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Strategische Optionen für resiliente Wertschöpfungsketten

Strategische Optionen für resiliente Wertschöpfungsketten

Ein Vergleich lokal integrierter und global diversifizierter Alternativen
Steffen Kinkel ORCID Icon, Dennis Richter
Globale Liefer- und Wertschöpfungsketten sind komplex und hochgradig vernetzt. Ein temporärer Ausfall eines einzelnen Lieferanten aufgrund von Naturkatastrophen, politischen Konflikten oder Pandemien kann weitreichende Folgen für Wertschöpfungsprozesse an vielen anderen Standorten haben. Der Beitrag skizziert strategische Optionen für Unternehmen, um die Resilienz ihrer Wertschöpfungsketten zu verbessern. Mögliche Optionen sind die Ausweitung lokaler oder globaler Lieferketten, die regionale Konzentration oder globale Diversifizierung der eigenen Produktionskapazitäten von Unternehmen sowie das Insourcing oder Outsourcing von Wertschöpfungsaktivitäten. Anhand der Daten von 314 deutschen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes wird der Zusammenhang des Einsatzes verschiedener digitaler Technologien und Organisationskonzepte mit der Umsetzung der verschiedenen Wertschöpfungsoptionen untersucht.
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 4 | Seite 31-35 | DOI 10.30844/IM_23-4_31-35
Wertschöpfungsnetzwerke in der Gesundheitsindustrie

Wertschöpfungsnetzwerke in der Gesundheitsindustrie

Steigerung der Resilienz gegenüber krisenbedingten Störungen
Melanie Rieprich, Saskia Ramm
Jüngst zeigte die Corona-Pandemie zum Teil erhebliche Defizite in den Wertschöpfungsnetzwerken der Gesundheitsindustrie auf, da Bedarfe nicht schnell genug erfasst und Produktionssysteme sowie -prozesse nicht zeitnah adaptiert werden konnten. Märkte und Lieferketten brachen zusammen, sodass spontane Engpässe entstanden, die insbesondere im medizinischen Bereich fatale Auswirkungen hatten. Dem damit offengelegten Resilienzbedarf der Unternehmen muss adäquat begegnet werden, um diese auf weitere krisenbedingte Störungen vorzubereiten und deren Folgen abzumildern. Der Beitrag stellt daher ein Konzept vor, das auf die Steigerung der Resilienz von Unternehmen der Gesundheitsindustrie und deren Wertschöpfungsnetzwerk abzielt.
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 4 | Seite 40-44 | DOI 10.30844/IM_23-4_40-44
Wirtschaftliche Resilienz durch Subventionen?

Wirtschaftliche Resilienz durch Subventionen?

Anmerkungen aus ökonomischer Perspektive
Manuel Rupprecht
Die Weltwirtschaft steht unter Spannung. Schon seit Jahren stockt die Globalisierung, Handel, Produktions- und Kapitalverflechtungen entwickelten sich bestenfalls seitwärts. In jüngster Zeit sorgten mit der Pandemie, den zunehmenden geopolitischen Spannungen - vor allem, aber nicht nur - zwischen den USA und China sowie dem Ukraine-Krieg gleich drei Entwicklungen für zusätzliche Verwerfungen. Lieferketten brachen, Vorprodukte fehlten, Produktion fiel aus. Entsprechend groß ist nun der Wunsch nach Unabhängigkeit. Den Weg dahin sollen vielerorts Subventionen bereiten. In einigen Bereichen ist diesbezüglich ein regelrechter Wettbewerb entbrannt. Wie dieser Wettbewerb aussieht, welche Vor- und Nachteile mit Subventionen einhergehen und wie der eingeschlagene Weg aus ökonomischer Sicht zu bewerten ist, ist Gegenstand dieses Beitrags.
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 4 | Seite 16-20 | DOI 10.30844/IM_23-4_16-20
The Power of People in Pandemic Times

