Technologie: Qualifizierung

Informelles Lernen in der Industrie 4.0 Betriebliche Bildung in informellen, nichtformalen und formalen Kontexten

Informelles Lernen in der Industrie 4.0 Betriebliche Bildung in informellen, nichtformalen und formalen Kontexten

Peter Dehnbostel
Die Renaissance des Lernens in der Arbeit ist Folge der Digitalisierung der Arbeitswelt und damit verbundener neuer Arbeits- und Organisationskonzepte. Die dritte industrielle Revolution fordert und fördert das informelle und das organisationale Lernen. Lernkonzepte und Standards der in der ersten und zweiten industriellen Revolution entwickelten Berufsbildung werden modifiziert. Die bisher von Seminaren und Lehrgängen dominierte betriebliche Bildung ändert sich radikal zugunsten des Lernens im Prozess der Arbeit. Verstärkt die vierte industrielle Revolution diese Entwicklung? Welchen Stellenwert erhält das informelle Lernen, wird es mit dem formalen Lernen verbunden und im Bildungswesen anerkannt? Auch wenn Forschung und Entwicklung am Anfang stehen, zeichnen sich erste Antworten ab.
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 3 | Seite 23-26
Kompetenzentwicklung in der Industrie 4.0

Kompetenzentwicklung in der Industrie 4.0

Weiterbildung für die Digitalisierung der produktionsnahen Arbeit
Dieter Spath, Bernd Dworschak, Helmut Zaiser
Dieser Beitrag befasst sich mit der Entwicklung von Kompetenzen durch Einführung von Industrie 4.0 (I4.0) in produktionsnahen Bereichen. Da sich I4.0 in einer offenen Entwicklung befindet, werden Tendenzaussagen über Kompetenzanforderungen im Kontext zweier Extremszenarien getroffen. Die konkreten Anforderungen hängen davon ab, welche zwischen den Extremszenarien liegenden technisch-organisatorischen Optionen die Unternehmen wählen. Demnach gewinnt stetige und betrieblich anpassungsfähige Weiterbildung bzw. Kompetenzentwicklung besondere Bedeutung, bei der Mitarbeiter lernen, in den durch I4.0 sich verändernden betrieblichen Arbeitsprozessen veränderte Aufgaben zu erfüllen. Der Beitrag schließt mit Hinweisen auf Weiterbildungsformate, die für Kompetenzentwicklung in der digitalisierten Produktionsarbeit förderlich sein können.
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 3 | Seite 51-54
I4M 3/2016: Qualifizierung für die Industrie 4.0

I4M 3/2016: Qualifizierung für die Industrie 4.0

Unternehmenskultur und Mitarbeiterführung als Schlüssel für Wandlungsfähigkeit
Die Qualifikation der Mitarbeitenden ist der entscheidende Schlüssel zur Nutzung neuer Technologien. Wie aber sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter schulen? Statt Schulungen fernab realer Arbeitsumgebungen braucht es Weiterbildungskonzepte, die nahe an der Wertschöpfung selbst angesiedelt sind. Wie Unternehmen im Kontext digitaler Fabriken eine zeitgemäße Qualifizierung realisieren können, lesen Sie in dieser Ausgabe der Industrie 4.0 Management.
Open Innovation Nutzung der Kreativität externer Partner

Open Innovation Nutzung der Kreativität externer Partner

Martin Kaschny, Matthias Nolden
Open Innovation unterscheidet sich vom geschlossenen Innovationsprozess (Closed Innovation) dadurch, dass externe Partner sich an allen Wertschöpfungsstufen und nicht nur als Ideengeber beteiligen können. Kreative Individuen oder Gruppen können so innovative Produkte mit neuen Funktionen sowie Designelementen aktiv mitentwickeln, indem sie Lösungen für ihre eigenen Probleme und Bedürfnisse finden. Darüber hinaus bietet Open Innovation weiteren Nutzen in den Bereichen Imagebildung und Innovationsmarketing.
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 1 | Seite 34-37
Aufbau und Umsetzung einer Lernfabrik

