Branche: Asien

Politische Rahmenbedingungen und neue Innovationsfähigkeit indischer Mittelstandsunternehmen

Politische Rahmenbedingungen und neue Innovationsfähigkeit indischer Mittelstandsunternehmen

Jakob Rösel
Nach der Unabhängigkeit trat eine Nehru dominierte Congress-Regierung in einen Prozess der staatskontrollierten nachholenden Entwicklung ein. Diese über drei Jahrzehnte aufrecht erhaltene Entwicklungspolitik resultierte zwangsläufig in einer Vernachlässigung des Agrarsektors und der Bauernkasten, die in Indien mehr als zwei Drittel der Bevölkerung konstituieren. Diese Versuche nachholender Entwicklung resultierten in der sprichwörtlichen Hindu-Wachstumsrate von rund drei Prozent. Des Weiteren wurde diese Form der „autozentrierten Entwicklung“ durch ein Austauschabkommen mit der Sowjetunion gestützt: Um seine Staatskontrolle und die einheimischen Unternehmer vor der Weltmarktkonkurrenz zu schützen, hatte Indien seit der Unabhängigkeit die höchsten Zollmauern in Asien errichtet. Für seine Industrialisierungs- und Rüstungsprogramme blieb aber Congress-Indien auf mächtige ausländische Allianz- und Handelspartner angewiesen. Indira Gandhi kippt schließlich zu Beginn der ...
Industrie Management | 25. Jahrgang | 2009 | Ausgabe 6 | Seite 40-44
Risiken des Fremdbezugs aus Indien

Risiken des Fremdbezugs aus Indien

Das Beispiel der Lederwarenindustrie
Boris Braun, Christian Dietsche
Die Verlagerung arbeitsintensiver Produktionsprozesse in Schwellenländer stellt für viele deutsche Unternehmen eine unverzichtbare Geschäftsstrategie dar. Indien bietet hierfür aufgrund seiner Wachstumsdynamik, seiner politischen Stabilität, der relativ geringen sprachlichen Probleme sowie der vielerorts vorhandenen gewerblichen Traditionen günstige Voraussetzungen. Verlagerungsprozesse und Fremdbezug bergen aber auch unternehmerische Risiken. So sehen sich deutsche Unternehmen neben kulturell bedingten Missverständnissen oft mit unzuverlässigem Geschäftsgebaren ihrer indischen Lieferanten konfrontiert.
Industrie Management | 25. Jahrgang | 2009 | Ausgabe 6 | Seite 59-62
Schlanke Werkzeugmaschinen für den indischen Markt

Schlanke Werkzeugmaschinen für den indischen Markt

Methodik zur standortbezogenen Maschinenoptimierung
Eberhard Abele, Marina Dervisopoulos, Madhu Munirathnam
Indien erlangt als Abnehmer von Werkzeugmaschinen zunehmende Bedeutung und rückt damit weltweit in den Fokus der Maschinenhersteller. Um wettbewerbsfähig zu sein, müssen die deutschen Werkzeugmaschinenhersteller ihre Maschinenkonzepte an die spezifischen Anforderungen der indischen Fertigungsstruktur anpassen und Werkzeugmaschinen anbieten, die unter Vermeidung von Verschwendung genau das bieten, was der indische Kunde benötigt. Hierfür müssen die Werkzeugmaschinen sowohl bezogen auf den Erstinvest, die laufenden Kosten und die Taktzeit optimiert werden. Der vorliegende Beitrag beschreibt die Anforderungen des indischen Marktes an Werkzeugmaschinen. Es wird eine Methodik vorgestellt, Werkzeugmaschinenkonzepte systematisch standortbezogen zu optimieren bzw. zu entwickeln.
Industrie Management | 25. Jahrgang | 2009 | Ausgabe 6 | Seite 35-39
Machtfaktoren in Kunden-Lieferanten-Verhältnissen

Machtfaktoren in Kunden-Lieferanten-Verhältnissen

Das Beispiel Schweizer Unternehmen und ihre chinesischen Lieferanten
Josef Oehmen, Paul Schönsleben, Max von Bredow, Philipp Gruber, Gunther Reinhart
Die zunehmende Globalisierung eröffnet westlichen Unternehmen große Möglichkeiten. In diesem Zusammenhang gewinnt speziell China als Beschaffungsmarkt in den letzten Jahren vermehrt an Bedeutung. Trotz vieler Chancen lässt sich aber in jüngster Vergangenheit das Phänomen eines Rückzugs vieler Unternehmen aus dem chinesischen Markt feststellen. Dies liegt u.a. in einem mangelnden Potenzial der westlichen Unternehmen zur Einflussnahme auf die Leistungen und Forderungen der chinesischen Unternehmen begründet. In diesem Beitrag werden Werkzeuge und Wege aufgezeigt, um diesem Problem erfolgreich zu begegnen und die eigene Machtposition als Kunde in Westeuropa zu verbessern.
Industrie Management | 25. Jahrgang | 2009 | Ausgabe 4 | Seite 29-33
Plagiat gefunden – was nun?

Plagiat gefunden - was nun?

