Wissensmanagement

ww.deck – Wissensmanagement bei Volkswagen

ww.deck - Wissensmanagement bei Volkswagen

Ferdinand Schultz, Herbert F. Pucher
Die internationale Wettbewerbssituation, in der sich die Entstehungsprozesse und Produktzyklen laufend verkürzen, erfordert bei einem Global Player wie dem Volkswagen-Konzern den Ausbau einer leistungsfähigen Wissensmanagementinfrastruktur. Der schnelle und geschützte Austausch von konzerninternem Fach- und Erfahrungswissen rund um den Globus wird aufgrund der Modulstrategie, des internationalen Entwick-lungs- und Fertigungsverbunds und steigender Qualitäts- und Produktivitätsanforderungen immer relevanter. Aus diesem Grund erteilte der Vorstand der Volkswagen AG 1998 den Auftrag, ein Wissensmanagementprogramm mit der Bezeichnung ww.deck (world wide development and exchange of corporate knowledge) zu erproben und umzusetzen. Seit Frühjahr 1999 arbeitet ein interdisziplinäres Team an der Umsetzung dieses Auftrags.
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 3 | Seite 64-66
Communities of Practice als Keimzelle für Wissensmanagement

Communities of Practice als Keimzelle für Wissensmanagement

Dieter Spath, Martin Müller, Marc Rüger
Wissensmanagement hat in den letzten zehn Jahren erheblich an Bedeutung im betrieblichen Alltag gewonnen. Unternehmen haben erkannt, dass der Umgang mit den eigenen Wissensressourcen der zentrale Erfolgsfaktor für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit ist. Jedoch unterliegt das Wissen einer Halbwertszeit, die sich durch den ständigen und an Geschwindigkeit gewonnenen Wandel immer weiter verkürzt. Um die Nachhaltigkeit von Innovationen zu garantieren, ist deshalb nicht nur auf den Bestand des Wissens, sondern auf deren Entwicklung im Unternehmens- und Umweltkontext und Einsatz im Wettbewerb abzuheben. Dabei handelt es sich zum einen um eine Erweiterung bestehender Ressourcen, zum anderen um den Wechsel auf Erfolg versprechende neue Wissensbasen für das Unternehmen. “Communities of Practice” sind dafür eine erfolgreiche und in den Unternehmen oft angewandte Methode, die Nutzung und Entwicklung des benötigten Wissens zu unterstützen.
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 3 | Seite 14-17
Die Knowledge Modeler Description Language (KMDL)

Die Knowledge Modeler Description Language (KMDL)

Sprache zur Modellierung wissensintensiver Geschäftsprozesse
Norbert Gronau ORCID Icon
Die Ressource “Wissen” als Bestandteil der unternehmerischen Wertschöpfung hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Besonders davon beeinflusst sind Branchen und Geschäftsmodelle, deren Wertschöpfung zu einem Großteil auf Erwerb, Erzeugung und Nutzung von Wissen basiert. Bekannte Werkzeuge für die Geschäftsprozessmodellierung berücksichtigen in der Regel nur explizites Wissen, welches in statischer Form abgebildet wird. Dabei gerät die Betrachtung von personenbezogenem Wissen, welches nicht unmittelbar zur Erzeugung von Informationen benötigt wird, aus dem Blickfeld. Die Beschreibungssprache KMDL ermöglicht eine Modellierung und Analyse wissensintensiver Geschäftsprozesse wie Softwareentwicklung, Konstruktion oder technischer Vertrieb und darauf aufbauend die Planung und Integration von Wissensmanagementsystemen innerhalb einer Organisation.
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 3 | Seite 9-13
Kulturelle Einflüsse auf den Produktentwicklungsprozess in Virtual Enterprises

Kulturelle Einflüsse auf den Produktentwicklungsprozess in Virtual Enterprises

Hans Grabowski, Ralf-Stefan Lossack, Matthias Sander, Barbara Bumeder, Eva Dietz
Die sich mit zunehmender Globalisierung verändernde Marktsituation, die Entwicklung neuer Technologien sowie der starke Konkurrenzdruck zwingen heutige Unternehmen zu innovativen Strategien zum Erhalt ihrer Konkurrenzfähigkeit auf nationalen und internationalen Märkten. Viele Unternehmen beantworten diese Herausforderung mit dem Aufbau von länderübergreifenden Kooperationen, auch im Bereich der Produktentwick-lung. Es zeigt sich allerdings, dass viele Probleme in der Produktentwick-lung zwischen entfernt liegenden Partnern auf kulturellen Unterschieden beruhen. Daher kommt der Bewältigung der kulturellen Unterschiede entscheidende Bedeutung für den Erfolg solcher Projekte zu.
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 3 | Seite 30-33
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