Politische Rahmenbedingungen und neue Innovationsfähigkeit indischer Mittelstandsunternehmen

ZeitschriftIndustrie Management
Ausgabe25. Jahrgang, 2009, Ausgabe 6, Seite 40-44
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Abstract

Nach der Unabhängigkeit trat eine Nehru dominierte Congress-Regierung in einen Prozess der staatskontrollierten nachholenden Entwicklung ein. Diese über drei Jahrzehnte aufrecht erhaltene Entwicklungspolitik resultierte zwangsläufig in einer Vernachlässigung des Agrarsektors und der Bauernkasten, die in Indien mehr als zwei Drittel der Bevölkerung konstituieren. Diese Versuche nachholender Entwicklung resultierten in der sprichwörtlichen Hindu-Wachstumsrate von rund drei Prozent. Des Weiteren wurde diese Form der „autozentrierten Entwicklung“ durch ein Austauschabkommen mit der Sowjetunion gestützt: Um seine Staatskontrolle und die einheimischen Unternehmer vor der Weltmarktkonkurrenz zu schützen, hatte Indien seit der Unabhängigkeit die höchsten Zollmauern in Asien errichtet. Für seine Industrialisierungs- und Rüstungsprogramme blieb aber Congress-Indien auf mächtige ausländische Allianz- und Handelspartner angewiesen. Indira Gandhi kippt schließlich zu Beginn der 70er Jahre die Politik der Bündnisfreiheit und schließt mit der Sowjetunion einen langjährigen Rüstungs-, Handels- und Wirtschaftsvertrag ab. Indien kann sich damit sowjetisches Rüstungs- und Industrie-Know How sichern, im Gegenzug kann Indien zugleich seine, auf dem Weltmarkt nicht absetzungsfähigen Industriegüter in der Sowjetunion verkaufen und damit für den Technologietransfer bezahlen. Mit dem Ende des Kalten Krieges und der Auflösung der Sowjetunion 1991 steht allerdings die Indische Union zunächst isoliert und weitgehend ökonomisch geschwächt da. Diese Situation erzwingt seit 1991 ein Programm der langsamen und von Indien stets kontrollierten Weltmarktöffnung und internen Liberalisierung.

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