Individualisierung

Individuelle Patientenversorgung durch moderne CAE-Methoden und Fertigungsverfahren am Beispiel einer Handorthese

Individuelle Patientenversorgung durch moderne CAE-Methoden und Fertigungsverfahren am Beispiel einer Handorthese

Raimund Kreis ORCID Icon, Norbert Babel, Helmut Ersch
Die Patientenversorgung nach Fingerbrüchen erfolgt häufig noch durch Fixierung mittels Gipsbandagen. Um eine Versteifung der Fingergelenke zu verhindern, ist jedoch eine gewisse Beweglichkeit förderlich. Weitere Nachteile einer Gipsbandage sind: geringe Atmungsaktivität und Wasserunbeständigkeit, hohes Gewicht sowie die Abformung am Patienten. Nachfolgend wird gezeigt, wie mithilfe von Scannern und Computerprogrammen individuell an Patienten angepasste Handorthesen modelliert werden können, die diese Nachteile nicht aufweisen. Durch additive Fertigungsverfahren können überdies komplex geformte und leichte Strukturen realisiert werden. Im Gegensatz zur rein handwerklichen Tätigkeit des Eingipsens erfordern individuelle Orthesen Kompetenzen in der Datenverarbeitung und der additiven Fertigung. Dies übersteigt zwar häufig die Möglichkeiten medizinischer Einrichtungen, eröffnet dadurch aber Tätigkeitsfelder für spezialisierte Dienstleister.
Industrie 4.0 Management | 39. Jahrgang | 2023 | Ausgabe 6 | Seite 37-41
Hybride Fertigungsverfahren Einsatz additiver Verfahren für die kundenindividuelle Produktion am Beispiel der Brillenherstellung

Hybride Fertigungsverfahren Einsatz additiver Verfahren für die kundenindividuelle Produktion am Beispiel der Brillenherstellung

Jörg Luderich, Helga Lindemann
Hybride Fertigungssysteme verbinden additive 3-D-Drucktechniken mit subtraktiven Verfahren in einem Fertigungssystem und nutzen so die Vorteile beider Verfahren. Zentrale Schwachstellen heutiger 3-D-Druckverfahren - limitierte Oberflächenqualität und Präzision, aber insbesondere auch Kostennachteile werden so überwunden. Es entsteht ein Produkt mit optimaler Funktionalität bei überzeugender Wirtschaftlichkeit. Am Beispiel eines kundenindividuellen Produkts par excellence, der auf Rezept gefertigten Brille, werden Möglichkeiten und Potenziale von hybriden Verfahren in diesem Beitrag aufgezeigt.
Industrie 4.0 Management | 36. Jahrgang | 2020 | Ausgabe 5 | Seite 38-42
Digitale Verzahnung in variantenreicher Fertigung

Digitale Verzahnung in variantenreicher Fertigung

Komplexe Produktions- und Logistikprozesse mittels mobiler Apps harmonisieren
Sven Winkelhaus, Eric Grosse ORCID Icon, Michael Bauer
Industrie 4.0 und Logistik 4.0 sind Phänomene, die in vielen Branchen sowohl die strategische Ausrichtung von Unternehmen als auch die operativen Prozesse prägen. Neben paradigmatischen Veränderungen sind insbesondere technische Lösungen im Fokus dieser Entwicklung. Mittels neuer Technologien kann die Komplexität individualisierter Produkte und komplexer Prozesse handhabbar werden. Auf Shopfloorebene können unbekannte Technologien jedoch auf Widerstand bei der Implementierung stoßen. Hier bieten Apps für mobile Endgeräte eine geeignete Möglichkeit, Produktions- und Logistikprozesse im Rahmen einer Digitalisierungsstrategie mitarbeiterfreundlich zu unterstützen. In diesem Beitrag wird die Verzahnung von Produktion und Logistik in der Industrie 4.0 näher beleuchtet und ein Fokus auf die Mitarbeitenden in dieser Entwicklung gelegt. An einem Beispiel wird verdeutlicht, wie Apps zu einer erfolgreichen digitalen Transformation beitragen können.
Industrie 4.0 Management | 36. Jahrgang | 2020 | Ausgabe 4 | Seite 55-58 | DOI 10.30844/I40M_20-4_S55-58
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF

Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF

Zentrum für Kognitive Autonome Arbeitssysteme für den Anlagen- und Sondermaschinenbau, Magdeburg
Dirk Berndt
Die gesellschaftliche Entwicklung und die industrielle Arbeitswelt sind aktuell weitreichenden Veränderungen unterworfen. Der demografische Wandel und die schrumpfende Gesamtbevölkerung beeinflussen das verfügbare Arbeitskräftepotenzial. Gleichzeitig steht die industrielle Produktion vor wachsenden Herausforderungen durch eine zunehmende Individualisierung und Vielfalt der herzustellenden Produkte. Eine Anpassung und Neugestaltung bestehender Arbeitsplätze und Fertigungstechnologien wird zu einem zentralen Hebel für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Der Mensch steht im Fokus der Arbeitswelt von morgen. Intelligente Arbeitssysteme werden ihn physisch und psychisch entlasten, ihm längere und flexiblere Erwerbstätigkeit ermöglichen und ihm gesundheitsschonend gestaltete Arbeitsplätze bieten, die sich auch für Qualifizierung und Training eignen. Im Forschungsfeld „Intelligente Arbeitssysteme“ des Fraunhofer IFF werden die ...
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 4 | Seite 62-63
Aufwandsschätzung für die Nutzung von Produktklassifikationen

Aufwandsschätzung für die Nutzung von Produktklassifikationen

Jörg Leukel, Stefan Kirn
In Unternehmen werden Produktklassifikationen als Ordnungssysteme für Produkte und deren Beschreibung genutzt. Infolge von Differenzierungsstrategien und steigenden Kundenanforderungen sind auf vielen Märkten Leistungen in zunehmendem Maß individualisiert zu erbringen. Diese Entwicklung führt dazu, dass Klassifikationen sich schneller als früher verändern und eine sehr viel größere Detaillierung aufweisen. Dadurch entsteht das Problem, dass in Unternehmen die Klassierung mehrfach oder sogar regelmäßig durchzuführen ist. Der Beitrag nimmt eine Kostenperspektive ein und entwickelt eine Methode zur Aufwandsschätzung der Klassierung.
Industrie Management | 24. Jahrgang | 2008 | Ausgabe 3 | Seite 57-60
Produktkonfigurationen

Produktkonfigurationen

Dynamische Dokumentstrukturen in Variantenstücklisten
Erik Oestreich, Tobias Teich
Individualisierte, genau dem Kundenwunsch entsprechende Produkte sind gefragter denn je. Eine Aussage, die auch auf den Automobilmarkt und vor allem auf Fahrzeuge der Oberklasse zutrifft. Durch ein großes Angebot individueller Pakete der Hersteller kann fast jeder Wunsch erfüllt werden. Betrachtet man diese Entwicklung aus Sicht der Disposition eines Unternehmens, stellt man fest, dass das größte Problem die Handhabung der teilweise nahezu ins Unendliche gehenden Variantenvielfalt darstellt. Ein Ansatz zur Verringerung bzw. zur vollständigen Vermeidung dieser Komplexität durch den Einsatz eines speziellen, vom eigentlichen Produktmodell weitestgehend entkoppelten Produktkonfigurators soll in diesem Beitrag aufgezeigt werden.
Industrie Management | 21. Jahrgang | 2005 | Ausgabe 3 | Seite 39-42
Die Erweiterung des Produktbegriffs

Die Erweiterung des Produktbegriffs

Konzept und Praxisbeispiele
Klaus-Dieter Thoben ORCID Icon, Jens Eschenbächer
Eine Vielzahl von Produktionsunternehmen in Deutschland setzt auf die Herstellung von innovativen und kundenspezifischen Produkten. Die Rolle des Produzenten verändert sich zunehmend vom Hersteller und Verkäufer zum Bereitsteller von bedarfsgerechten Produktnutzungsrechten. Aufbauend auf dem Konzept des “Extended Product” (erweitertes Produkt) sollen in diesem Beitrag Ansätze zur Erweiterung des klassischen Produktbegriffs und daraus resultierende Anforderungen für die Herstellung von Gütern diskutiert werden. Ergänzend wird die Rolle von Kollaboration in Unternehmensnetzwerken bei der Erstellung von erweiterten Produkten diskutiert. Einige Praxisbeispiele schließen den Beitrag ab.
Industrie Management | 19. Jahrgang | 2003 | Ausgabe 4 | Seite 48-51