Bedrohungsanalyse

Präventiver Produktschutz

Präventiver Produktschutz

Ein ganzheitlicher Ansatz für die Bedrohungsanalyse
Daniel Eckelt, Katharina Altemeier, Daniel Kliewe
Die Produkte des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus sowie verwandter Branchen wie der Automobilzuliefer- und Elektroindustrie sind weltweit erfolgreich, aber häufig Opfer von Imitationen. Zunehmend werden auch komplexe Hightech- und Investitionsgüter imitiert. Das bedroht den Markterfolg vieler Unternehmen und bringt sie um die Rendite ihrer Investitionen in Forschung und Entwicklung. Geleitet von der Idee des präventiven Produktschutzes entwickeln die Forscher im Verbundprojekt „Prävention gegen Produktpiraterie“ im Rahmen des BMBF-Spitzenclusters „Intelligente Technische Systeme Ostwestfalen-Lippe (it´s OWL)“ innovative Lösungsansätze. Ziel des Projekts ist ein ganzheitliches Vorgehen zur Bedrohungsanalyse und eine Datenbank mit möglichen Schutzmaßnahmen. Schutzmaßnahmen wie versteckte Markierungen und additive Fertigungsverfahren können bereits in der Produktentwicklung berücksichtigt und integriert werden.
Industrie Management | 30. Jahrgang | 2014 | Ausgabe 1 | Seite 55-58
Produktpiraterie – Bedrohungen im Produktportfolio erkennen

Produktpiraterie - Bedrohungen im Produktportfolio erkennen

Oliver Kleine, Ann-Cathrin Vogt, Swen Weitemeier
Heute kann nahezu jede Branche Opfer von Produktpiraten werden [1]; zwei Drittel der Unternehmen im Investitionsgüterbereich sind schon betroffen [2, 3]. Produktpiraterie ist nur dann wirkungsvoll zu bekämpfen, wenn (1) Schutzaspekte nicht nur während der Entwicklung und Herstellung Beachtung finden, sondern auch spätere Phasen des Produkt-Lebenszyklus berücksichtigt werden. Zudem ist (2) die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen sicherzustellen. Unter diesen Vorraussetzungen ist das Projektziel von PiratPro (www.piratpro.de) die Entwicklung eines ganzheitlichen Schutzkonzepts, welches neben der Produktgestaltung auch Dienstleistungsprozesse beachtet und diese zu einer unkopierbaren Einheit zusammenführt.
Industrie Management | 24. Jahrgang | 2008 | Ausgabe 6 | Seite 31-34