Dynamische Produktionsnetzwerke zeichnen sich durch sachlich und zeitlich begrenzte Kooperationen aus, bei denen die Unternehmen ihre rechtliche Eigenständigkeit weitgehend behalten und sich veränderten Marktanforderungen dynamisch anpassen. Die Interdependenzen dezentraler Leistungserstellung durch mehrere Unternehmen führen zu einer besonderen Bedeutung der zuverlässigen Einhaltung sowohl intern als auch extern zugesicherter Liefertermine. Dazu wird ein durch Informationssysteme unterstützter Ansatz für verbindliche Lieferterminzusagen vorgestellt und die Voraussetzungen hinsichtlich Kostenstrukturen und Betriebstypologien für eine Umsetzung diskutiert. Darauf aufbauend werden Überlegungen zur Integration dieses Ansatzes in die taktische Planung erörtert sowie Randbedingungen unternehmensübergreifender Terminierung dargestellt.
Industrie Management | 17. Jahrgang | 2001 | Ausgabe 5 | Seite 58-62