Produktionsnetzwerke

Digitale Produktpässe

Digitale Produktpässe

Befähiger der Kreislaufwirtschaft
Moritz Hörger, Yannik Hermann, Magnus Kandler, Kevin Gleich ORCID Icon, Gisela Lanza ORCID Icon
Für eine Kontrolle von Einsparzielen im Rahmen der EU-weiten Emissionsreduktion werden Digitale Produktpässe zunehmend obligatorisch. Diese ermöglichen einen standardisierten Austausch von Emissionsdaten entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Da sich ihre praktische Integration oftmals als schwierig erweist, kann ein Framework zur systematischen Einführung und zielgerichteten Nutzung ihren Einsatz besonders für kleine und mittlere Unternehmen vereinfachen.
Industry 4.0 Science | 40. Jahrgang | 2024 | Ausgabe 3 | Seite 73-77
Strategische Optionen für resiliente Wertschöpfungsketten

Strategische Optionen für resiliente Wertschöpfungsketten

Ein Vergleich lokal integrierter und global diversifizierter Alternativen
Steffen Kinkel ORCID Icon, Dennis Richter
Globale Liefer- und Wertschöpfungsketten sind komplex und hochgradig vernetzt. Ein temporärer Ausfall eines einzelnen Lieferanten aufgrund von Naturkatastrophen, politischen Konflikten oder Pandemien kann weitreichende Folgen für Wertschöpfungsprozesse an vielen anderen Standorten haben. Der Beitrag skizziert strategische Optionen für Unternehmen, um die Resilienz ihrer Wertschöpfungsketten zu verbessern. Mögliche Optionen sind die Ausweitung lokaler oder globaler Lieferketten, die regionale Konzentration oder globale Diversifizierung der eigenen Produktionskapazitäten von Unternehmen sowie das Insourcing oder Outsourcing von Wertschöpfungsaktivitäten. Anhand der Daten von 314 deutschen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes wird der Zusammenhang des Einsatzes verschiedener digitaler Technologien und Organisationskonzepte mit der Umsetzung der verschiedenen Wertschöpfungsoptionen untersucht.
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 4 | Seite 31-35 | DOI 10.30844/IM_23-4_31-35
Globale Wertschöpfungsketten in Zeiten von COVID-19

Globale Wertschöpfungsketten in Zeiten von COVID-19

Wie lässt sich die damit verbundene Unsicherheit reduzieren?
Manuel Rupprecht
Das SARS-CoV-2-Virus stellt die Weltwirtschaft vor ungeahnte Herausforderungen. Nie zuvor geriet das Wirtschaftsgeschehen so schnell, so stark und von so vielen Seiten gleichzeitig unter Druck. Die Nachfrage nach Gütern brach ein, weil sich Konsumenten - teils gezwungenermaßen - zurückhielten, und das Angebot ging zurück, weil den Unternehmen plötzlich Mitarbeiter oder Vorprodukte fehlten. Infolgedessen drehten sämtliche Konjunkturindikatoren abrupt ins Negative. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung erreichte dagegen Rekordhöhen. Inzwischen scheint die wirtschaftliche Talsohle zwar durchschritten, doch die Unsicherheit bleibt hoch. Dies hängt nicht zuletzt mit der Bedeutung globaler Wertschöpfungsketten zusammen. Deren Störung trug maßgeblich zu den genannten Verwerfungen auf der Angebotsseite bei; für die lokale Produktion sind sie jedoch bis heute zentral. Der Beitrag diskutiert die skizzierten Entwicklungen und zeigt Möglichkeiten für eine Reduktion der ...
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 1 | Seite 22-26 | DOI 10.30844/I40M_21-1_S22-26
Integrierte Auftragsplanung variantenreicher Produkte

Integrierte Auftragsplanung variantenreicher Produkte

Ein Softwareprototyp zur Generierung und Einplanung von Planaufträgen sowie deren Zuordnung zu Kundenaufträgen
Jens Bürgin, Han Hao, Gisela Lanza ORCID Icon, Hansjörg Tutsch
Eine robuste und optimierte Planung der Serienproduktion variantenreicher Produkte wie Automobile kann durch eine Integration der unternehmerischen Funktionsbereiche Einkauf, Produktion und Vertrieb realisiert werden. Hierzu ist es erforderlich, bereits mittelfristig vor Eingang der Kundenaufträge einen Auftragsbestand als Basis für eine integrierte, durchgängige und transparente Planung zwischen mittelfristigem und kurzfristigem Planungshorizont zu generieren. Entsprechend wird in diesem Beitrag ein Softwareprototyp zur Anwendung einer innovativen Planungsmethodik zur Generierung von Planaufträgen, zur Einplanung der Planaufträge in ein Produktionsnetzwerk und zur Zuordnung von eingehenden Kundenaufträgen zu Planaufträgen des Auftragsbestands vorgestellt.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 5 | Seite 29-32
Komplexität in Produktionsnetzwerken

