Die stetig zunehmende Komplexität von Produkten, Strukturen und Prozessen führt zu einer schleichenden Abnahme der Effizienz innerbetrieblicher und unternehmens-übergreifender Geschäftsprozesse. Nicht alle Komplexitätsanteile können im Rahmen eines Komplexitätsmanagements reduziert beziehungsweise beeinflusst werden, daher kommt dem Management der verbleibenden Restkomplexität durch effiziente und schlanke Prozesse eine Schlüsselrolle zu. Durch die Geschäftsprozessmodularisierung können in sich abgeschlossene Prozessabschnitte mit eindeutig festgelegten Schnittstellen definiert werden, die zu einer wesentlichen Reduzierung der Komplexität dieser Prozesse beitragen. Seit vielen Jahren sind Wertschöpfungsnetzwerke mit einer steigenden Komplexität von Produkten, Strukturen und Prozessen konfrontiert. Als Reaktion auf zunehmend individualisierte und heterogene Kundenbedarfe bieten die Unternehmen individuelle und immer spezifischere Produktvarianten an. Diese Vielfaltserhöhung führt zu komplexen Produktstrukturen und impliziert aufwändige Herstellungs- und Beschaffungsprozesse auch über die Unternehmensgrenzen hinaus. Zusätzlich führen weitere komplexitätstreibende Faktoren, wie zunehmend international ausgerichtete Absatz- und Beschaffungsprozesse, technologische Innovationen sowie Unterschiede in den Ziel-, Planungs- und Entscheidungssystemen der beteiligten Unternehmen, zu einer stetig steigenden Unternehmenskomplexität.
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