Im Rahmen von Supply-Chain-Management-Betrachtungen und der Fremdvergabe von kompletten Systemen, Modulen und Teilen erlangt die Distributionslogistik zusammen mit der Beschaffungslogistik eine zunehmende Bedeutung. Unter Berücksichtigung der Wandlungsfähigkeit von Unternehmensstrukturen ist die Frage berechtigt, ob es noch zeitgemäß ist, dass Distributionsstrukturen und entsprechende Lagerstandorte in vielen Unternehmensnetzwerken langfristig ausgelegt werden. Vielmehr sollte die Nutzung vorhandener Dis-tributionsstrukturen unter dynamischen Gesichtspunkten im Vordergrund der Betrachtungen stehen. Das heißt, es sollten vornehmlich Nutzenkonzepte entwickelt werden, die Aussagen darüber erlauben, wie die vorhandene Distributionsstruktur für welche Kundenaufträge optimal zu nutzen ist. So können zunächst aufwändige Investitionen reduziert werden. Anhand eines Praxisbeispiels wird eine neue Vorgehensweise zur Bewertung unterschiedlicher Distributionsszenarien vorgestellt, die jeweils auf Basis vorhandener Strukt uren abgeleitet worden sind.