Wandlungsfähigkeit

Präventive Arbeitsgestaltung in der Industrie 4.0

Präventive Arbeitsgestaltung in der Industrie 4.0

Ein kybernetischer Gestaltungsansatz am Beispiel der Intralogistik
Martin Braun, Dirk Marrenbach ORCID Icon
Im Zuge der digitalen Vernetzung nehmen Komplexität und Instabilität von Wertschöpfungsnetzen erheblich zu. Dies wirkt sich gravierend auf die Intralogistik aus. Unter VUCA-Bedingungen entwickeln sich intralogistische Systeme zu offenen, dezentralen und sich selbst steuernden Netzwerken aus informationsverarbeitenden Einheiten. Sie passen sich den dynamischen Veränderungen ihrer Umwelt an, indem sie ihre innere und äußere Varietät präventiv erhöhen. I4.0-Technologien sind absehbar nicht in der Lage, nicht-deterministische Arbeitssysteme zu steuern; diese Aufgabe verbleibt im Wesentlichen dem Menschen. Zur Bewältigung der skizzierten Herausforderungen werden im Projekt PREVILOG angemessene Modelle und Methoden einer präventiven Arbeitsgestaltung entwickelt. Der Beitrag stellt kybernetische Basiskonzepte und präventive Gestaltungsprinzipien vor.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 6 | Seite 38-42
Smarte Kultur 4.0

Smarte Kultur 4.0

Nationale Kulturen und deren Effekte auf den Umsetzungserfolg von Industrie 4.0
Sait Başkaya, Ina Heine, Robert Schmitt ORCID Icon
Im Zuge der vierten industriellen Revolution müssen Unternehmen mit ihren Strukturen, Prozessen und ihrer Organisationskultur agil sein. Agilität bedeutet in diesem Kontext, dass Unternehmen einerseits dafür Sorge tragen, dass ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen den weiter steigenden Kundenanforderungen entsprechen, um permanent wettbewerbsfähig bleiben zu können. Dies kann zum Teil durch andauernde Innovationen ermöglicht werden. Andererseits müssen Unternehmen sich an diese Veränderungen anpassen können, welche durch Innovationsschübe entstehen. Die Adaptierungsgeschwindigkeit muss hierbei möglichst hoch ausfallen. Werden Nationen im globalen Wettbewerb betrachtet, stellt sich die Frage, inwiefern kulturelle Unterschiede unternehmerische Wandlungsfähigkeit, Flexibilität und Dynamik beeinflussen. Dieser Beitrag widmet sich deshalb der Fragestellung, ob kulturelle Unterschiede eine Rolle im Innovationskontext „Industrie 4.0“ spielen und welche Kulturdimensionen ...
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 5 | Seite 61-64
Bionic Smart Factory 4.0

Bionic Smart Factory 4.0

Konzept einer Fabrik zur additiven Fertigung komplexer Produktionsprogramme
Claus Emmelmann, Markus Möhrle, Mauritz Möller, Jan-Peer Rudolph ORCID Icon, Nikolai D’Agostino
Aktuelle Entwicklungen erfordern zunehmend komplexere Produktionsprogramme. Die Kombination von additiver Fertigung und Industrie 4.0 ermöglicht neue Ansätze, die eine wirtschaftliche Fertigung jener erst ermöglichen. Die Bionic Smart Factory 4.0 gibt diesen Elementen einen Ordnungsrahmen und beschreibt sie hinsichtlich ihrer Anordnung und ihres Zusammenspiels. Die Wirkungsweise wird durch eine Beurteilung gegenüber Determinanten der Produktionsprogramme erläutert.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 4 | Seite 38-42
Automatisierte Konfiguration und Selbstauskunft von Industrierobotern

