Produktionssystem

Digitalisierung der Wertschöpfungskette in der Industrie 4.0

Digitalisierung der Wertschöpfungskette in der Industrie 4.0

Durchgängige Digitalisierung beseitigt digitale Lücken in Großprojekten von der Planung bis zum Betrieb
Timur Ripke, Sven Kägebein
Großprojekte der Bauindustrie, steigende Komplexitäten von Maschinenbau- und Produktionsanlagen, die Fertigung hochkomplexer Konstrukte sowie unzählige Projektbeteiligte: Alles unter einen Hut zu bekommen, erfordert bereits in der Planung hohe Genauigkeit. Digitale Mittel helfen dabei, Transparenz zu schaffen, den Überblick über anfallende Daten zu behalten und Fehlerquoten zu minimieren. Die Phase der realen Projektumsetzung prägt jedoch eine digitale Lücke. Digitale Daten, gespeichert und verarbeitet in Termin- und Ablaufplänen, Diagrammen oder CAD-Tools, finden ausgedruckt zurück ins Analoge. Involvierte Personen erfassen und dokumentieren Informationen während der Umsetzung nur auf Papier und nicht digital. Wenn doch, verbleiben Daten isoliert in Systemen. Innovative Projektmanagement-Software sorgt für Datenaustausch in Echtzeit und schließt damit die digitale Lücke.
Industrie 4.0 Management | 35. Jahrgang | 2019 | Ausgabe 5 | Seite 21-24 | DOI 10.30844/I40M_19-5_S21-24
Smart Service Lifecycle Management

Smart Service Lifecycle Management

Rahmenkonzept und Anwendungsfall
Mike Freitag, Stefan Wiesner
Die wachsende Menge verfügbarer Daten aufgrund der Digitalisierung der Wertschöpfung beschleunigt den Wandel produzierender Industrien zu Anbietern kundenorientierter Dienstleistungen. Smart Services als digitale Dienstleistungsangebote stehen exemplarisch dafür. Die Analyse von Experteninterviews als auch von Anwendungsfällen aus der Unternehmenspraxis zeigt jedoch, dass das Wissen, wie solche Smart Services entwickelt werden können, immer noch rudimentär ist. In diesem Beitrag wird ein Rahmenkonzept für ein Smart Service Lifecycle Management vorgestellt, das die systematische Entwicklung von Smart Services unter Berücksichtigung von Geschäftsmodellen und des Wertschöpfungsnetzwerks unterstützt. Das Rahmenkonzept wird anhand eines Anwendungsbeispiels aus der Textilindustrie exemplarisch implementiert und validiert.
Industrie 4.0 Management | 35. Jahrgang | 2019 | Ausgabe 5 | Seite 35-39 | DOI 10.30844/I40M_19-5_S35-39
Ganzheitliche Produktionssysteme und Industrie 4.0

Ganzheitliche Produktionssysteme und Industrie 4.0

Use-Case-Analyse als Werkzeug zur Konfiguration von Industrie 4.0-Prozessen
Uwe Dombrowski, Thomas Richter, Fabian Loerwald
Derzeit sind in ca. 90 % der produzierenden Unternehmen Ganzheitliche Produktionssysteme (GPS) eingeführt [1, 2] und haben sich in den letzten Jahren als Industriestandard etabliert [3]. Augenblicklich stehen Unternehmen vor den Herausforderungen der digitalen Transformation der Produktion, subsumiert unter dem Begriff „Industrie 4.0“. Die Industrie 4.0 soll weitere auf dem Ganzheitlichen Produktionssystem basierende Produktivitätssteigerungen erzielen. Um das Potenzial der Industrie 4.0 zu nutzen, müssen Unternehmen zunächst Lösungsalternativen und Handlungsräume durch die Industrie 4.0 identifizieren und anschließend das Potenzial anhand der individuellen Rahmenbedingungen aufzeigen und bewerten. Dieser Beitrag beschreibt eine retrospektivische, quantitative Analyse der Wechselwirkungen von GPS und Industrie 4.0, basierend auf 260 praxisorientierten Industrie 4.0 Use Cases, in denen erfolgreich Industrie 4.0 umgesetzt wurde. Somit werden Unternehmen dabei unterstützt, ...
Industrie 4.0 Management | 35. Jahrgang | 2019 | Ausgabe 4 | Seite 43-46
Menschliche Arbeit in Cyber-Physischen Produktionssystemen

