl in der Industrie 4.0

Datengestützte Lieferantenauswahl in der Industrie 4.0

Auf dem Weg zu einer industriellen Plattform für Auswahl und Konfiguration
Purushothaman Ganesh ORCID Icon, Baris E. Albayrak ORCID Icon, Jörg Franke ORCID Icon, Till Sindel ORCID Icon, Jens Fürst, Sebastian Lang ORCID Icon
Industrielle Lieferketten müssen ihre Beschaffungsstrategien als Reaktion auf Störungen immer wieder neu ausrichten, doch Informationen über die Leistungsfähigkeit von Lieferanten sind nach wie vor uneinheitlich und lassen sich nur schwer operativ umsetzen. Bisherige Forschungsarbeiten behandeln Lieferantenauswahl, Simulation und Interoperabilitätsstandards getrennt voneinander und betrachten die Erfassung, Bewertung und Optimierung als voneinander getrennte Schritte, die eine manuelle Datentransformation erfordern. Dieser Beitrag stellt ein Rahmenkonzept für eine datengesteuerte industrielle Plattform vor, die drei Komponenten integriert: Lieferantenprofile auf Basis der Asset Administration Shell, strukturiert durch eine Actor-Service-Ontologie zur semantischen Identifikation von Lieferanten, automatische Generierung von Simulationsmodellen für diskrete Ereignisse (Discrete-Event Simulation) aus Layoutdaten zur Leistungsbewertung sowie KPI-gesteuerte Konfiguration mithilfe von ...
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 4 | Seite 50-61 | DOI 10.30844/I4SD.26.4.6
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