Autor: Axel Röder

Modellierung unternehmensinterner und -übergreifender Lieferketten

Modellierung unternehmensinterner und -übergreifender Lieferketten

Axel Röder, Bernd Tibken
Die Produktkomplexität und die daraus resultierende Prozesskomplexität in der Automobilindustrie sind heute bereits sehr hoch. Die Komplexität der Produkte wird zukünftig durch die wachsende Anzahl an Karosserie- und Motorvarianten sowie eine Vielzahl von Sonderausstattungen weiter stark ansteigen. Zur Identifikation von Optimierungspotenzialen und für die Evaluation von Kooperations- und Kollaborationskonzepten in mehrstufigen unternehmensinternen und -übergreifenden Wertschöpfungsprozessen besteht die Notwendigkeit, Lieferketten und -net- ze konform den Anforderungen der Automobilzulieferindustrie zu beschreiben. Das Supply-Chain-Operations-Reference-Modell (SCOR-Modell) stellt ein geeignetes Instrument für die Entwicklung einer einfachen und flexiblen Modellierungsmethodik zur strukturellen und skalierbaren Konfiguration realitätskonformer Lieferketten dar.
Industrie Management | 20. Jahrgang | 2004 | Ausgabe 1 | Seite 44-47
Potenzialfelder in unternehmensübergreifenden Logistikprozessen

Potenzialfelder in unternehmensübergreifenden Logistikprozessen

Axel Röder, Bernd Sailer, Siegmar Haasis
Die 90er Jahre waren durch eine starke Fokussierung der Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen geprägt. Die Verlagerung von Leistungen und Aufgaben, die nicht unmittelbarer Bestandteil dieses Kernangebotes waren, an spezialisierte Dienstleister bzw. Lieferanten war die Folge. So lag im Jahr 1990 in der Automobilindustrie der von externen Unternehmen erbrachte Anteil an Produkt- und Prozessleistungen bei 54 Prozent der gesamten monetären Wertschöpfung. Bis zum Jahr 2005 wird von einem Anstieg des fremderbrachten Anteils auf über 70 Prozent ausgegangen [1]. Hieraus ergeben sich vielfältige Handlungsfelder für unternehmensübergreifende Logistikprozesse. Der Beitrag diskutiert auf Basis einer empirischen Analyse exemplarischer Lieferketten die hierbei identifizierten Defizite und erläutert einen möglichen Lösungsansatz.
Industrie Management | 17. Jahrgang | 2001 | Ausgabe 5 | Seite 32-36