Autor: Tobias Sprodowski

Harmonisierung von Elektromobilität und verteilten Energienetzen

Harmonisierung von Elektromobilität und verteilten Energienetzen

Ein verteilter Regelungsansatz mit modellprädiktiver Regelung
Tobias Sprodowski, Jürgen Pannek
Die zunehmende Präsenz von Elektrofahrzeugen sowie der Ausbau erneuerbarer Energien stellen sowohl das Mobilitätsverhalten wie auch die Infrastruktur der Energienetzwerke vor neue Herausforderungen. Die Lösung dieser Probleme erlaubt dabei Synergieeffekte zwischen diesen Feldern. So stellen die Elektrofahrzeuge verteilte Speicherkapazitäten dar, die bei der Aufrechterhaltung der Netzstabilität dringend erforderlich sind. Um deren Präsenz im Gesamtnetz zu gewährleisten, müssen diese zumindest abschnittsweise dem Energienetz zur Verfügung stehen. Hierzu ist ein Gedankenwechsel notwendig, da die Batterien der Fahrzeuge hierzu nicht nur geladen, sondern auch entladen werden müssen. Seitens der Infrastruktur können hierfür in einem ersten Schritt Ladestationen genutzt werden. Zur dauerhaften Präsenz der Fahrzeugenergiespeicher im Energienetz ist zudem die drahtlose Ladung und Entladung durch induktive Energieübertragung in den Straßen denkbar. Die Umsetzung auf ...
Industrie 4.0 Management | 32. Jahrgang | 2016 | Ausgabe 6 | Seite 12-16
Kooperative Regelung vernetzter Fahrzeuge

Kooperative Regelung vernetzter Fahrzeuge

Hierarchische und verhandlungsbasierte Strategien im Straßenverkehr
Jürgen Pannek, Tobias Sprodowski, Matthias Gerdts, Johannes Michael
Die Einführung autonomer Fahrzeuge im Straßenverkehr erzeugt den Wunsch nach einer Selbstorganisation unter sicherheitstechnischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten. Hierzu bieten optimierungsbasierte verteilte Regelungsalgorithmen einen Lösungsansatz für miteinander kommunizierende autonome Fahrzeuge. Dieser Beitrag behandelt ein hierarchisches modellprädiktives Regelungskonzept, das zum einen auf operationeller Ebene die individuellen Zielsetzungen der Verkehrsteilnehmer und Sicherheitsaspekte berücksichtigt. Zum anderen wird gezeigt, dass fahrzeugübergreifend Ziele wie die Steuerung des Verkehrsflusses umgesetzt werden können, indem den einzelnen Fahrzeugen abhängig von der aktuellen Verkehrssituation zentral Routen zugewiesen werden. Nicht aktiv in diese Struktur eingebundene Fahrzeuge lassen sich durch die Zusammenführung der Sensordaten der Teilnehmer direkt in ein derartiges Konzept integrieren.
Industrie Management | 31. Jahrgang | 2015 | Ausgabe 2 | Seite 7-10