Automatisierte Konfiguration und Selbstauskunft von Industrierobotern

Intelligente Vernetzung mittels ROS und OPC UA
Veit Hammerstingl, Gunther Reinhart, Patrick Zimmermann
Industrieroboter stellen aufgrund ihrer freien Programmierbarkeit und einer Vielfalt von Einsatzmöglichkeiten einen wesentlichen Bestandteil moderner, hochautomatisierter Produktionsanlagen dar. Die Einrichtung und Vernetzung dieser Systeme setzt wegen unterschiedlichster Bauformen sowie herstellerspezifischer Steuerungsbefehle allerdings ein hohes Maß an Expertenwissen voraus, welches meist von Systemintegratoren bereitgestellt wird. Hieraus folgt, dass Anwender Robotersysteme repetitiv über lange Zeiträume einsetzen - die inhärente Flexibilität dieser Systeme wird nicht genutzt. Durch diese Einschränkungen können die im Rahmen der Vision „Industrie 4.0“ gestellten Forderungen nach intelligenten, flexiblen und sich selbst vernetzenden Cyber-Physischen Systemen noch nicht erfüllt werden. Im Rahmen des Forschungsprojekts AKOMI wurden deshalb Methoden entwickelt, welche eine automatisierte Vernetzung und lösungsneutrale Programmierung von robotergestützten Montageanlagen ...
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 6 | Seite 17-21
BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH

BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH

an der Universität Bremen
Christian Gorldt
Das BIBA ist das älteste An-Institut der Exzellenzuniversität Bremen und zählt zu den international renommiertesten Wissenschaftseinrichtungen Deutschlands. Hier arbeiten rund 130 Menschen in enger Verbindung mit dem Uni-Fachbereich Produktionstechnik. Sie kommen aus der Produktionstechnik, dem Wirtschaftsingenieurwesen sowie aus der Informatik und angrenzenden Disziplinen. Das BIBA engagiert sich in der Grundlagenforschung, der anwendungsorientierten Forschung, der industriellen Auftragsforschung sowie in nationalen und europäischen Forschungsverbünden. In seiner Arbeit verknüpft das ingenieurwissenschaftliche Institut die Schwerpunkte Produktion und Logistik mit der Sicht sowohl auf Prozesse als auch auf Produkte.
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 4 | Seite 14-15
Zukunftsorientierte Weiterbildung durch PLUG+LEARN

Zukunftsorientierte Weiterbildung durch PLUG+LEARN

Lehren und Lernen mit wandlungsfähigen Kompetenzmodulen
Manuela Krones, Jörg Strauch, Jens Schütze, Egon Müller
Der technologische und demografische Wandel führt in der Automobil- und Zulieferindustrie zu Herausforderungen im betrieblichen Kompetenzmanagement. Die steigenden fachlichen und methodischen Anforderungen erfordern eine hohe Flexibilität in der Weiterbildung der Beschäftigten. Um diesen Erfordernissen zu begegnen, ist das Forschungsprojekt PLUG+LEARN auf die Entwicklung wandlungsfähiger Lösungen zur Kompetenzentwicklung ausgerichtet. Für eine breite Nutzbarkeit der Ergebnisse sollen Kompetenzen entlang der automobilen Wertschöpfungskette gebündelt werden, die ein Zusammenwirken der Akteure auf dem PLUG+LEARN-Marktplatz ermöglichen.
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 3 | Seite 35-38
Celluveyor ‒ Omnidirektionale zellulare Fördertechnik

Celluveyor ‒ Omnidirektionale zellulare Fördertechnik

Hochflexible Automatisierung innerbetrieblicher Logistikprozesse
Claudio Uriarte, Hendrik Thamer, Michael Freitag ORCID Icon
Die grundlegende Aufgabe von fördertechnischen Systemen in der Intralogistik ist der Transport von Waren. Bei komplexeren Aufgaben, wie Drehen, Sortieren oder Lagenbildung, werden häufig zusätzliche mechanische Komponenten benötigt. Diese reichen von einfachen pneumatischen Zylindern bis hin zu Industrierobotern. Dadurch entstehen hochspezialisierte Anlagen, die konkrete Aufgaben sehr effizient realisieren, jedoch an Flexibilität verlieren und damit zukünftigen Anforderungen, wie bspw. Wandlungsfähigkeit und Skalierbarkeit, nicht mehr gerecht werden. Vor diesem Hintergrund stellt der folgende Beitrag das neuartige und hochflexible Fördersystem Celluveyor vor. Durch eine modulare Bauweise und Systemarchitektur können beliebige Anlagenlayouts generiert und nahezu jede fördertechnische Aufgabe durch ein einfaches Software-update mit einem einzigen Fördersystem realisiert werden.
Industrie Management | 31. Jahrgang | 2015 | Ausgabe 6 | Seite 20-23
Komplexität in Produktionsnetzwerken

