Normung

Industrie 4.0 on the Road

Industrie 4.0 on the Road

Normung und Standardisierung geben Orientierung und unterstützen durch Leitplanken
Stefan Heusinger, Reinhold Pichler
Ohne Technische Regeln würde die moderne Welt nicht funktionieren. Technische Regeln definieren nicht nur Schnittstellen als Grundlage für Austauschbarkeit, Vergleichbarkeit und Interoperabilität, sondern geben deren Nutzer auch die Gewissheit über Sicherheit und Qualität. Technische Regeln enthalten den Erfahrungsschatz vieler Experten und sind damit ein wichtiges Werkzeug für Konstrukteure, Entwickler und Systemintegratoren, um deren Arbeit effizienter und verlässlicher zu machen. Gerade für Industrie 4.0, die für hochgradige Vernetzung und dynamische Prozesse steht, ist das ein zentrales Element. Standardisierte Schnittstellen tragen zu einem vollständig durchgängigen, bidirektionalen Informationsaustausch in einer ganzheitlich digitalen Prozesskette bei und sind damit Basis für die Produktion von morgen.
Industrie 4.0 Management | 33. Jahrgang | 2017 | Ausgabe 2 | Seite 37-41
Transfer von Forschungsergebnissen in die Normung

Transfer von Forschungsergebnissen in die Normung

Ein Vorgehensmodell zur Identifikation geeigneter Forschungs-ergebnisse und dessen Anwendung in der Offshore-Logistik
Michael Görges, Annette Schimmel
Normung und Standardisierung leisten wichtige Beiträge zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft [1]. Im normungspolitischen Konzept der Bundesregierung wird betont, dass Normung und Standardisierung die Stellung Deutschlands als eine der führenden Wirtschaftsnationen sichert und Technikkonvergenz fördert [2]. Dies ist insbesondere für den Bereich der deutschen (Offshore-) Windenergie von großer Bedeutung, in dem derzeit mit dem Aufbau der Offshore-Windparks in großer Entfernung zur Küste und in Wassertiefen von bis zu 40 Metern Pionierleistungen erbracht werden und keine einheitlichen Standards für die Organisation der relevanten logistischen Prozesse vorhanden sind. Infolge dessen werden alle Projekte noch als Einzelprojekte geplant und durchgeführt, was sich negativ auf die Kosten auswirkt. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass der Anteil an den Logistikkosten rund 25 % an den Gesamtkosten eines Windparks beträgt [3].
Industrie Management | 29. Jahrgang | 2013 | Ausgabe 5 | Seite 11-14