Bedingt durch COVID-19 standen im Frühjahr 2020 die Produktionsanlagen der Automobilhersteller in Deutschland durchschnittlich 30 Tage still [1]. Auch Abgas-Manipulationsvorwürfe, der geforderte Strukturwandel in Richtung Elektro-Mobilität sowie EU-weit strengere CO2-Vorgaben stehen lediglich stellvertretend für Risiken, die auf die automobile Wertschöpfungskette einwirken. Um derartigen Risikofeldern unternehmerisch zu begegnen, sind kooperative, integrative und analytische Fähigkeiten erforderlich, die in einem ausgereiften Risikomanagementmodell zusammengeführt werden. Während die Automobilhersteller und -zulieferer im wissenschaftlichen und öffentlichen Fokus solcher Risiken stehen [2], wird dem Risikomanagement unmittelbar betroffener Kontraktlogistikdienstleister dieser Branche weniger Beachtung geschenkt.