Steigerung der Logistikleistung durch Process Mining

Eine Anwendung in der kundenspezifischen Produktion von Hydraulikkomponenten

ZeitschriftIndustry 4.0 Science
Ausgabe40. Jahrgang, 2024, Ausgabe 3, Seite 54-60
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Abstract

Die Fertigung von kundenspezifischen Produkten ist oft komplex und erfordert eine hohe Transparenz von logistischen Größen wie Bestand, Durchlaufzeit, Rückstand und Termintreue. Eine klare Sicht und ein Verständnis der Zusammenhänge zwischen diesen Größen sind entscheidend, um sie gezielt und möglichst reaktionsschnell beeinflussen zu können. Dieser Artikel zeigt, wie Process Mining auch in einer komplexen Auftragsfertigung Echtzeit-Transparenz mit einer effektiven Fertigungssteuerung verbindet. Der Projektablauf gliedert sich in ein vierstufiges Vorgehen, das sich am PDCA-Zyklus orientiert.

Keywords

Artikel

In der Auftragsfertigung löst der Kunde die Herstellung eines Produktes aus und hat neben den technischen Anforderungen an die Produktspezifikation und -qualität auch logistische Anforderungen an die Prozesse; dazu gehören beispielsweise zuverlässige und möglichst kurze Durchlaufzeiten. Verlässliche und kurze Lieferzeiten sind in umkämpften Märkten unabdingbar und können als Unterscheidungsmerkmal dienen [1]. Eine hohe Produktvarianz erschwert die Erfüllung dieser logistischen Anforderungen, da mit einer hohen Produktvarianz in der Regel auch komplexe Materialflüsse einhergehen. Die flexible Werkstattfertigung beherrscht zwar unterschiedliche Materialflüsse, weist jedoch als Problem häufig lange und stark streuende Durchlaufzeiten auf [2]. …

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