Der in den letzten Jahren zu beobachtende Trend zum kontinuierlichen Wandel der Industrieunternehmen verändert nachhaltig die Qualifikationsanforderungen an Ingenieure. Die Bedeutung des Fachwissens als alleiniges Qualifikationskriterium geht zurück. Die für Change-Management-Prozesse notwendige Gestaltungskompetenz (Teamfähigkeit, Interdisziplinarität, Kooperation etc.) gilt heutzutage als wichtige Schlüsselqualifikation für Ingenieure. Gestaltungskompetenz kann jedoch nur unzureichend mit den klassischen Methoden der Aus- und Weiterbildung entwickelt werden. Es zeigt sich vielmehr, daß die Aus- und Weiterbildung einen praxisorientierten Lehr- und Lernansatz erfordert, über den das im Change Management notwendige Erfahrungswissen aufgebaut werden kann. Der praxisorientierte Ansatz wurde in zwei, am Bremer Institut für Betriebstechnik und angewandte Arbeitswissenschaft (BIBA) entwickelten Trainingsmodulen umgesetzt und zeigt den erfolgreichen Einsatz für die Ausbildung von Ingenieuren.