The Power of People in Pandemic Times

Driving Supply Chain Resilience through Corporate Culture
Nils-Ole Hohenstein
Fast alle Unternehmen erkennen ihre Mitarbeitenden als entscheidende, identitätsbildende Ressource an. Unternehmenskulturen, die Risikobewusstsein und das Lernen aus Erfahrungen in den Vordergrund stellen, haben nicht umsonst eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der Widerstandsfähigkeit von Lieferketten gespielt - gerade inmitten der durch die COVID-19-Pandemie hervorgerufenen Wettbewerbsdynamik. Kommunikation und Zusammenarbeit als Dimensionen des Supply-Chain-Risikobewusstseins bestimmen die Effektivität von Firmenkulturen bei der robusten, agilen Störungsbewältigung. Darüber hinaus hatte die COVID-19-Krise einen positiven Einfluss auf den Lernprozess der Unternehmen. Die digitale Transformation der Supply Chain zur Verbesserung der SCRES unter Pandemiebedingungen hat die Notwendigkeit einer dynamischen Anpassung der Unternehmenskultur und der Mitarbeiterfähigkeiten durch digitale Fortbildung weiter verstärkt.
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 4 | Seite 25-30 | DOI 10.30844/IM_23-4_25-30
Digitale Transformation greifbar für den Mittelstand

Digitale Transformation greifbar für den Mittelstand

Entwicklung einer Roadmap für Industrie 4.0-Visionen in kleinen und mittleren Unternehmen
Robin Sutherland ORCID Icon, Nicolas Wittine ORCID Icon, Deike Gliem ORCID Icon, Sigrid Wenzel ORCID Icon
Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen stehen noch immer vor der Herausforderung des digitalen Wandels. Reifegradmodelle bieten eine Möglichkeit, die Ist-Situation innerhalb des Unternehmens zu erfassen, und unterstützen die Bildung einer Industrie 4.0-Vision. Um die Überführung dieser Vision in konkrete Entscheidungsschritte zu ermöglichen, wird in dem vorliegenden Beitrag eine Methodik vorgestellt, mit der Unternehmen sich eine Roadmap für die Gestaltung des digitalen Wandels erarbeiten können.
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 4 | Seite 59-62 | DOI 10.30844/IM_23-4_59-62
Lieferketten im Chaos von Covid, Suez, Ukraine

Lieferketten im Chaos von Covid, Suez, Ukraine

Pragmatismus auf dem Weg zu resilienten Logistiknetzwerken
Michael Schröder
Die Welt, insbesondere die der Logistik, wird seit einigen Jahren als „VUCA-Welt“ deklariert. Warum auch nicht? Wer will denn leugnen, dass Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit - so das englische Akronym - die schwierigen Rahmenbedingungen der Entscheidungsfindung entlang der Wertschöpfungskette treffend charakterisieren? Das genau war und ist Logistik: Das Herstellen von Verfügbarkeiten in einer nicht-perfekten Welt. Was aber tatsächlich neu ist, das ist die wachsende Bedeutung der zweiten Ausprägung, der Unsicherheit: Covid, Suez, Ukraine - eine historisch einmalige Kombination aus unabhängigen Ereignissen, die die eingeschwungenen Systeme des Supply Chain Managements gefährden. Wie werden oder müssen Unternehmen reagieren? Wie werden sie ihre Güterflüsse und ihre damit einhergehenden Transporte neu ausrichten? Was sind bewährte Lösungen?
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 4 | Seite 63-66
Messung und Steigerung der Resilienz mittels numerischer Indizes