Aufbau und Umsetzung einer Lernfabrik

Produktionsnahe Lean-Weiterbildung in der Prozess- und Pharmaindustrie
Stefan Doch, Sara Merker, Frank Straube ORCID Icon, Daniel Roy
Für eine nachhaltige Realisierung effizienter Prozesse bedarf es einer Organisationskultur, durch die eine fortwährende Optimierung sichergestellt wird. Zur Erreichung dieser operativen Exzellenz sind die Fähigkeiten der Mitarbeiter im Hinblick auf die Identifizierung und aktive Förderung von Verbesserungen zu entwickeln. Die Ideen und Methoden des Lean Managements müssen dazu auf allen Hierarchieebenen verinnerlicht werden (Lean Thinking). Als geeignete Plattform für die Unterstützung dieses Transformationsprozesses haben sich vielfach Lernfabriken erwiesen. Für den Standort Deutschland wurde nun erstmalig dieses Konzept auf die Prozessindustrie mit ihren besonderen Anforderungen übertragen und in einem Pharmaunternehmen realisiert. Die Schritte zur Planung und Umsetzung dieser industriespezifischen Lernfabrik werden mit den identifizierten Erfolgsfaktoren im vorliegenden Beitrag dargestellt.
Industrie Management | 31. Jahrgang | 2015 | Ausgabe 3 | Seite 26-30
Demografiesensibles Kompetenzmanagement

Demografiesensibles Kompetenzmanagement

Assistenzsystem für Produktions- und Logistiksysteme der Zukunft (ABEKO)
Natalia Straub, Sandra Kaczmarek, Ulrike Drotleff
Aus den Wechselwirkungen der demografischen Entwicklung und dem Wandel der Arbeitswelt in einer Industrie 4.0 entstehen insbesondere für Unternehmen der Produktions- und Logistikbranche anspruchsvolle Herausforderungen. Sie sind gefordert, bei schnell wechselnden Technologien und mit einer demografisch heterogenen Belegschaft sicherzustellen, dass das erforderliche Wissen und die notwendigen Kompetenzen konstant am richtigen Ort zur Verfügung stehen. Ein demografiesensibles betriebliches Kompetenzmanagement nimmt hierbei die Schlüsselrolle ein. Der vorliegende Beitrag stellt die Motivation und den Lösungsansatz des Verbundprojekts „ABEKO“ vor. Die MAHLE Aftermarket GmbH gestaltet das Forschungsvorhaben insbesondere durch Zurverfügungstellung eines Anwendungsfalls mit und liefert somit den Rahmen der Referenzanwendung des Assistenzsystems.
Industrie Management | 31. Jahrgang | 2015 | Ausgabe 3 | Seite 57-60
Der Beitrag von Lernfabriken zu Industrie 4.0

Der Beitrag von Lernfabriken zu Industrie 4.0

Ein Baustein zur vierten industriellen Revolution bei kleinen und mittelständischen Unternehmen
Mario Kleindienst, Christian Ramsauer
Der Begriff ‚Industrie 4.0‘ hat mittlerweile den Schritt vom Modethema hin zum ernsthaften Forschungs- und Zukunftsbereich in der industriellen Produktion geschafft. Forschungseinrichtungen arbeiten an Technologien und Umsetzungskonzepten dieser vierten industriellen Revolution und erste Vorzeigefabriken werden ausgezeichnet. Dennoch können viele Unternehmen mit dem Begriff ‚Industrie 4.0‘ und den absehbaren Auswirkungen auf das eigene Geschäft wenig anfangen. Speziell KMU haben die Vorteile für sich noch nicht erkannt. Aus diesem Grund wird an der TU Graz aktuell die bestehende Lernfabrik des Instituts für Industriebetriebslehre und Innovationsforschung zu einer Industrie 4.0-Lernfabrik erweitert. Das Konzept dahinter ist Gegenstand dieses Beitrags.
Industrie Management | 31. Jahrgang | 2015 | Ausgabe 3 | Seite 41-44
Industrie 4.0 – Arbeitsorganisation in der urbanen Fabrik von morgen

