Zu Beginn des 20. Jahrhunderts revolutionierte Henry Ford die industrielle Fertigung durch die Einführung des Fließbandes im Automobilbau. Diese Methode ermöglichte es, gleichartige Güter mit einer geringen Variantenanzahl in hohen Stückzahlen wirtschaftlich zu fertigen. Demgegenüber kann durch die Fortschritte in der Fertigungstechnik heute eine hohe Variantenanzahl der Produkte innerhalb der Fließfertigung realisiert werden. Daher stellt die Entwicklung von attraktiven Produkten mit einem hohen Nutzen für verschiedene Anwendergruppen eine Schlüsselkompetenz von erfolgreichen Unternehmen dar. Hierzu sind die intensive Betrachtung sowie der Einbezug von Anforderungen diverser Stakeholder in den Produktentstehungs- und Innovationsprozess essenziell. Ein Requirements-Engineering (RE) Ansatz am Beispiel der Nutzfahrzeugbranche ist daher Gegenstand dieses Beitrags.