Menschliche Arbeit in Cyber-Physischen Produktionssystemen

Vorstellung einer Methode zur Evaluationvon Gestaltungsprinzipien für Benutzerschnittstellen
Hendrik Stern ORCID Icon, Till Becker ORCID Icon
Aufgrund des Wandels der Arbeit in der Produktion infolge der Einführung Cyber-Physischer Systeme besteht ein Bedarf an adäquaten Gestaltungsprinzipien für Benutzerschnittstellen zwischen Menschen und Maschinen. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens wurde eine Methode zur Bestimmung und Evaluation von derartigen Gestaltungsprinzipien entwickelt, die Gegenstand dieses Beitrags ist. Die Methode kann dazu verwendet werden, einen Regelkatalog für eine erfolgreiche Integration der Human Factors in Cyber-Physische Produktionssysteme zu erstellen sowie Gestaltungsprinzipien zu evaluieren.
Industrie 4.0 Management | 35. Jahrgang | 2019 | Ausgabe 4 | Seite 51-54
SPS steuern Assistenzsysteme in der Digitalen Fabrik

SPS steuern Assistenzsysteme in der Digitalen Fabrik

Integration eines Laser-Assistenzsystems zur Werkerführung in die Steuerungsebene der Digitalen Fabrik
Ralf Müller-Polyzou, Nicolas Meier, Felix Berwanger, Anthimos Georgiadis
Die Integration industrieller Laser-Assistenzsysteme zur Werkerführung in die Steuerungsebene eröffnet Möglichkeiten der digitalen Transformation für produzierende Unternehmen. Diese Möglichkeiten werden am Beispiel der Digitalen Fabrik der Leuphana Universität Lüneburg dargestellt. In einem Praxisprojekt wird eine manuelle Montagestation mit einem industriellen Laser-Assistenzsystem entwickelt und in die SIMATIC Steuerungsebene der Digitalen Fabrik integriert. Der Werker interagiert mit dem Assistenzsystem und wird von diesem durch den auftragsbezogenen Montageprozess geleitet. Der Werker steht dabei im Zentrum des Geschehens.
Industrie 4.0 Management | 35. Jahrgang | 2019 | Ausgabe 4 | Seite 13-16 | DOI 10.30844/I40M_19-4_S13-16
Systematische Einführung von Industrie 4.0 für den Mittelstand

Systematische Einführung von Industrie 4.0 für den Mittelstand

Anforderungen, Methoden und Anwendungsbeispiel
Feras El Sakka, Timo Busert ORCID Icon, Alexander Fay ORCID Icon
In diesem Beitrag wird eine Methodik zur Umsetzung von Industrie 4.0-Projekten im Bereich der Produktion und Logistik beschrieben. Diese Methodik berücksichtigt die besonderen Rahmenbedingungen von KMU und wurde bereits mehrfach in verschiedenen Digitalisierungs- und Industrie 4.0-Projekten mit KMU im Rahmen des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Hamburg angewandt. Der Fokus der Methodik liegt auf einer geeigneten Integration von neuen Technologien in bestehende Systeme sowie der Verbindung neu generierter Daten mit bereits vorhandenen Informationsflüssen. Die Anwendung der Methodik wird exemplarisch anhand eines realen Praxisbeispiels aus dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Hamburg dargestellt.
Industrie 4.0 Management | 35. Jahrgang | 2019 | Ausgabe 3 | Seite 25-29 | DOI 10.30844/I40M_19-3_S25-29
Wissensmanagement im KMU mithilfe von Assistenzsystemen

Wissensmanagement im KMU mithilfe von Assistenzsystemen

Effizienzsteigernder Einsatz von Assistenzsystemen in KMU
Mandy Tawalbeh, Luise Weißflog, Hendrik Hopf
Auch in KMU findet Industrie 4.0 bzw. Digitalisierung zunehmenden Einzug in das alltägliche Produktionsgeschehen. Im Fokus stehen beispielsweise Assistenzsysteme, die den Mitarbeiter in seiner Arbeit unterstützen. Mithilfe solcher technischen Lösungen wird die Kommunikation deutlich erleichtert und gleichzeitig stehen die benötigten Informationen zum richtigen Zeitpunkt am entsprechenden Arbeitsplatz bereit. Dieser Herausforderung widmete sich das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz gemeinsam mit zwei KMU im sächsischen Raum. Die Lösungsansätze zur Integration von Datenbrillen und Touch-Monitoren bringen positive Effekte für Produktion, Wartung und Instandhaltung.
Industrie 4.0 Management | 35. Jahrgang | 2019 | Ausgabe 3 | Seite 15-18
Blockchain als Enabler eines dezentralen Produktionsnetzwerkes