Industrie 4.0 - Arbeitsorganisation in der urbanen Fabrik von morgen

Arbeitsorganisatorische Aspekte zur Steigerung der Attraktivität urbaner Fabriken für Fachkräfte
Dominik T. Matt ORCID Icon, Erwin Rauch
Die zukünftige Verstädterung führt zu einem Wachstum der urbanen Strukturen und gleichzeitig zu einer Konzentration von potenziellen Konsumenten von Gütern sowie von potenziellen Arbeitskräften der Fabriken von morgen. Dem Trend von Industrie 4.0 sowie einer Urbanisierung folgend sind daher auch die Fabriken mit ihren Arbeitsmodellen einem Wandel unterworfen. Mit dem Beginn der vierten industriellen Revolution spielt der Mensch als Produktionsfaktor weiterhin eine zentrale Rolle, allerdings ändert sich seine Rolle im Wertschöpfungsprozess. Dabei zeichnet sich immer stärker ein künftiger Mangel an qualifizierten Fachkräften ab. Der vorliegende Beitrag geht daher auf verschiedene arbeitsorganisatorische Ansätze zur Steigerung der Attraktivität urbaner Fabriken ein, welche zur Bewältigung des Fachkräftemangels einen Beitrag leisten sollen.
Industrie Management | 31. Jahrgang | 2015 | Ausgabe 3 | Seite 31-35
Wissen und Kompetenzen in der digitalisierten Arbeitswelt

Wissen und Kompetenzen in der digitalisierten Arbeitswelt

Herausforderungen und Unterstützungshilfen für kleine und mittlere Unternehmen
Theresa Myskovszky von Myrow, Gordon Lemme, Hendrieke Stiller, Oleg Cernavin
Die Digitalisierung hat die Dynamik in fast allen Branchen stark beeinflusst. Sie sorgt für grundlegende Veränderungen der Rahmenbedingungen und stellt Organisationen vor neue Herausforderungen. Neues Wissen und neue Kompetenzen müssen in immer kürzeren Zeitzyklen erworben werden. Die gezielte Auswahl, Verwertung und Weiterentwicklung von relevantem Wissen sowie erforderlichen Kompetenzen muss systematisch geplant und realisiert werden. Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderten Projekts wurde ein Selbstbewertungsinstrument entwickelt, das Unternehmen im Umgang mit den Erfolgsfaktoren Wissen und Kompetenz unterstützen soll. Die Vorstellung dieses Instruments ist Gegenstand des vorliegenden Beitrags.
Industrie Management | 31. Jahrgang | 2015 | Ausgabe 3 | Seite 78-80
Wissenserhalt durch digitale Medien in der Lernfabrik

Wissenserhalt durch digitale Medien in der Lernfabrik

Ein neuer Ansatz zur Verringerung des Wissensverlusts hervorgerufen durch den demografischen Wandel
Dieter Kreimeier, Sebastian Freith, Carsten Ullrich
Der fortschreitende demografische Wandel und die damit zusammenhängende Bevölkerungspyramide offenbart, dass die Anzahl der Mitarbeiter, die aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters in den Ruhestand versetzt werden, deutlich zunehmen wird. Ohne weitere Maßnahmen werden das Wissen und die praktische Expertise dieser erfahrenen Mitarbeiter den Betrieben nicht mehr zur Verfügung stehen. Dieser Beitrag stellt vor, wie durch die Integration digitaler Medien in die Produktion Erfahrungswissen aufgenommen werden kann, und illustriert dies am Beispiel der Lernfabrik des Lehrstuhls für Produktionssysteme.
Industrie Management | 31. Jahrgang | 2015 | Ausgabe 3 | Seite 69-72
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