Materialflüsse sowohl innerhalb von als auch zwischen Betrieben weisen oft ein scheinbar irreguläres Verhalten auf, das sich u.a. in unvorhersagbaren – und dementsprechend kaum handhabbaren – Bestandsschwankungen äußert, insbesondere bei hoher Auslastung der produktiven oder logistischen Kapazitäten. Dieser Sachverhalt wird i.A. mit der Empfindlichkeit gegenüber kleinen Störungen in Verbindung gebracht, mit denen in der Praxis immer zu rechnen ist. Deswegen wird häufig ein sehr hoher Aufwand betrieben, um sie auszuschließen. Hier stellt sich die Frage, ob es überhaupt an Störungen liegen muss, dass z.B. Bestandsentwicklungen kurzfristig kaum und langfristig praktisch überhaupt nicht vorhersagbar sind. In diesem Beitrag wird am Beispiel eines kleinen Produktionssystems mit Materialrückflüssen untersucht, inwiefern schon relativ einfache Netzwerke irreguläres Verhalten aufweisen können.
Industrie Management | 20. Jahrgang | 2004 | Ausgabe 3 | Seite 25-28