Strategische Überlegungen zu einer effizienten, nachhaltigen Bekämpfung von Produktpiraten
Maximilian Burger-Scheidlin
Konsumgüter, aber vor allem auch technische Artikel werden zunehmend gefälscht. Dahinter stehen oft mafiöse Gruppen die die Produktion und den weltweiten Vertrieb von Fälschungen professionell organisieren. Viele Unternehmen beauftragen nach Erkennung und Aufgriff einer Fälschung eine lokale Anwaltskanzlei. Nett, aber die Vernichtung einer Lieferung stört den Fälscher - bei Margen bis zu 1000 % - nicht substantiell. Wie kann man Fälscher nachhaltig treffen? Wie seine eigenen Interessen schützen?
Industrie Management | 24. Jahrgang | 2008 | Ausgabe 6 | Seite 63-65
Ausbau des Servicegeschäfts in China

Ausbau des Servicegeschäfts in China

Heiko Gebauer, Felix Pütz, Fabrice Seite
Aufgrund des intensiven Preiswettbewerbs bei den Produkten sind Industrieunternehmen gezwungen, verstärkt in den Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts in China zu investieren. Dies stellt Unternehmen jedoch vor essenzielle Herausforderungen: Chinesische Unternehmen kopieren Ersatzteile. Dienstleistungskompetenzen sind kaum vorhanden. Zusätzlich erzwingen die chinesischen Kundenanforderungen an die Basisdienstleistungen hohe Investitionen in die Logistikinfrastruktur. Dieser Beitrag zeigt auf wie Unternehmen durch eine Professionalisierung des Personalmanagements, die Anpassung des Dienstleistungsangebots auf die lokalen Bedürfnisse und eine ausgereifte Logistikinfrastruktur diesen Herausforderungen begegnen können.
Industrie Management | 24. Jahrgang | 2008 | Ausgabe 1 | Seite 19-22
Erfolgreicher technischer Einkauf in China

Erfolgreicher technischer Einkauf in China

Synergien bei Lieferantenidentifikation und -entwicklung durch Kooperation
Jürgen Fleischer, Stefan Weiler, Thomas Ender, Marc Wawerla
Motiviert durch Absatz- und Kos-tenmotive und die anhaltende Globalisierung werden Low-Cost-Beschaffungsmärkte verstärkt durch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erschlossen. Der langfristige Erfolg der Unternehmen steht in direkter Verbindung mit dem Erfolg auf diesen Beschaffungsmärkten. Erfolgsfaktor ist eine Beschaffungsstrategie, welche die lokalen Marktbesonderheiten berücksichtigt und integriert. Dabei stehen die Auswahl der zu beschaffenden Bauteile, die Lieferantenauswahl sowie deren Entwicklung im Mittelpunkt des Beschaffungsprozesses. Im folgenden Beitrag wird der Projektansatz des Projekts „SiLu“ (Sino-Deutsche Kooperation zur Lieferantenentwicklung) vorgestellt. In dem Projekt SiLu haben sich vier KMU zusammengeschlossen, um gemeinsam eine Beschaffungsstrategie zu entwickeln und diese mit gebündelter Nachfragemacht im chinesischen Markt umzusetzen. Der Artikel konzentriert sich neben der Projektvorstellung auf die erste Projektphase, der methodischen Auswahl ...
Industrie Management | 24. Jahrgang | 2008 | Ausgabe 1 | Seite 43-46
Interessensasymmetrien mit Lieferanten in Deutschland und China

Interessensasymmetrien mit Lieferanten in Deutschland und China

Josef Oehmen, Paul Schönsleben, Max von Bredow, Gunther Reinhart
Der hohe Wettbewerbsdruck bedingt eine fortschreitende Verringerung der Wertschöpfungstiefe und damit eine steigende Bedeutung der Zulieferer. Zusätzlich führt die Globalisierung zu einer zunehmend internationalen Verflechtung von Produktionsunternehmen. So genannte Interessensasymmetrien können die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen behindern und so den wirtschaftlichen Erfolg von Kooperationen gefährden. Im Folgenden werden vorherrschende Interessensasymmetrien bei der Zusammenarbeit mit Zulieferern aus Europa und Zulieferern aus China beleuchtet.
Industrie Management | 24. Jahrgang | 2008 | Ausgabe 1 | Seite 31-34
Logistik in China Chancen, Herausforderung und Erfolge für europäische Unternehmen

Logistik in China Chancen, Herausforderung und Erfolge für europäische Unternehmen

Thomas Wimmer, Julia Bendul
Die Nachfrage nach Transport- und Logistikdienstleistungen steigt im Boomland China unaufhaltsam. Prognosen versprechen dem chinesischen ein mindestens dreimal schnelleres Wachstum als dem deutschen Logistikmarkt. Denn längst lockt China internationale Unternehmen nicht mehr nur mit kostengünstigen Arbeitskräften. Seit dem Beitritt Chinas zur WTO 2001 liberalisiert die chinesische Regierung schrittweise den Logistikmarkt. Nach Produktionsverlagerungen und Einbindung chinesischer Lieferanten in die weltweiten Wertschöpfungsnetzwerke folgen tausende Unternehmen aus aller Welt, um den großen Binnenmarkt sowohl mit Produkten aber auch mit Transport- und Logistikdienstleistungen zu erschließen.
Industrie Management | 24. Jahrgang | 2008 | Ausgabe 1 | Seite 39-42
Logistikforschung und -training durch ausländische Forschungsinstitute in China

Logistikforschung und -training durch ausländische Forschungsinstitute in China

Michael Schenk, Tobias Reggelin, Kay Matzner
Aufgrund der aktuellen und zukünftig zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklung in China mit jährlichen Wachstumsraten von ca. 10 % und der Öffnung des chinesischen Markts für Logistikdienstleistungen rechnen ausländische Logistikdienstleister mit einem jährlichen Wachstum von ca. 30 % im oberen besonders renditeträchtigen Marktsegment. Eine der größten Herausforderungen stellt dabei das Fehlen hinreichend qualifizierter einheimischer Logistik-Fachkräfte dar. Hier liegt eine Chance für ausländische Forschungsinstitute und Unternehmen in China tätig zu werden.
Industrie Management | 24. Jahrgang | 2008 | Ausgabe 1 | Seite 12-14
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