Komplexität in Produktionsnetzwerken

Bewertung der Komplexitätsveränderung bei Anpassung der Anzahl von Produktionsstandorten
Christina Reuter, Jan-Philipp Prote, Margarete Stöwer
Im Zeichen von Globalisierung und einer fortschreitenden Internationalisierung von Industrieunternehmen gewinnt das interne Unternehmensnetzwerk als Komplexitätstreiber zunehmend an Bedeutung. Zentraler Bestandteil des internen Unternehmensnetzwerks ist die Anzahl und Lage der Produktionsstandorte. Auf der einen Seite resultiert eine wachsende Anzahl von Produktionsstandorten in einer Zunahme der Komplexität innerhalb des Netzwerks durch einen steigenden Koordinierungsaufwand, eine Schnittstellenzunahme, Informationsasymmetrien und Intransparenzen. Auf der anderen Seite muss die Schließung von Produktionsstandorten nicht zwingendermaßen eine Reduzierung der Unternehmenskomplexität hervorrufen, da durch eine Vergrößerung bestehender Standorte die Komplexität innerhalb der Standorte zunimmt. Die Betrachtung der resultierenden Komplexität findet bislang keine ausreichende Beachtung im Rahmen von Standortentscheidungen. Ziel dieses Beitrags ist es daher, den Zusammenhang zwischen ...
Industrie Management | 31. Jahrgang | 2015 | Ausgabe 5 | Seite 8-12
Big Data-basiertes Monitoring

Big Data-basiertes Monitoring

Ein neuer Ansatz für agile Industrieunternehmen in der volatilen Welt
Stefan Heldmann, Christian Rabitsch, Christian Ramsauer
Die zunehmend volatile Welt drängt Unternehmen sich auf schnelle Veränderungen einzustellen. Ein vielversprechender Ansatz für nachhaltigen Unternehmenserfolg ist der Aufbau eines agilen Unternehmenssystems. Anhand der Mechanik von Agilität wird gezeigt, dass Monitoring ein Hauptbaustein für ein agiles Unternehmenssystem ist. Das fehlende Verständnis von kausalen Zusammenhängen zwischen einer Vielzahl an Volatilitätstreibern macht ein Nachdenken über neue Herangehensweisen erforderlich. Im Beitrag wird Big Data als adäquates Werkzeug vorgestellt. Es wird erläutert, wie der Ansatz aus Daten- und Analysesicht ein Monitoring im Agilitätssystem unterstützt. Abschließend wird die Entwicklung von Monitoringsystemen und deren Abgrenzung zu Industrie 4.0 diskutiert.
Industrie Management | 31. Jahrgang | 2015 | Ausgabe 5 | Seite 35-39
Operationalisierung der Agilität

Operationalisierung der Agilität

Agilitätsdimensionen und Stellgrößen
Christian Rabitsch, Matthias Schurig, Christian Ramsauer
Zunehmende Marktvolatilität und steigende Unsicherheit zwingen Produktionsunternehmen, ihr Produktionskonzept an sich stark verändernde Umweltbedingungen anzupassen. Die Ausrichtung nach dem Konzept der agilen Produktion kann der Schlüssel zum Erfolg in einem solch schwierigen Marktumfeld sein. Um die Agilität eines Unternehmens zu steigern, muss darüber in vier Dimensionen nachgedacht werden. Während ein nach Lean Production ausgerichtetes Unternehmen versucht, eine Zielgröße zu optimieren, ist es für eine agile Produktion erforderlich, zwei Zielgrößen gleichzeitig zu adressieren. Der vorliegende Beitrag diskutiert diese Agilitätsdimensionen sowie Zielgrößen und zeigt praktische Beispiele dafür auf.
Industrie Management | 31. Jahrgang | 2015 | Ausgabe 4 | Seite 48-52
1 8 9 10 21