Prozessanalyse

MTM-Analysen mithilfe von KI und regelbasierten Algorithmen

MTM-Analysen mithilfe von KI und regelbasierten Algorithmen

Ein Ansatz zur Interpretation von textuell beschriebenen Arbeitsabläufen
Constantin Eckart ORCID Icon, Martin Benter ORCID Icon, Peter Kuhlang ORCID Icon
Die MTM-Methoden sind ein bewährter Standard zur Analyse und Gestaltung menschlicher Arbeitsabläufe. Arbeitsplaner stehen bei der Anwendung jedoch weiterhin vor der Herausforderung, diese Methoden richtig und effizient anzuwenden. Künstliche Intelligenz – insbesondere Large Language Models – hat das Potenzial, hier einen wichtigen Beitrag zu leisten. Beim Einsatz von KI ergeben sich jedoch berechtigte Fragen hinsichtlich der Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse. Der vorgestellte Ansatz kombiniert LLMs mit einem regelbasierten Algorithmus, um gezielt wichtige Informationen aus textlichen Prozessbeschreibungen, wie Arbeitsanweisungen, zu extrahieren, die für MTM-Analysen erforderlich sind. Anschließend werden diese entsprechend dem MTM-Regelwerk in Analysen übersetzt. Dieses Vorgehen trägt dazu bei, dass die Ergebnisse für den Anwender nachvollziehbar aus den Eingangsdaten abgeleitet werden.
Industry 4.0 Science | 42. Jahrgang | 2026 | Ausgabe 5 | Seite 62-69 | DOI 10.30844/I4SD.26.5.7
Motion-Mining im Vergleich zu traditionellen Lean-Tools

Motion-Mining im Vergleich zu traditionellen Lean-Tools

Sensorgestützte Analyse manueller Prozesse in Produktion und Logistik
Hendrik Appelhans, Christopher Borgmann, Carsten Feldmann
Motion-Mining® ist eine Technologie, die mittels Bewegungssensoren und Mustererkennung eine automatisierte Prozessabbildung und Analyse manueller Arbeit ermöglicht. Dieser Beitrag bewertet die Vorteile und Grenzen ihres Einsatzes in Produktions- und Logistikprozessen. Dazu wird Motion-Mining® mit traditionellen Lean-Management-Tools zum Analysieren manueller Tätigkeiten verglichen. Erfahrungen aus vier Use Cases bieten Entscheidungsunterstützung bei der Auswahl der geeigneten Methode für einen bestimmten Anwendungsfall.
Industry 4.0 Science | 40. Jahrgang | 2024 | Ausgabe 2 | Seite 24-31
Potenziale innovativer Umschlagstechnologien in Seehäfen

Potenziale innovativer Umschlagstechnologien in Seehäfen

Ökonomische und ökologische Perspektiven von magnetbasierten Handhabungstechologien im Umschlag von Stahlprodukten
Bernd Scholz-Reiter ORCID Icon, Michael Görges, Wolf Lampe
In den letzten Jahren konnte eine stetige Zunahme des weltweiten Güterverkehrs beobachtet werden, von dem insbesondere der weltweite maritime Verkehr und die zugehörigen Seehäfen profitieren [1-2]. Auch nach der internationalen Finanzkrise wird gegenwärtig von einem erneuten Anstieg der globalen maritimen Güterströme ausgegangen. Oftmals sind in Seehäfen die räumlichen Kapazitäten begrenzt, sodass eine einfache Erweiterung der vorhandenen Infrastruktur nur schwer möglich ist. Um dennoch die eigene Wettbewerbsfähigkeit ausbauen zu können, müssen Betreiber von Seehäfen durch die Einführung effizienterer Prozesse und innovativer Technologien den sich ändernden Anforderungen genügen [3]. Nicht nur containerisierte Güterströme sind diesen Entwicklungen unterworfen, sondern auch Stückguttransporte, wie beispielsweise Stahlprodukte. Insbesondere Handhabungs- und Umschlagsprozesse von Stahlprodukten bergen hohe Innovations- und Verbesserungspotenziale, welche sowohl ...
Industrie Management | 27. Jahrgang | 2011 | Ausgabe 6 | Seite 38-42