Das Schlagwort „Produktverantwortung“ tritt in der Gesetzgebung der Europäischen Union immer mehr in den Vordergrund. In naher Zukunft werden die Hersteller energiebetriebener Produkte die Umwelteinflüsse ihrer Produkte über den kompletten Lebensweg berücksichtigen und die Verantwortung dafür übernehmen müssen. Zur Analyse dieser Umweltbeeinträchtigungen ist die Ökobilanz nach ISO 14040ff wissenschaftlich anerkannt, da sie sämtliche Energie- und Stoffverbräuche sowie Emissionen jedes einzelnen Prozesses des Produktlebenswegs berücksichtigt. Bei technischen Produkten entwickelt sich die Datenerhebung der Ökobilanz zu einer komplexen und zeitaufwändigen Aufgabe. Dieser Beitrag stellt ein Referenzmodell vor, mit dessen Hilfe Prozesse des Produktlebenswegs so modelliert werden können, dass damit eine automatische, rechnerunterstützte Berechung von produktbezogenen Energie- und Stoffverbräuchen sowie Emissionen möglich ist.
Industrie Management | 21. Jahrgang | 2005 | Ausgabe 2 | Seite 43-46