Die 90er Jahre waren durch eine starke Fokussierung der Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen geprägt. Die Verlagerung von Leistungen und Aufgaben, die nicht unmittelbarer Bestandteil dieses Kernangebotes waren, an spezialisierte Dienstleister bzw. Lieferanten war die Folge. So lag im Jahr 1990 in der Automobilindustrie der von externen Unternehmen erbrachte Anteil an Produkt- und Prozessleistungen bei 54 Prozent der gesamten monetären Wertschöpfung. Bis zum Jahr 2005 wird von einem Anstieg des fremderbrachten Anteils auf über 70 Prozent ausgegangen [1]. Hieraus ergeben sich vielfältige Handlungsfelder für unternehmensübergreifende Logistikprozesse. Der Beitrag diskutiert auf Basis einer empirischen Analyse exemplarischer Lieferketten die hierbei identifizierten Defizite und erläutert einen möglichen Lösungsansatz.
Industrie Management | 17. Jahrgang | 2001 | Ausgabe 5 | Seite 32-36