Komplexität in Produktionsnetzwerken

Bewertung der Komplexitätsveränderung bei Anpassung der Anzahl von Produktionsstandorten
Christina Reuter, Jan-Philipp Prote, Margarete Stöwer
Im Zeichen von Globalisierung und einer fortschreitenden Internationalisierung von Industrieunternehmen gewinnt das interne Unternehmensnetzwerk als Komplexitätstreiber zunehmend an Bedeutung. Zentraler Bestandteil des internen Unternehmensnetzwerks ist die Anzahl und Lage der Produktionsstandorte. Auf der einen Seite resultiert eine wachsende Anzahl von Produktionsstandorten in einer Zunahme der Komplexität innerhalb des Netzwerks durch einen steigenden Koordinierungsaufwand, eine Schnittstellenzunahme, Informationsasymmetrien und Intransparenzen. Auf der anderen Seite muss die Schließung von Produktionsstandorten nicht zwingendermaßen eine Reduzierung der Unternehmenskomplexität hervorrufen, da durch eine Vergrößerung bestehender Standorte die Komplexität innerhalb der Standorte zunimmt. Die Betrachtung der resultierenden Komplexität findet bislang keine ausreichende Beachtung im Rahmen von Standortentscheidungen. Ziel dieses Beitrags ist es daher, den Zusammenhang zwischen ...
Industrie Management | 31. Jahrgang | 2015 | Ausgabe 5 | Seite 8-12
Planung und Optimierung wandlungsfähiger globaler Wertschöpfungsnetzwerke

Planung und Optimierung wandlungsfähiger globaler Wertschöpfungsnetzwerke

Gisela Lanza ORCID Icon, Raphael Moser, Bernd Scholz-Reiter ORCID Icon, Mehmet-Emin Özsahin, Susanne Schukraft, Pamela Meil, Franziska Rasp
Erfolgreiche deutsche Produktionsunternehmen haben sich in Zusammenhang mit der Konzentration auf ihre Kernkompetenzen und der Nutzung internationaler Standortvorteile in Form globaler Wertschöpfungsnetzwerke aufgestellt. Die fortschreitende globale Einbindung von unternehmensinternen Werken sowie externen Partnern und Zulieferern begünstigt jedoch komplexe Wirkungsmechanismen innerhalb der Netzwerke, die teilweise oder vollständig unbekannt und schwer prognostizierbar sind. Möchten deutsche Produktionsunternehmen auch zukünftig die positiven Effekte der Globalisierung nutzen, müssen sie in der Lage sein, die sich dramatisch ändernden Einflussfaktoren globaler Wertschöpfungsnetzwerke zu beherrschen. Diesbezüglich gewinnen wandlungsfähige Wertschöpfungsketten, die sich flexibel und reaktionsschnell an die dynamischen Herausforderungen anpassen, an Bedeutung. Der vorliegende Beitrag beschreibt einen Ansatz zur Planung und Optimierung wandlungsfähiger globaler ...
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 3 | Seite 57-60
Der „China – Preis – Faktor“

Der „China - Preis - Faktor“

Wirkungen der Chinesischen Industriekapazitäten auf Produktionsstrategien und Betriebsstrukturen
Hermann Kühnle, Gerd Wagenhaus, Ulf Bergmann
Die starke Position Chinas als Lieferant von Niedrigpreisprodukten aber auch als Produktionsstandort beeinflusst die Strategie von produzierenden Betrieben in Europa nachhaltig. Viele Wertschöpfungsketten werden unter Nutzung dieses China-Preis-Faktors rekonzipiert und unter Einbeziehung chinesischer Lieferanten und Partner kostenoptimiert. Die entstandenen Modelle Verteilten Produzierens werden vor dem Hintergrund der strategischen Position der chinesischen Partner beleuchtet. Der Artikel gibt Erfahrungen aus Lieferantenbeziehungen mit chinesischen Firmen und diskutiert Chancen und Risiken dieser sich ausdehnenden Geschäftsbeziehungen. Durch diesen China-Preis-Faktor sind unumkehrbare Verschiebungen in Produktions- und Beschaffungsstrukturen eingetreten, die auf mittelfristige Trends hindeuten, die in die Produktionsstrategien mit einzubeziehen sind.
Industrie Management | 24. Jahrgang | 2008 | Ausgabe 1 | Seite 23-26
Ganzheitliches Anlaufmanagement für KMU

Ganzheitliches Anlaufmanagement für KMU

Horst Meier, Nico Hanenkamp, Jürgen J. Schramm
Vor dem Hintergrund kürzerer Produktlebenszyklen wird ein schneller und den Planungen entsprechender Produktionslauf zu einem der wesentlichen Wettbewerbsfaktoren in dynamischen Marktsituationen. Hier besteht branchenunabhängig akuter Handlungsbedarf, wie Untersuchungen in diesem Umfeld aufgezeigt haben. Um insbesondere die Probleme mittelständischer Unternehmen zu lösen, hat sich das Verbundprojekt ELAN formiert.
Industrie Management | 20. Jahrgang | 2004 | Ausgabe 4 | Seite 25-28
Das Phasenmodell innerhalb des EVCM-Betreiberkonzepts

Das Phasenmodell innerhalb des EVCM-Betreiberkonzepts

Hierarchielose Produktionsnetze
Marco Fischer, Lars Zschorn, Tobias Teich
Die Anforderungen an Unternehmen sind in den letzten Jahren aufgrund von veränderten Marktanforderungen - hauptsächlich der Wechsel zur Kundenorientierung - und den damit erforderlichen Veränderungen zunehmend komplexer und anspruchsvoller geworden. Aus diesen Gründen gewinnt die Forschung auf dem Gebiet der Wertschöpfung in Netzwerkverbünden zunehmend an Bedeutung. Dieser Beitrag stellt ein an der TU Chemnitz entwickeltes Betreibermodell für hierarchielose Produktionsnetzwerke für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bzw. Unternehmenseinheiten vor. Die zentrale Aufgabe besteht in der optimalen Auswahl aller für die Herstellung eines Produkts erforderlichen Netzwerkteilnehmer.
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 4 | Seite 60-63