Messung und Steigerung der Resilienz mittels numerischer Indizes

Ansätze zur Analyse der Resilienz in Lieferketten
Saskia Sardesai ORCID Icon, Lucas Schreiber
Unternehmen streben aufgrund einer erhöhten Wahrnehmung von Risikoauswirkungen und steigenden Zwischenfällen eine resilientere Gestaltung ihrer Lieferketten an. Für die Steigerung der Resilienz können verschiedene Maßnahmen eingesetzt werden. Deren expliziter Beitrag zur Resilienz kann zwar über eine parallele Berechnung mehrerer Kennzahlen erfolgen. Um ein Benchmarking oder einen Vergleich von Lieferketten zu ermöglichen, werden numerische Indizes vorgestellt, welche die Kennzahlen zu einem Wert verdichten. Dies ermöglicht es, Potenziale zur Steigerung der Resilienz zu identifizieren oder unterschiedliche Maßnahmen in einer Lieferkette zu vergleichen. Dabei besitzen die Indizes unterschiedliche Zielsetzungen, da verschiedene Bewertungsverfahren und Quellen zur Quantifizierung verwendet werden. Um einen geeigneten Index zu finden, wird der jeweilige Anwendungskontext der Indizes diskutiert.
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 4 | Seite 45-49 | DOI 10.30844/IM_23-4_45-49
Resiliente Produktion durch Pay-Per-Use-Modelle

Resiliente Produktion durch Pay-Per-Use-Modelle

Mit Pay-Per-Use und Asset-as-a-Service zu mehr Flexibilität in einem unsicheren Geschäftsumfeld
Anja Wiebusch
Das Internet der Dinge (IoT) und die Transformation zur Industrie 4.0 werden nicht nur die Arbeitsweise in den Unternehmen zukünftig stark verändern, sondern auch die Art und Weise, wie Maschinen genutzt und finanziert werden. Der Einsatz von Sensorik und Cloud-Technologien ermöglicht eine Echtzeit-Datenerfassung, sodass Maschinennutzungsdaten für neue Geschäftsmodelle analysiert und perspektivisch auch über Distributed-Ledger-Technologie (DLT) und Smart Contracts automatisiert verarbeitet werden können [1].
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 4 | Seite 55-58
Datenschätze heben, Datenschutz wahren

Datenschätze heben, Datenschutz wahren

Mit sicheren KI-Lösungen zu mehr Wertschöpfung
Detlef Houdeau
Künstliche Intelligenz (KI) kann einen großen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft und Gesellschaft leisten - sei es durch Verbesserung bestehender Prozesse oder neue Produkte und Services, die mehr Effizienz, robustere Strukturen und mehr Klimaschutz versprechen. Aktuell zeigen sich insbesondere Mittelständler beim Einsatz von KI-Systemen jedoch noch zurückhaltend. Der häufig genannte Grund: Die datenschutzrechtlichen Hürden erscheinen zu hoch. Der Beitrag ventiliert die Chancen einer datenbasierten Wertschöpfung. Zentrale Frage ist, wie sich in der Industrie mit KI-Anwendungen aus Daten wirtschaftlicher Mehrwert generieren lässt und dabei Datenschutz und -sicherheit zu wahren sind.
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 3 | Seite 24-27
Digital Trust Management

Digital Trust Management

Olaf Resch ORCID Icon
Digital Trust unterstützt als Vertrauen in die digitalen Fähigkeiten einer Organisation den überbetrieblichen Leistungsaustausch. Übertriebenes Misstrauen führt zu unnötigen Kontrollaufwänden und entgangenen Chancen, blindes Vertrauen dagegen zu inakzeptablen Risiken und vorprogrammierten Enttäuschungen. Die Vertrauenswürdigkeit der eigenen Organisation kann am schnellsten durch Kommunikationsmaßnahmen beeinflusst werden. Digital Trust vorwiegend unter dem Kommunikationsaspekt zu behandeln, birgt jedoch die Gefahr, die eigenen digitalen Fähigkeiten zwar ‚gut zu verkaufen‘, diese aber nicht grundlegend zu verbessern. Und das wird früher oder später zu einem umso größeren Vertrauensverlust führen. Auch hinsichtlich des eigenen Vertrauens in die digitalen Fähigkeiten anderer gilt es, deren Kommunikation kritisch zu reflektieren und realistisch einzuschätzen. Deshalb schlägt der vorliegende Beitrag einen managementorientierten Ansatz zur Steuerung von Digital Trust ...
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 3 | Seite 20-23
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