Blockchain als Enabler eines dezentralen Produktionsnetzwerkes

Identifizierung von additiven Fertigungsressourcen und ihre Bereitstellung mittels der Blockchain-Technologie
Wjatscheslav Baumung, Herbert Glöckle, Vladislav Fomin
Sowohl bei den industriellen als auch wissenschaftlichen Institutionen nimmt die Anwendung der additiven Fertigung stetig zu und ist insbesondere in den Bereichen der Prototypenentwicklung nicht mehr wegzudenken. Die werkzeuglose Herstellung von Teilen, ermöglicht eine dynamische Nutzung der Produktionsressourcen bis unmittelbar zum Fertigungsstart. Dies erlaubt, einerseits in den Bereichen der Feinterminierung und Ablaufplanung, agil auf Veränderungen zu reagieren und andererseits Modelle unterschiedlicher Fertigungsaufträge miteinander zu kombinieren, um somit eine hohe Effizienz der Fertigungsanlagen zu erreichen. Bei der Nutzung von multiplen Anlagen in einem Unternehmen oder im Partnerverbund, stellt die vorhandene Intransparenz Unternehmen und Unternehmensnetzwerke vor viele Herausforderungen. Die Blockchain-Technologie ermöglicht eine gemeinsame Datenbasis zwischen den Teilnehmern. Die Einträge werden protokolliert und die Authentizität der Teilnehmer wird gewährleistet. ...
Industrie 4.0 Management | 35. Jahrgang | 2019 | Ausgabe 1 | Seite 39-42 | DOI 10.30844/I40M_19-1_S39-42
Mensch-Roboter-Kollaboration in der Flugzeugendmontage

Mensch-Roboter-Kollaboration in der Flugzeugendmontage

Ein intelligentes Assistenzsystem für das mechanische Fügen in der manuellen Montage
Frederik Schmatz, Jens Meißner, Jan Sender ORCID Icon, Wilko Flügge, Eugen Gorr
Viele Montageprozesse im Flugzeugbau laufen manuell ab. In der Endmontage der Airbus A320-Familie werden unter anderem die Längsstreben, sogenannte Stringer, am Querstoß zweier benachbarter Flugzeugrumpfsektionen über Stringerkupplungen miteinander verbunden. Hierfür werden derzeit herkömmliche Vollniete eingesetzt. Zukünftig wird hier ein Wechsel auf Vollstanzniete angestrebt. Aufgrund hoher Prozesskräfte beim Stanznieten weisen die Werkzeuge ein hohes Eigengewicht auf, wodurch die Montage zu hohen physischen Belastungen der Mitarbeiter während der manuellen Handhabung führen würde. Ein innovatives Assistenzsystem auf Basis eines kollaborierenden Roboters soll Abhilfe schaffen. Durch eine intelligente Steuerung soll es darüber hinaus die Qualitätssicherung maßgeblich unterstützen. Das System ist Gegenstand dieses Beitrags.
Industrie 4.0 Management | 35. Jahrgang | 2019 | Ausgabe 1 | Seite 19-22 | DOI 10.30844/I40M_19-1_S19-22
Autonome Systeme in der Produktion

Autonome Systeme in der Produktion

Planungssystematik für die Entwicklung autonomer Systeme
Roman Dumitrescu ORCID Icon, Thorsten Westermann, Tommy Falkowski
Autonome Systeme werden perspektivisch alle Lebensbereiche durchdringen und haben das Potenzial, einen gesellschaftlichen Wandel auszulösen. Die Konzipierung dieser hochkomplexen Systeme erfordert leistungsfähige Entwicklungsansätze und -methoden, die disziplinübergreifend angewendet werden. Stellvertretend für die vielschichtigen Anwendungsbereiche von autonomen Systemen steht die industrielle Produktion, in der im Kontext von Industrie 4.0 bereits eine technologieinduzierte Transformation eingeleitet wurde.
Industrie 4.0 Management | 34. Jahrgang | 2018 | Ausgabe 6 | Seite 17-20 | DOI 10.30844/I40M_18-6_17-20
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