Sourcing

Bewertung und Steuerung von Beschaffungsrisiken

Bewertung und Steuerung von Beschaffungsrisiken

Effekt durch Nutzung additiver Fertigung
Matthias M. Meyer, Andreas H. Glas ORCID Icon, Michael Eßig ORCID Icon
Beschaffung hat grundsätzlich die Aufgabe, einer Organisation ihre benötigten, aber nicht selbst hergestellte Güter zur Verfügung zu stellen. Durch den Zusammenbruch globaler Lieferketten im Zuge der SARS-COV2-Pandemie wurde die Beschaffung bei der Bewältigung dieser Aufgabe vor große Herausforderungen gestellt. Eigentlich gut verfügbare Güter wurden zu versorgungskritischen Engpässen. Dabei zeigte sich, dass additive Fertigung diese Engpässe abmildern kann. So wurden u. a. medizinische Ersatzteile mittels additiver Fertigung produziert. Dieser Beitrag untersucht, wie additive Fertigung das Beschaffungsrisiko von Sachgütern verändert bzw. verändern kann. Anhand einer Befragung wird ein Vergleich zwischen traditionellem und additivem Bezug vorgenommen. Das Ergebnis ist eine kombinierte Beschaffungsstrategie, welche das Verfügbarkeitsrisiko kritischer Güter optimiert.
Industrie 4.0 Management | 37. Jahrgang | 2021 | Ausgabe 2 | Seite 61-65
Der „China – Preis – Faktor“

Der „China - Preis - Faktor“

Wirkungen der Chinesischen Industriekapazitäten auf Produktionsstrategien und Betriebsstrukturen
Hermann Kühnle, Gerd Wagenhaus, Ulf Bergmann
Die starke Position Chinas als Lieferant von Niedrigpreisprodukten aber auch als Produktionsstandort beeinflusst die Strategie von produzierenden Betrieben in Europa nachhaltig. Viele Wertschöpfungsketten werden unter Nutzung dieses China-Preis-Faktors rekonzipiert und unter Einbeziehung chinesischer Lieferanten und Partner kostenoptimiert. Die entstandenen Modelle Verteilten Produzierens werden vor dem Hintergrund der strategischen Position der chinesischen Partner beleuchtet. Der Artikel gibt Erfahrungen aus Lieferantenbeziehungen mit chinesischen Firmen und diskutiert Chancen und Risiken dieser sich ausdehnenden Geschäftsbeziehungen. Durch diesen China-Preis-Faktor sind unumkehrbare Verschiebungen in Produktions- und Beschaffungsstrukturen eingetreten, die auf mittelfristige Trends hindeuten, die in die Produktionsstrategien mit einzubeziehen sind.
Industrie Management | 24. Jahrgang | 2008 | Ausgabe 1 | Seite 23-26