Vermehrt erhoffen sich Unternehmen, Kostendegressionseffekte durch die Abkehr von der In-House-Logistik erzielen zu können. Der freie Wettbewerb unter den Logistikdienstleitern soll dazu beitragen, bisher nicht zugängliche Optimierungs-potenziale zu erschließen. Gleichzeitig können leistungs-bezogene Abrechnungsmodelle dazu beitragen, die ehemals fixen in variable Logistikkosten umzuwandeln. Aufgrund der komplexen und jeweils kundenspezifischen Logistikabläufe entziehen sich Bewertungs- und Auswahlverfahren einer Standardlösung. Das Hauptproblem besteht vor allem darin, Informationen bereitzustellen, die den erwarteten Leistungs-umfang detailliert beschreiben und leistungsbezogene Vertragspositionen ermöglichen. Die Methode der „Stückzahl- und produktbezogenen Logistikkosten“ erlaubt für mehrstufige Produkte eine exakte Quantifizierung vor der Auftragsvergabe und leistet somit einen Beitrag zur Bewältigung der beschriebenen Herausforderungen.
Industrie Management | 20. Jahrgang | 2004 | Ausgabe 5 | Seite 25-27